14.12.2020
NFL, Week 14: Green Bay jetzt NFC-Spitzenreiter
Die Buffalo Bills schwingen sich zum ernsthaften Titelkandidaten auf, während die Green Bay Packers sogar noch Schützenhilfe erhalten. Der Überblick vom späten Sonntagabend von Week 14.

Nach der ersten Saisonniederlage am vergangenen Montag (17:23 gegen Washington) mussten die Pittsburgh Steelers im Sunday Night Game von Week 14 gleich ihre zweite Pleite hinnehmen. Bei den Buffalo Bills hatten Ben Roethlisberger & Co. in Hälfte eins noch leichte Vorteile, leisteten sich nach der Pause aber zu viele Fehler.
Bills-Quarterback Josh Allen (24/43, 238 Yards, 2 TD) drehte nach einer frühen Interception auf und fand vor allem immer wieder Stefon Diggs (130 Yards, TD), hinzu kam ein Pick Six von Cornerback Taron Johnson. Auf der Gegenseite kam "Big Ben" auf "nur" 187 Yards, zwei Touchdown-Pässe und zwei Interceptions. Die Steelers haben den Spitzenplatz in der AFC an die Kansas City Chiefs verloren (13:1), und Buffalo lauert nun mit nur einem Sieg weniger als Pittsburgh auf Rang drei.
Nach unterirdischen Auftritten hatte Eagles-Coach Doug Pederson zuletzt seinen teuren Quarterback Carson Wentz vorerst auf die Bank gesetzt und Rookie Jalen Hurts zum Starter ernannt. Das zahlte sich ausgerechnet gegen die so starken New Orleans Saints aus. Hurts war nicht nur als Passgeber solide (17/30, 167 Yards, TD), besonders als Läufer bekamen ihn die Gäste nicht in den Griff. Der ehemalige Alabama- und Oklahoma-Quarterback erlief gleich 106 Yards und wurde dabei nur von Teamkollege - und Running Back - Miles Sanders überboten (115 Yards, 2 TD).
Sanders war es auch, der mit einem 82-Yard-Touchdown-Lauf für die zwischenzeitliche 17:0-Führung gesorgt hatte. Die Saints, erneut von Backup Taysom Hill angeführt (28/38, 291 Yards, 2 TD, INT), kamen zwar auf drei Punkte ran, fanden gegen eine starke Eagles-Front aber insgesamt zu wenige Lösungen. So durfte Philadelphia den vierten Saisonsieg bejubeln, während das zum ersten Mal seit 2017 (56 Spiele) mit über 100 kassierten Rushing Yards besiegte New Orleans erst die dritte Niederlage hinnehmen musste - jedoch mit Auswirkungen.
Der lachende Dritte hieß nämlich Green Bay. Die Packers setzten sich im NFC-North-Duell bei den Detroit Lions durch und führen die NFC nun mit der gleichen Bilanz vor den Saints an. Wieder mal lieferte Aaron Rodgers (26/33, 290 Yards, 3 TD, 1 Rushing Touchdown) eine fast fehlerfreie Vorstellung ab und darf weiter auf den MVP-Titel hoffen. Und wieder mal hatte daran sein Lieblings-Receiver Davante Adams einen großen Anteil mit 115 Yards und einem Touchdown.
Keine Blöße gaben sich die Seattle Seahawks nach ihrer überraschenden Niederlage gegen die New York Giants diesmal gegen die New York Jets. Russell Wilson warf zwar eine Interception, allerdings auch vier Touchdown-Pässe (insgesamt 206 Yards). Seattle lauert damit weiter in der NFC, den Jets droht nach wie vor eine sieglose Saison.
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mkr