08.08.2026
Pures Selbstvertrauen
Stefon Diggs hat bei den Washington Commanders ein neues Zuhause gefunden und bringt neben seiner Erfahrung auch jede Menge Selbstvertrauen mit. Der Star-Receiver will nach seinem Wechsel erneut beweisen, dass er zu den besten Passempfängern der NFL gehört.

Nach der Vertragsunterschrift absolvierte Diggs bereits seine erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team. Dabei machte der Routinier deutlich, dass er sich trotz seiner Rolle an der Seite von Terry McLaurin weiterhin zur Elite der Liga zählt.
Vor wenigen Tagen hatte Diggs erklärt, er werde der beste Nummer-zwei-Receiver der NFL sein. Am Freitag präzisierte der 31-Jährige seine Aussage - und ließ dabei tief blicken.
"Vor der Kamera sage ich Nummer zwei", erklärte Diggs mit einem Lächeln. "Aber in meinem Herzen bin ich eine Nummer eins." Gleichzeitig betonte der Receiver, dass diese Aussage nicht überheblich gemeint gewesen sei.
Washington verpflichtete Diggs mit einem Einjahresvertrag, nachdem das Team noch nach einer etablierten Anspielstation neben Terry McLaurin gesucht hatte.
Head Coach Dan Quinn zeigte sich von der Verpflichtung begeistert. "Das hat für uns einfach total Sinn ergeben. Wir freuen uns riesig."
Trotz eines Kreuzbandrisses im Jahr 2024 blieb Diggs auch in der vergangenen Saison produktiv. Für die New England Patriots erzielte er über 1.000 Receiving Yards und spielte eine wichtige Rolle auf dem Weg zum Super Bowl. Insgesamt knackte der Routinier in sieben seiner letzten vollständigen Spielzeiten die Marke von 1.000 Yards.
Diggs selbst sieht darin den Beweis seiner konstanten Leistungen. "Ich war immer produktiv. Hoffentlich kann ich ein wichtiger Teil dieses Prozesses sein und dieses Team in die richtige Richtung führen. Ich bin hier, um positive Energie und eine Mentalität mitzubringen, bei der jeder alles gibt."
Mit Jayden Daniels spielt Diggs bereits zum dritten Mal in Folge an der Seite eines jungen Quarterbacks. Zuvor fing er Pässe von C.J. Stroud und Drake Maye.
Von Daniels zeigte sich der Receiver bereits nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten beeindruckt. "Hier gibt es einen großartigen jungen Quarterback. Ich kenne junge Quarterbacks mittlerweile ganz gut. Er ist ein Superstar."
Nach dem Training arbeiteten Daniels und Diggs noch gemeinsam an Laufwegen und Timing, ein erster Schritt, um schnell eine starke Verbindung aufzubauen.
Für Diggs bedeutet der Wechsel nach Washington auch eine persönliche Rückkehr. Der Receiver stammt aus Maryland und spielte bereits am College für die University of Maryland - nur wenige Kilometer von der heutigen Heimspielstätte der Commanders entfernt.
Die besondere Motivation gegen sein Heimatteam begleitete ihn während seiner gesamten Karriere. "Ich hatte immer das Gefühl, meinem Heimatteam und auch den Ravens etwas beweisen zu müssen. Ich hatte immer einen Chip auf der Schulter, aber der wurde noch größer, wenn ich nach Hause gekommen bin, weil ich das Gefühl hatte, dass sie mich übergangen haben."
Heute schließt sich für Diggs der Kreis. "Ich war direkt vor ihrer Haustür. Deshalb fühlt sich das jetzt wie ein echter Full-Circle-Moment an."
>> Draftklasse der Monsterverträge: Wie 2021 den NFL-Markt bis heute dominiert
>> Top-Gehalt gesprengt: Simmons bekommt Rekord-Vertrag in Tennessee
>> Nach Wett-Skandal NFL erlebt spektakulärsten Supplemental Draft seit Jahren
>> Fragwürdige Diagnosen: Wurde die NFL um Millionen betrogen?
>> Alle Schlagzeilen der NFL
nkr