13.03.2026
McCarthy gegen Murray
Nur wenige Stunden nach seiner offiziellen Entlassung war Kyler Murray bereits in Minnesota, um mit den Verantwortlichen Gespräche zu führen. Nun herrscht Gewissheit: Die Minnesota Vikings verpflichten den einstigen Quarterback der Arizona Cardinals. Damit entfachen sie den Kampf um den Starterplatz im Team.

Kyler Murray unterschreibt bei den Minnesota Vikings einen Vertrag über ein Jahr. Dieser beinhaltet eine Gage von 1,3 Millionen US-Dollar. Damit macht das Team aus Minnesota einen günstigen Deal, denn sein restliches Geld - knappe 36 Millionen Dollar - bekommt Murray in der kommenden Saison noch von den Cardinals.
Murray erhofft sich von seiner Zeit in Minnesota, dass sie ihn zu alter Stärke zurückbringen. Der Quarterback wurde 2019 als Erster im Draft von den Arizona Cardinals ausgewählt. In seiner bisherigen Karriere erzielte er über 20.000 geworfene Yards, 153 Touchdowns und durfte zweimal in den Pro Bowl.
Doch in letzter Zeit war der 28-Jährige oft von Verletzungen geplagt. In den Saisons 2022 und 2023 verpasste er mehrere Spiele aufgrund eines gerissenen Kreuzbandes. In der vergangenen Saison erlitt er eine Fußverletzung, die ihn ab Woche fünf aus dem Rennen nahm. Nun will er sich beweisen: "Ich kann es kaum erwarten, meinen Fuß auf das Feld zu setzen und ein Viking zu sein", betont Murray in einem Interview nach der Bekanntgabe.
Doch Murray kommt nicht als einziger Quarterback ins Team. Eigentlich haben die Vikings die Stelle noch mit dem Nummer zehn Pick aus 2024 J.J. McCarthy besetzt. Dieser spielte allerdings auch eine komplizierte Saison: Im Ranking der 26 Quarterbacks, die mindestens zehn Spiele als Starter absolvierten, läuft McCarthy auf Platz 24 ein. Die Vikings erhoffen sich von der Verpflichtung, dass sich beide Quarterbacks zu neuen Bestleistungen pushen und der Konkurrenzkampf sie anspornt.
Head Coach Kevin O‘Connell äußert sich zu der interessanten Situation in seiner Offensive in einem Interview nach der Verpflichtung: "Das Ziel, einen so talentierten Spieler wie Kyler zu verpflichten, war um einen Raum zu schaffen, in dem die Jungs sich gegenseitig pushen und daran wachsen. Davon wird auch das gesamte Team profitieren können."
Kyler selbst sagt auf die Frage, ob er davon ausgeht der Starter zu sein, dass er einfach nur dankbar für die Möglichkeit sei und sich freue spielen zu dürfen und gegen McCarthy anzutreten.
Nach der Bekanntgabe gewährte Murray einen Einblick in seine Jugend. Damals spielte er bereits für ein Team, das sich ebenfalls Vikings nannte. Dementsprechend wurde er nach eigener Aussage schon früh ein echter Fan der Vikings. Er soll Tränen geweint haben, als die Vikings das Championship Game 2009 in der Overtime gegen die Saints durch eine Interception von Brett Favre verloren.
Nun bekommt er die Chance seine eigene Geschichte bei den richtigen, großen Vikings zu schreiben.
lgr