22.03.2026
Aussagen sorgen für Diskussionen
Ein Podcast-Auftritt von Cam Skattebo sorgt für Aufsehen - und bringt den Giants-Profi in die Kritik. Nun versucht der Running Back, die Situation einzuordnen.

"Nein, das ist nur eine Ausrede." - Mit diesen Worten stellte Giants-Profi Cam Skattebo in einem Podcast die Existenz von CTE (Chronic Traumatic Encephalopathy) infrage. Auch zum Thema Asthma äußerte er sich deutlich und bezeichnete die Krankheit als "fake", Betroffene sollten einfach "Luft atmen".
Gerade das Thema CTE gilt im Football seit Jahren als besonders sensibel. Die degenerative Gehirnerkrankung wird mit wiederholten Kopfverletzungen in Verbindung gebracht und spielte eine zentrale Rolle in Diskussionen über Spielersicherheit in der NFL.
Nach der Veröffentlichung des Interviews war zunächst unklar, ob die Aussagen ernst gemeint waren oder als Versuch von Humor gedacht waren. Falls es als Scherz gemeint war, wurde dies im Podcast jedenfalls nicht deutlich gemacht. Gerade bei Themen wie Gehirnerkrankungen oder Atemwegserkrankungen wirken entsprechende Aussagen schnell unangebracht. Insbesondere, wenn sie von einem aktiven NFL-Spieler kommen.
Hinzu kommt eine gewisse Ironie: Skattebo ist bekannt für seine kompromisslose, physische Spielweise. Seine "Kopf-durch-die-Wand"-Mentalität bringt ihm viel Anerkennung ein, sorgt bei Beobachtern aber auch regelmäßig für Sorgen hinsichtlich möglicher langfristiger gesundheitlicher Folgen. Umso überraschender wirkten seine Aussagen für viele Fans und Experten.
Die Aussagen fielen im Podcast "Bring the Juice" und verbreiteten sich anschließend schnell in den sozialen Medien. Besonders beim Thema CTE reagierten viele kritisch.
Die NFL hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Spieler besser vor Gehirnerschütterungen zu schützen. Entsprechend sensibel wird das Thema innerhalb der Liga und in der Öffentlichkeit behandelt.
Als Antwort auf die wachsende Kritik veröffentlichte Skattebo nun ein Statement über Instagram, in dem er seine Aussagen einordnete und sich öffentlich entschuldigte. In seinem Statement erklärte der 24-Jährige, dass seine Aussagen missverständlich gewesen seien und er niemanden verletzen wollte:
"Ich möchte mich für meine Kommentare entschuldigen. Meine Worte waren ein Fehler in der Urteilsfindung und spiegeln nicht wider, wie ernst ich die Gesundheit und Sicherheit von Spielern nehme. Ich habe großen Respekt vor allen, die mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, und es war nicht meine Absicht, jemanden zu beleidigen oder etwas herunterzuspielen. Ich werde aus dieser Situation lernen und mich künftig besser ausdrücken."
Die Diskussion um CTE begleitet die NFL bereits seit vielen Jahren. Studien und Erfahrungsberichte ehemaliger Spieler haben dazu geführt, dass die Liga ihre Protokolle rund um Gehirnerschütterungen kontinuierlich angepasst hat.
Ob sich auch die New York Giants noch offiziell zu den Aussagen ihres Running Backs äußern werden, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit haben Teams bei sensiblen Themen häufig schnell reagiert, um Missverständnisse einzuordnen.
mhh