08.12.2020
NFL-Team aus der NFC East reagiert in Sachen Quarterback
Die Spatzen hatten es zuletzt immer mehr von den Dächern Philadelphias gepfiffen, nun fällte und verkündete Head Coach Doug Pederson die logische Entscheidung: Carson Wentz ist nicht länger Starting Quarterback der Eagles, Rookie Jalen Hurts übernimmt.

Was sich angedeutet hatte, wurde am Dienstag offiziell: Carson Wentz wurde nach abermals schwacher Vorstellung beim 16:30 in Green Bay auf die Bank verfrachtet und durch Rookie Jalen Hurts ersetzt.
"Carson hat einen großen Teil am Erfolg, den wir gehabt haben", wird der selbst in die Kritik geratene Head Coach Doug Pederson vom Team zitiert. "Er war auch Teil der Championship-Mannschaft (Super-Bowl-Sieg 2018 mit Backup-Spielmacher Nick Foles 2018; Anm.d.Red.), die uns erst auf dieses Niveau gebracht hat. 2018 und sogar 2019 führte er das Team - und brachte es bis in die Play-offs. Und ich weiß, dass wir auf dieses Niveau wieder kommen können - und deshalb habe ich auch weiterhin Vertrauen in ihm." Doch vorerst eben nicht, nun schlägt die Stunde von Neuling Hurts, der im NFL-Draft 2020 in der zweiten Runde an 53. Stelle gezogen worden ist.
Die Gründe liegen auf der Hand: In der wirklich sehr schwachen NFC East liegt Philly mit der eigenen 3:8:1-Bilanz auf Rang 3 und damit hinter den zurzeit aufstrebenden New York Giants (5:7) und dem Washington Football Team (5:7), das überraschend die bis dato ungeschlagenen Pittsburgh Steelers besiegt hat.
Wentz selbst trägt an dieser Misere natürlich nicht die Hauptschuld (viele Verletzungen, schwache Offensive Line), dennoch sprechen die Zahlen Bände: Mit ganzen 19 Turnovers (15 Interceptions, sechs Fumbles, vier davon wirklich verloren) und unglaublichen 50 (!) Sacks führt der 27-Jährige die Liga von hinten an und kommt zudem nur auf 2620 Passing Yards sowie 16 Touchdowns. Nur 57,4 Prozent seiner Würfe kommen an, im Schnitt werden nur sechs Yard pro Pass verbucht.
Hurts, der Wentz bereits am Ende in Green Bay ersetzt hat (ein TD, eine Int.), soll das alles nun in andere Bahnen lenken - und ist mit seinen 22 Jahren und 168 Tagen nun der jüngste jemals eingesetzte Eagles-Starting-Quarterback der seit 1966 bestehenden Super-Bowl-Ära. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie es mit Wentz weitergeht - schließlich ist der eigentlich als jahrelanges Aushängeschild gedachte Mann teuer bezahlt (über 25 Millionen US-Dollar in 2021 garantiert). Ein schnelles Abgeben rentiert sich aber auch nicht, weil der große Kontrakt noch eine Zeit lang stark gegen den Cap wirkt.
mag