02.01.2025
Karriereende oder Extra-Kapitel in Aussicht
Aaron Rodgers gehört seit zwei Jahrzehnten zum Inventar der NFL. Nun aber könnte der Oldie sein letztes Spiel absolvieren. Oder geht es noch einmal weiter?

247 Regular-Season-Auftritte, 21 Playoff-Spiele und der Super-Bowl-Sieg Anfang 2011 mit den Green Bay Packers: Aaron Rodgers ist fester Bestandteil der NFL-Geschichte.
Doch nun könnte es trotz eines auch für 2025 zählenden Vertrags bei den New York Jets zum Abschied (und Karriereende) kommen. Hintergrund des Ganzen ist das schwache Abschneiden und ein halber Neuaufbau des Teams - auch einen neuen Head Coach suchen die Metropolstädter.
So führte Rodgers seine Mannschaft in dieser Regular Season bei nur 3623 Passing Yards, 24 TDs und zehn Interceptions an den ersten 16 Spielen - seine mit schwächste Karrierebilanz - zu einer extrem miesen Bilanz von 4-12. Playoffs? Weiterhin seit 2010 akute Fehlanzeige im "Big Apple".
Und nun? Wie geht es weiter? Erst recht mit dem Wissen, dass Jets-Besitzer Woody Johnson (zwischen 2017 und 2021 unter Donald Trump US-Botschafter in Großbritannien) Rodgers zwischenzeitlich auf die Bank setzen wollte und längst kein großer Fan des früheren Weltklasse-Quarterbacks sein soll.
Der Spielmacher selbst äußerte sich nun zu seiner Zukunft. Der Tenor: Was Ende November noch nach einem möglichen Verbleib geklungen hatte ("Weiter in New York zu spielen wäre natürlich meine erste Wahl - wenn ich weiter spielen will"), hörte sich jetzt gänzlich anders an.
Gegenüber US-Medien gab Rodgers an, dass der Auftritt in Week 18 gegen die noch um die Playoffs ringenden Miami Dolphins (8-8) sein letzter in der NFL sein könnte. "Ja natürlich, das ist möglich", gab der Spielmacher vor seinem 241. Auftritt als Starter (zu seiner Anfangszeit in Green Bay jahrelang hinter Brett Favre nur Backup) offen zu Protokoll und reflektierte dabei.
Er verspüre "Dankbarkeit für die letzten 20 Jahre" und sei überhaupt stolz, mit so vielen tollen Trainern und Teamkameraden gespielt zu haben. "Dieses Spiel gibt mir so viel. Und ich habe dem Spiel viel gegeben, worüber ich dankbar bin." Er wisse aber auch, dass gerade bei den New York Jets nach einer weiteren enttäuschenden Saison viel Veränderungen anstehen - "und wenn ich bei diesen Veränderungen kein Teil bin, dann will ich an der Stelle nur gesagt haben, dass ich die Zeit hier sehr genossen habe". Die zwei Jahre New York seien für ihn - was bei manch einem Packers-Fan sicherlich nicht so gut ankommen dürfte - gar "die besten zwei Jahre seines Lebens gewesen".
Angesprochen darauf, ob Rodgers bezüglich seiner Entscheidung (Karriereende oder Fortsetzung) wieder in eine Dunkelkammer gehen werde, entgegnete der Athlet trocken, dass er die damals zu seiner Endzeit in Green Bay vollzogene Maßnahme (zu sehen in der aktuellen Netflix-Doku Enigma) dieses Mal nicht benötige. Nur so viel: "Falls ich mich gut fühle, nochmals zurückzukommen und sie (die Jets; Anm. d. Red.) noch einmal einen Run starten wollen, dann wäre das fantastisch. Ich bin aber nicht naiv in dieser fürs Team aktuell schwierigen Situation."
Nach seinem emotionalen Abschied aus Green Bay Anfang 2023 riss Rodgers bei seinem neuen Team - den nach langer Playoff-Dürre eigentlich sehr ambitionierten Jets - wahrlich keine Bäume mehr aus. Ein Achillessehnenriss hatte ihn direkt zum Start der Vorsaison ausgebremst, ehe sich in dieser Regular Season mehr Enttäuschungen als gute Vorstellungen aneinanderreihten.
Dennoch gilt der inzwischen 41-jährige Routinier als einer der besten Pass-Quarterbacks der Historie. Allein in seinen fast 250 Regular-Season-Partien häufte "A-Rod" famose 62.678 Yards und 499 Touchdown-Würfe bei nur 115 Interceptions an - hinzu gesellen sich in der Endrunde 5894 Yards und 45 TDs bei nur 13 Picks. Viermaliger MVP ist er zudem (2011, 2014, 2020, 2021).
mag