03.08.2026
Luxusproblem in New England
Die New England Patriots verfügen im Training Camp über eine der tiefsten Wide-Receiver-Gruppen der NFL. Mit sieben Spielern, die sich allesamt Chancen auf einen Kaderplatz ausrechnen dürfen, steht Head Coach Mike Vrabel vor einer schwierigen Entscheidung, oder möglicherweise sogar vor einem Trade.

Angeführt wird die Gruppe von Star-Neuzugang A.J. Brown und Free-Agent-Verpflichtung Romeo Doubs. Dahinter kämpfen mehrere talentierte Receiver um Spielzeit und einen Platz im endgültigen 53-Mann-Kader.
Brown und Doubs haben sich bislang als klare Starter etabliert. DeMario "Pop" Douglas überzeugt vor allem aus dem Slot, während Kayshon Boutte, Kyle Williams, Mack Hollins und Efton Chism III ebenfalls auf sich aufmerksam machen.
Für Vrabel ist die Tiefe im Receiver-Room allerdings eher Luxus als Problem. "Ich liebe es, wenn wir Tiefe haben. Gleichzeitig werden wir immer versuchen, uns weiter zu verbessern - egal ob durch zusätzliche Draftpicks, neue Spieler oder indem wir die Spieler behalten, die wir bereits haben."
Ob die Patriots tatsächlich alle sieben Receiver behalten oder sich noch vor Saisonbeginn von einem Spieler trennen, bleibt offen.
Besonders Kayshon Boutte sorgte zu Beginn des Training Camps für Aufsehen. Der Receiver war in den ersten Trainingseinheiten einer der auffälligsten Offensivspieler und überzeugte regelmäßig mit tiefen Catches. Zuletzt erhielt er allerdings deutlich weniger Snaps.
Da Boutte ebenso wie Douglas in das letzte Vertragsjahr geht, könnten starke Leistungen seine Marktposition erheblich verbessern. Gleichzeitig gilt ein möglicher Trade weiterhin als realistisches Szenario.
Der Receiver selbst bleibt trotz der Spekulationen gelassen. "Wir bekommen natürlich mit, was alles erzählt wird. Aber mein Fokus liegt darauf, dass ich heute hier bin. Wenn ich nächste Woche oder in zwei Wochen woanders bin, dann gehört das eben zum Business."
Quarterback Drake Maye kann aktuell auf eine Vielzahl an Anspielstationen zurückgreifen. Neben Brown, Doubs und Douglas gehören auch Tight End Hunter Henry sowie die Running Backs Rhamondre Stevenson und TreVeyon Henderson zu den wichtigsten Waffen der Offense.
Bis zur finalen Kaderreduzierung Ende August bleibt den Patriots noch Zeit, über die Zukunft ihres überfüllten Receiver-Rooms zu entscheiden. Fest steht schon jetzt: Viele Teams würden sich ein solches Luxusproblem wünschen.
nkr