05.02.2017
"Matty Ice" setzt sich gegen Brady & Co. durch
Die Wahl zum Most Valuable Player der National Football League war in den letzten Wochen heiß diskutiert: Matt Ryan, der Quarterback der Atlanta Falcons, galt zwar stets als großer Favorit auf den Titel. Doch Tom Brady von den New England Patriots oder Aaron Rodgers von den Green Bay Packers befanden sich stets mit im Rennen. Nun nach der NFL Honors Awards Show einen Tag vor dem Super Bowl 51 fiel die Entscheidung - und "Matty Ice" hat sich den MVP-Titel 2016/17 gesichert.
Matt Ryan wurde am Samstag (Ortszeit) in den USA zum Most Valuable Player der National Football League gekürt. Darüber hinaus erhielt "Matty Ice" noch den Zusatz des "NFL Offensive Player of the Year". Die Titel sind ohne Frage verdient, schließlich verhalf der Quarterback seinen Atlanta Falcons mit stolzen 4944 Passing Yards sowie 38 Touchdowns zur ersten Super-Bowl-Teilnahme nach 1998/99 (19:34-Pleite beim Super Bowl 33 gegen Denver). Fehler gehörten eher selten zum Spielmacher: Lediglich sieben Interceptions leistete sich Ryan. Starke Werte.
Mit einem Passer Rating von 117,1 führte der QB die Falcons obendrein zu einem Ligahöchstwert von überragenden 540 Punkten! Der Erstrunden-Pick an dritter Stelle im Draft 2008 marschierte mit seiner unglaublich starken Offensive zu einer Regular-Season-Bilanz von 11:5, sicherte sich den NFC-South-Titel und fertigte zum Beispiel im NFC Championship Game die Green Bay Packers mit 44:21 ab .
Atlantas Besitzer Arthur Blank machte keinen Hehl daraus, dass der Titel verdient sei: "Wenn man sich vor allem die Konstanz in den Leistungen ansieht, dann muss man über Matt Ryan sprechen. Seine Fähigkeiten, sich unter Druck zu bewegen und akkurate Pässe zu werfen, wurden im Saisonverlauf immer besser - von Tag eins an bis jetzt."
Dieses große Lob kann auch mit Statistiken unterlegt werden: "Matty Ice" erreichte in seiner neunten NFL-Saison einen Karrierehöchstwert in Sachen Passing Yards und Touchdowns. Außerdem ergatterte er weitere Top-Werte beim Passer Rating (117,1) und den angekommenen Pässen über 25 Yards (42). Doch damit nicht genug: Der erfahrene Spielmacher verbuchte auch noch einen Rekord beim 48:33-Sieg über die Carolina Panthers, indem er 503 (!) Passing Yards verzeichnete. Mit 373 angekommenen Zuspielen bei 534 Versuchen ist Ryan eine regelrechte Bank im Angriffsspiel der Falcons gewesen.
Ein Schritt fehlt dem Quarterback aber noch zur ultimativen Thron-Besteigung: In der Nacht von Sonntag auf Montag (0.30 Uhr, LIVE!-Ticker bei kicker.de) greift Ryan nach der NFL-Krone. Im Super Bowl LI (51) trifft der 31-Jährige auf die New England Patriots um den vielleicht besten Spielmacher der Geschichte: Tom Brady . Sollte der Coup gelingen, wäre das nicht nur der erste NFL-Titel für Ryan, sondern auch die erste Meisterschaft für die 1966 gegründeten Falcons überhaupt.
Eine Statistik mit negativem Omen findet allerdings sofort Einzug: Seit 2001 haben NFL-MVP-Titelträger, wenn sie den Super Bowl erreicht habe, das große Finale verloren (0:7). Letztes Jahr erwischte Cam Newton von den Panthers dieses Schicksal. Kommt es nun im NRG Stadium zu Houston/Texas erneut dazu?
FedEx Air & Ground Players of the Year: Matt Ryan (Atlanta Falcons) und Ezekiel Elliott (Dallas Cowboys)
AP Offensive Rookie of the Year: Dak Prescott (Dallas Cowboys)
AP Offensive Player of the Year: Matt Ryan (Atlanta Falcons)
Built Ford Tough Offensive Line of the Year: Dallas Cowboys
Art Rooney Sportsmanship Award: Frank Gore (Indianapolis Colts)
Salute To Service Award: Dan Quinn (Atlanta Falcons)
Clutch Performer of the Year: Derek Carr (Oakland Raiders)
AP Assistant Coach of the Year: Kyle Shanahan (Atlanta Falcons)
AP Coach of the Year: Jason Garrett (Dallas Cowboys)
AP Defensive Rookie of the Year: Joey Bosa (San Diego Chargers; künftig Los Angeles Chargers)
"Greatness on the Road" Award: Le'Veon Bell (Pittsburgh Steelers)
AP Defensive Player of the Year: Khalil Mack (Oakland Raiders)
AP Comeback Player of the Year: Jordy Nelson (Green Bay Packers)
Pro Football Hall of Fame Class of 2017: LaDainian Tomlinson, Morten Andersen, Jason Taylor, Kenny Easley, Jerry Jones, Terrell Davis, Kurt Warner
Walter Payton NFL Man of the Year: Eli Manning (New York Giants) und Larry Fitzgerald (Arizona Cardinals)
Performance Play of the Year: Buccaneers Receiver Mike Evans für seinen One Handed Catch gegen die Atlanta Falcons
AP Most Valuable Player: Matt Ryan (Atlanta Falcons)
mag