31.08.2025
Ravens-Offense ohne Chance
Stuttgart Surge steht im Finale der European League of Football. Im Playoff-Halbfinale gegen die Munich Ravens zeigten die Schwaben von Beginn eine starke Leistung und ließen vor allem die starke Offense der Ravens nicht zur Entfaltung kommen.

Stuttgart Surge hat das Ziel, das Finale in Stuttgart zu erreichen, geschafft. Im Duell mit den Munich Ravens siegten sie mit 27:13 (14:7) und treffen damit auf die Vienna Vikings, die im ersten Halbfinale Nordic Storm bezwungen haben.
Im dritten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaft ging es zunächst etwas behäbig ins Spiel. Sowohl Stuttgart als auch München beendeten ihren ersten Drive jeweils mit einem Punt. Nach einem starken Punt Return von Michael Harley Jr. nutzte die Stuttgarter Offensive die gute Feldposition, Quarterback Reilly Hennessey lief aus sechs Yards Entfernung in die gegnerische Endzone.
Doch auch sein Gegenüber wurde nun warm. Quarterback Russell Tabor lief nach einem rund sechseinhalbminütigem Drive ebenfalls in die Endzone. Die Partie nahm nun endgültig Fahrt auf, Hennessey fand Harley Jr. für eine 45-Yard-Completion. Stuttgart kam bis an die 4-Yard-Line, doch Cole Coleman fing in der Endzone einen Pass von Hennessey ab.
Allerdings konnten die Ravens daraus kein Kapital schlagen, nach vier Plays mussten sie punten. Dafür sorgte Louis Geyer für das nächste Highlight, denn ihm gelang ein One Handed Catch. Es war der Auftakt eines rund siebeneinhalb Minuten langen Drives, bei dem Ex-Ravens-Spieler Tomiwa Oyewo einen 4th Down in einen neuen First Down verwandelte. 1:11 Minuten vor der Pause gab es den verdienten Lohn, als Harley Jr. zum Touchdown sprang und die 14:7-Pausenführung erzielte.
Nach zwei schnellen Punts in der zweiten Hälfte waren es wieder die Gäste, die Punkte auf das Scoreboard zauberten. Oyewo lief aus sieben Yards in die Endzone, der anschließende PAT von Kicker Timo Bronn wurde jedoch geblockt. Die Münchner Offense, die im ersten Abschnitt lediglich 76 Yards geschafft hatte, lieferte dann ab. Marvin Rutsch fing kurz vor der Endzone einen Pass, im Anschluss erzielte Tabor den zweiten Touchdown seines Teams. Der PAT von Daniel Schweiger wurde aber geblockt.
smu
Zwei Strafen von Surge O-Liner Alessandro Vergani sorgten dafür, dass die Hausherren nach einem Surge-Punt wieder in Ballbesitz kamen. Die marschierten in die gegnerische Hälfte, in der jedoch Ben Wenzler zu Beginn des Schlussviertel einen Pass von Tabor abfing. Nach einem 26-Yard-Return übernahm Hennessey auf Höhe der Mittellinie und bediente mit einem sehenswerten Pass Michael Harley Jr. Zwei Plays später sorgte der Surge-Quarterback mit einem Sneak für den vierten Touchdown der Schwaben.
Derweil lief den Gastgebern die Zeit davon. Tabor sorgte bei 4th&9 mit einem 19-Yard-Lauf für einen neuen First Down. Doch das war nicht genug, denn der Quarterback wurde zweimal von Stuttgart gesackt und sah sich plötzlich einem 4&28 gegenüber. Sein Pass auf Malik Stanley war jedoch zu ungenau, sodass sie einen Turnover on Downs hinnehmen mussten.
Zwar konnte Surge keinen neuen First Down mehr erzielen, doch bei noch 1:12 Minuten verbleibenden Spielzeit war die Aufgabe, zwei Touchdowns zu erzielen, zu groß. Eine 15-Yard-Strafe wegen unnötiger Härte gegen Dominik Ondra machte die Aufgabe nicht sonderlich einfacher. Letztlich gelang München, die nur auf 76 Passing Yards kamen, zwar noch ein neuer First Down, aber nicht mehr.