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    NFL

    vor 47 Minuten

    Die Frage aller Fragen

    Wer ist der beste American Football-Spieler?

    Wer ist der beste Spieler der Geschichte im American Football? Kaum eine Debatte wird unter NFL-Fans emotionaler geführt als diese. Anders als in vielen anderen Sportarten gibt es im Football jedoch keinen einzelnen Akteur, der ein Spiel allein dominieren kann. Zu unterschiedlich sind die Aufgaben der Spieler, zu komplex die Rollen innerhalb einer Mannschaft.

    Tom Brady bei den Tampa Bay Buccaneers
    Wer ist der beste Football Spieler? IMAGO/ZUMA Wire

    Die Suche nach dem "Greatest of All Time" führt deshalb zwangsläufig zu unterschiedlichen Antworten. Manche bewerten Titel und Erfolge höher, andere pure Dominanz auf einer Position oder den Einfluss auf die Entwicklung des Sports selbst. Hinzu kommt: Ein Quarterback lässt sich kaum mit einem Verteidiger oder einem Wide Receiver vergleichen. Genau deshalb bleibt die Diskussion über den besten Footballspieler aller Zeiten bis heute offen.

    Zwischen Super-Bowl-Ringen und purer Dominanz

    Über viele Jahre galt die Antwort auf diese Frage als relativ eindeutig: Wer sieben Super Bowls gewinnt wie Tom Brady, müsse automatisch der Größte sein. Doch mit der Zeit entstand eine andere Sichtweise. Viele Experten unterscheiden heute stärker zwischen dem erfolgreichsten Spieler und dem dominantesten Spieler seiner Position.

    Denn Football ist ein Mannschaftssport mit völlig unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Während Quarterbacks Spiele lenken und den Ball verteilen, zerstören Verteidiger ganze Angriffe oder Receiver entscheiden Partien mit einzelnen spektakulären Aktionen. Deshalb vergleichen Fans und Analysten oft nicht nur Spieler miteinander, sondern ganze Epochen des Sports.

    Der vielleicht kompletteste Spieler der NFL-Geschichte

    Wenn es um reine Dominanz geht, fällt ein Name besonders häufig: Jerry Rice. Der ehemalige Wide Receiver der San Francisco 49ers gilt für viele Experten als der beste Footballspieler überhaupt - unabhängig von der Position.

    Rice hält bis heute zahlreiche NFL-Rekorde, darunter die meisten gefangenen Pässe, die meisten Receiving Yards und die meisten Touchdowns der Ligageschichte. Besonders beeindruckend war dabei seine Konstanz. Über zwei Jahrzehnte hinweg blieb Rice auf absolutem Weltklasse-Niveau und dominierte eine Position, die normalerweise stark von Geschwindigkeit und jugendlicher Explosivität lebt.

    Sein Einfluss auf das Passspiel war enorm. Defensiven mussten ihre gesamte Taktik auf ihn anpassen, weil er Spiele praktisch im Alleingang entscheiden konnte. Viele seiner Rekorde gelten selbst im modernen Pass-Football noch immer als nahezu unerreichbar.

    Runningbacks als Ausnahmeathleten

    Lange bevor die NFL zu einer passlastigen Liga wurde, dominierten Runningbacks das Spiel. Einer der größten Namen dieser Ära ist Jim Brown. Der frühere Star der Cleveland Browns war in den 1950er- und 1960er-Jahren seinen Gegenspielern körperlich weit voraus.

    Brown führte die Liga Jahr für Jahr an und wurde zum Sinnbild eines unaufhaltsamen Ballträgers. Seine durchschnittlichen Rushing Yards pro Spiel sind bis heute Rekord. Viele Historiker der NFL sind überzeugt, dass nie wieder ein Runningback eine Liga so physisch dominieren wird wie Brown.

    Eine völlig andere Art von Dominanz verkörperte Barry Sanders. Der Star der Detroit Lions galt als der spektakulärste Läufer aller Zeiten. Sanders war kleiner als viele seiner Konkurrenten, dafür aber extrem explosiv und unfassbar schwer zu tackeln. Seine Richtungswechsel wirkten oft physikalisch unmöglich.

