31.08.2026
Drama im Allgäu
Die Allgäu Comets haben am Montagmittag einen herben Rückschlag verkünden müssen. Das langjährige GFL-Team wird die entscheidenden Spiele um den Verbleib in der Liga nicht antreten und damit einen Absturz bis in die Regionalliga in Kauf nehmen.

Die Allgäu Comets spielen die kommende Saison nicht mehr in der GFL. Trotz einer schlechten Platzierung wäre der Klassenerhalt durch die Play-Downs immer noch möglich gewesen. Nun hat sich das Team aus dem Süden Deutschlands aber gegen eine Teilnahme an den entscheidenden Spielen entschieden. Durch diesen Schritt geht es für die Mannschaft aber nicht in die zweite Liga runter, sondern durch die Regularien vom AFVD müssen die Comets nächstes Jahr in der Regionalliga starten.
Für die Comets hat dieser Schritt besonders finanzielle und organisatorische Gründe. In einem Statement des Teams heißt es: "Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Seit Wochen stehen wir in einem positiven und offenen Austausch mit der Liga und haben unsere Situation über das gesamte Jahr transparent kommuniziert. Die aktuelle Kadersituation sowie die finanziellen Herausforderungen eines zusätzlichen Monats Spielbetrieb, einschließlich eines Auswärtsspiels in Berlin, würden den Verein vor eine enorme Belastung stellen."
Zudem müsse der Verein einen Blick auf die Auswirkungen der prekären Situation auf das Umfeld, das Personal und die Spieler und Trainer haben. Dabei dürfe der Verein allerdings nicht finanziell überlastet werden, um einen größeren Schaden zu verhindern.
Aus heiterem Himmel kommt diese Entscheidung allerdings wohl nicht. Bereits seit längerer Zeit soll das Team an der Planung für einen Rebuild arbeiten. Für die Saison 2027 soll ohnehin ein Wiederaufbau des Klubs geplant worden sein. Nach Angaben des Vereins war diese Strategie mit der Liga besprochen: "Zudem war unabhängig von der aktuellen Situation seitens der Vereinsführung bereits vorgesehen, für die Saison 2027 einen Rebuild in einer unteren Spielklasse zu starten. Die Liga wurde über diese Überlegungen bereits frühzeitig informiert, und gemeinsam wurde an möglichen Lösungen für die Zukunft gearbeitet."
nhu