vor 6 Stunden
Neue Rückschläge für mehrere Teams
Week 6 hat mehrere NFL-Teams personell schwer getroffen. Während die Philadelphia Eagles eine Hiobsbotschaft zu Quarterback Jalen Hurts verkraften müssen, bangen die Washington Commanders um Terry McLaurin. Auch bei den San Francisco 49ers und den Indianapolis Colts gibt es neue Verletzungssorgen um wichtige Spieler.

Auch nach dem sechsten NFL-Spieltag müssen mehrere Teams um wichtige Leistungsträger bangen. Jalen Hurts fällt bei den Philadelphia Eagles aus, während bei Terry McLaurin nach einer Knieverletzung noch keine endgültige Diagnose vorliegt. Dazu kommen neue Sorgen um Mike Evans, Sauce Gardner und weitere NFL-Starter.
Die Philadelphia Eagles haben am Montag eine schwerwiegende Entwicklung bei Quarterback Jalen Hurts bekannt gegeben. Weitere medizinische Untersuchungen ergaben eine tiefe Venenthrombose sowie Blutgerinnsel in beiden Lungenflügeln. Der Super-Bowl-MVP von 2025 muss sich einer Behandlung mit Blutverdünnern unterziehen und darf währenddessen keinen Kontaktsport ausüben.
Hurts hatte zunächst wegen eines Blutgerinnsels in der linken Wade gefehlt. Die ursprüngliche Diagnose war während des London-Aufenthalts der Eagles gestellt worden. Nach weiteren Untersuchungen verschlechterte sich die Einschätzung seiner Situation.
Die Eagles gehen nach eigener Aussage von einer vollständigen Genesung ohne langfristige Folgen aus. Sportlich ist der Ausfall dennoch ein schwerer Rückschlag: Backup Tanner McKee muss die Offensive übernehmen, während Philadelphia nach der 14:25-Niederlage gegen Carolina bereits die vierte Niederlage in Folge kassiert hat.
Washington könnte einen seiner wichtigsten Offensivspieler längerfristig verlieren. Wide Receiver Terry McLaurin musste die 17:23-Niederlage gegen die San Francisco 49ers bereits im ersten Viertel mit einer Verletzung am linken Knie vorzeitig beenden. Er wurde mit einer Schiene versorgt und anschließend mit dem Cart vom Feld gebracht.
Eine endgültige Diagnose lag zunächst nicht vor. Für die Commanders wäre ein längerer Ausfall des fünfmaligen 1000-Yard-Receivers ein erheblicher Rückschlag. McLaurin hatte in fünf Saisonspielen bislang 15 Pässe für 230 Yards und einen Touchdown gefangen.
Die San Francisco 49ers haben beim Sieg gegen Washington einen weiteren Rückschlag auf der Receiver-Position erlitten. Mike Evans musste die Partie kurz vor der Halbzeitpause wegen seiner Achillessehnenprobleme verlassen und kehrte nicht mehr zurück.
Der 33-Jährige hatte bereits die gesamte Trainingswoche wegen einer Achillessehnenentzündung aussetzen müssen und war für das Spiel als fraglich eingestuft worden. Trotzdem stand er in der Startformation und kam auf drei gefangene Pässe für 94 Yards. Nach einem Catch über 16 Yards machte sich die Verletzung erneut bemerkbar.
Head Coach Kyle Shanahan hofft, dass Evans bis zum nächsten Spiel gegen Atlanta wieder einsatzbereit ist. Von einer längerfristigen Verletzung ging er zunächst nicht aus. Ob der Receiver am Sonntag spielen kann, blieb allerdings offen.
Für San Francisco kommt der Rückschlag zum schlechtest möglichen Zeitpunkt: Deebo Samuel, Christian Kirk und mehrere weitere Receiver fehlen bereits. Evans ist mit 420 Receiving Yards und drei Touchdowns bislang der produktivste Passempfänger der 49ers.
Die Indianapolis Colts werden voraussichtlich zumindest kurzfristig ohne Cornerback Sauce Gardner auskommen müssen. Der dreimalige First-Team-All-Pro erlitt bei der 20:26-Niederlage gegen die Tennessee Titans eine leichte Zerrung der Wade und konnte im dritten Viertel nicht mehr weiterspielen.
