05.12.2022
Ehemaliger Browns-Hoffnungsträger erlebt nächsten Tiefpunkt
Mit seinem Wechsel zu den Carolina Panthers sollte die ins Stocken geratene Karriere von Baker Mayfield einen Turn hin zum Positiven erhalten. Doch nur wenige Monate nach diesem Deal steht der Quarterback ohne Job da.

Nach einer erfolgreichen College-Laufbahn war Baker Mayfield als amtierender Heisman-Trophy-Gewinner des Jahres 2017 im NFL-Draft 2018 in der 1. Runde an 1. Stelle von den Cleveland Browns geholt worden. Das Franchise aus Ohio, zuvor viele Jahre lang immer wieder bei der Suche nach einem Hoffnungsträger gescheitert, hatten sich viel vom gebürtigen Texaner versprochen.
Die Vorschusslorbeeren erfüllten sich aber nur zum Teil - und nach einer von Verletzungen gebeutelten Saison 2020/21 folgte die Trennung auf Etappen. Der wegen sexuellem Missbrauch mehrmals angeklagte Deshaun Watson, der an diesem Sonntag nach 700 Tagen NFL-Abstinenz sein Comeback feierte, wurde zunächst verpflichtet. Und nach von den US-Medien kolportierten Spannungen mit dem Management folgte im Juli 2022 die Trennung des nur noch in der zweiten Reihe stehenden Mayfield.
Weiter ging es für den Quarterback daraufhin in Charlotte. Dort bei den hiesigen Panthers, die nach den recht erfolgreichen Jahren mit dem laufstarken Cam Newton in Kyle Allen, Teddy Bridgewater oder auch P.J. Walker keine Zukunftslösung gefunden hatten und auch das Experiment mit der Newton-Rückkehr 2021 gescheitert war, ging Mayfield ins direkte Duell mit Sam Darnold.
Jener Darnold war im selben damaligen NFL-Draft 2018 wie Mayfield gezogen worden - an 2. Stelle von New York Jets. Die beiden Profis suchten also zur selben Zeit nach neuem Auftrieb in Carolina - und Mayfield behauptete sich.
Groß auftrumpfen konnte der 27-Jährige aber nicht. Zum Start war ihm in fünf Spielen nur ein Sieg geglückt, ehe eine Knöchelverletzung folgte. P.J. Walker übernahm, verletzte sich dann aber selbst am Knöchel - und weil auch Darnold sich nach einer Knöchelverletzung erholen musste, durfte Mayfield wieder ran - und verlor sein fünftes Match. Mit 1:5 endete sein Panthers-Aufenthalt nun also - mit einem Karrieretiefswert von nur 57,8 Prozent angebrachter Pässe bei sechs Touchdowns sowie sechs Interceptions. In der Liga wird der Spielmacher somit auf dem letzten Rang aller qualifizierten Quarterbacks geführt, ein neuer Tiefpunkt in seiner Laufbahn.
Mayfield selbst soll übrigens laut ESPN-Angaben um die Trennung gebeten haben, was die noch im Rennen um die Play-offs befindlichen Panthers (4:8, Chance noch da aufgrund der schwachen NFC South) gern angenommen hätten. Der Quarterback steht damit auf der sogenannten Waiver-Liste, von wo er von den anderen 31 Teams bis Dienstagnachmittag Ortszeit geholt werden kann. Wenn das nicht passiert, ist Mayfield fortan "unrestricted free agent". Ein mögliches Ziel für den Athleten: die San Francisco 49ers, die aufgrund ihrer bärenstarken Defense ein Kandidat für den Super Bowl sind, allerdings nach Trey Lance nun auch noch Jimmy Garoppolo (Fußbruch) verloren haben. Damit bleibt den Niners nur noch Rookie Brock Purdy - der sogenannte Mr. Irrelevant.
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