    Obwohl Sanders nie ein Super-Bowl-Team um sich hatte und seine Karriere überraschend früh beendete, bleibt er für viele Fans der talentierteste Runningback der Geschichte.

    Lawrence Taylor revolutionierte die Defensive

    Während Offensivspieler häufig die größten Schlagzeilen bekommen, veränderten manche Verteidiger den Football mindestens genauso stark. Lawrence Taylor von den New York Giants gilt als das beste Beispiel dafür.

    Der Linebacker war in den 1980er-Jahren eine Naturgewalt. Seine Geschwindigkeit und Aggressivität beim Angriff auf den Quarterback waren so außergewöhnlich, dass NFL-Teams ihre gesamte Offensive umstellen mussten. Die Bedeutung des Left Tackles - also des Spielers, der den Quarterback schützt - entstand praktisch als direkte Reaktion auf Taylor.

    Bis heute ist er einer von nur zwei Defensivspielern, die jemals zum wertvollsten Spieler der gesamten NFL gewählt wurden. Für viele Experten ist das der größte Beweis seiner historischen Bedeutung.

    Aaron Donald und die Moderne des Footballs

    Auch im heutigen Football gibt es Spieler, die eine Ära prägen. Einer davon ist Aaron Donald. Der ehemalige Defensive Tackle der Los Angeles Rams dominierte eine Position, auf der normalerweise harte körperliche Arbeit wichtiger ist als spektakuläre Statistiken.

    Donald schaffte jedoch beides. Trotz permanenter Doppelblocks sammelte er Sacks wie ein Edge Rusher und gewann mehrfach die Auszeichnung zum Defensive Player of the Year. Viele Trainer bezeichneten ihn als den komplettesten Defensivspieler des modernen Footballs.

    Seine Karriere zeigt, wie schwer generationsübergreifende Vergleiche geworden sind. Die NFL von heute ist schneller, athletischer und deutlich passorientierter als noch vor 30 Jahren. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an die Spieler.

    Neue Stars kämpfen um ihren Platz in der Geschichte

    Die Debatte um den besten Spieler endet allerdings nicht bei den Legenden vergangener Jahrzehnte. Auch die aktuelle NFL hat Athleten hervorgebracht, die eines Tages in dieselbe Kategorie aufsteigen könnten.

    Im Angriff gehören Wide Receiver Ja’Marr Chase und Justin Jefferson zu den spektakulärsten Spielern der Liga. Beide dominieren Spiele mit ihrer Explosivität und ihrer Fähigkeit, selbst eng gedeckte Pässe zu fangen. Runningback Saquon Barkley wiederum verbindet Kraft, Geschwindigkeit und Technik auf außergewöhnlichem Niveau.

    In der Defensive gelten Myles Garrett und Micah Parsons als die vielleicht gefährlichsten Verteidiger ihrer Generation. Garrett dominiert mit seiner Kombination aus Athletik und Kraft, während Parsons durch seine Vielseitigkeit nahezu jede Position in der Defense spielen kann.

    Gerade diese Vielfalt zeigt jedoch erneut, warum die Frage nach dem besten Footballspieler kaum endgültig beantwortet werden kann. Ein Receiver gewinnt Spiele anders als ein Pass-Rusher. Ein Cornerback beeinflusst Partien auf andere Weise als ein Runningback.

    Warum es keine endgültige Antwort geben wird

    American Football ist vielleicht der komplexeste Mannschaftssport der Welt. Keine andere große Sportart trennt die Aufgaben einzelner Spieler so stark voneinander. Deshalb hängt die Antwort auf die Frage nach dem besten Spieler immer davon ab, welche Kriterien man anlegt.

    Wer Erfolge und Titel über alles stellt, wird vermutlich Tom Brady nennen. Wer reine Dominanz auf einer Position bewertet, landet oft bei Jerry Rice oder Lawrence Taylor. Wer nach purem Talent sucht, nennt vielleicht Barry Sanders oder Aaron Donald.

    Genau darin liegt aber auch der Reiz dieser Diskussion. Jede Generation bringt neue Superstars hervor, jede Ära verändert das Spiel - und jede Antwort erzählt letztlich auch etwas darüber, wie man Football selbst versteht.

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