Gardner wird als „week to week“ eingestuft. Eine konkrete Zahl an verpassten Spielen wurde zunächst nicht genannt.
Der Ausfall wiegt für Indianapolis besonders schwer. Gardner wurde im vergangenen Jahr von den New York Jets teuer ertradet und ist einer der zentralen Spieler der Secondary. Der frühere Defensive Rookie of the Year soll gegnerische Top-Receiver kontrollieren und der Colts-Defense mehr Stabilität in der Passverteidigung geben.
Neben der Nachricht um Hurts mussten die Eagles nach der Niederlage gegen Carolina weitere Verletzungen verkraften. Defensive Tackle Jordan Davis zog sich eine Knöchelverletzung zu und wurde für den Rest der Partie ausgeschlossen. Auch Edge Rusher Nolan Smith konnte nach einer Gehirnerschütterung nicht weiterspielen. Running Back Carson Steele musste mit einer Schulterverletzung ebenfalls vorzeitig vom Feld.
Gerade Davis' Ausfall könnte die Defensive belasten. Der Defensive Tackle gehört zu den wichtigsten Spielern im Inneren der Defensive Line und hilft dabei, das Laufspiel des Gegners zu kontrollieren. Wie lange er fehlen wird, war zunächst nicht bekannt.
Philadelphia muss damit nicht nur auf seinen Starting-Quarterback und mehrere Running Backs verzichten, sondern hat auch in der Defense neue Ausfälle zu verkraften.
Die Los Angeles Chargers mussten gegen Kansas City auf Wide Receiver Ladd McConkey verzichten. Der Passempfänger erlitt eine Gehirnerschütterung und kehrte anschließend nicht mehr aufs Feld zurück. Auch Defensive Back Deane Leonard wurde nach einer Gehirnerschütterung für den Rest des Spiels ausgeschlossen.
Bei den Chiefs musste Right Tackle Jaylon Moore die Partie ebenfalls mit einer Gehirnerschütterung verlassen und wurde in das entsprechende Concussion Protocol aufgenommen. Ob die Spieler bereits für die nächste Partie wieder zur Verfügung stehen, hängt vom weiteren Verlauf der medizinischen Untersuchungen ab.
Die Los Angeles Rams müssen einen weiteren schweren Rückschlag verkraften. Wide Receiver Davante Adams zog sich bei der 16:18 Niederlage gegen die Arizona Cardinals einen Riss des Semitendinosus-Muskels im Oberschenkel zu. Head Coach Sean McVay bestätigte am Montag, dass der 33-Jährige voraussichtlich sechs bis zehn Wochen ausfallen wird.
Adams verletzte sich bei einer Route in Richtung Endzone spät in der Partie. Bis dahin hatte er in sechs Saisonspielen 30 Pässe für 480 Yards und vier Touchdowns gefangen.
Der Ausfall trifft die Rams in einer ohnehin schwierigen Phase. Auch Defensive Tackle Poona Ford fällt nach einem Trizepsriss für den Rest der Saison aus. Auch Kobie Turner wird mit einer Leistenverletzung wohl vier bis sechs Wochen fehlen. Der neue Kicker Blake Grupe hat sich bei einem Tackleversuch das Kreuzband gerissen.
Atlanta musste im Duell mit den Chicago Bears eine beunruhigende Szene verkraften. Rookie-Linebacker Kendal Daniels verletzte sich im dritten Viertel bei einem Tackle am Kopf- und Nackenbereich. Er blieb mehrere Minuten auf dem Feld liegen und wurde anschließend auf einer Trage abtransportiert und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Die ersten Nachrichten gaben jedoch Anlass zur vorsichtigen Hoffnung: Die Falcons bestätigten, dass Daniels bei seiner Einlieferung bei Bewusstsein war und alle Extremitäten bewegen konnte. Am Montag kehrte der Rookie bereits in die Teamanlage zurück. Head Coach Kevin Stefanski sprach von ausschließlich positiven Nachrichten nach den ersten Untersuchungen.
Wann Daniels wieder spielen kann, ist noch offen. Der Linebacker hatte in dieser Saison bislang alle sechs Partien gestarted und sich bereits in der Defense etabliert. Die positive Entwicklung nach dem beunruhigenden Zwischenfall ist deshalb zunächst die wichtigste Nachricht.
par