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Streit eskaliert weiter
Die Beziehung zwischen Brandon Aiyuk und den San Francisco 49ers scheint endgültig zerbrochen zu sein. Der Wide Receiver teilte nun erneut öffentlich gegen das Franchise aus - und fand diesmal sogar nochmal deutlichere Worte.

Nur wenige Tage nach seinem ersten viel diskutierten Instagram-Video legte Aiyuk am Dienstag nach. In einem kurzen Clip bezeichnete der Receiver die 49ers unter anderem als "dumm" und kritisierte erneut den Umgang des Teams mit seiner Vertragssituation.
"Sie sind sauer, weil sie dumm sind", sagte Aiyuk in dem Video. "Sie haben mir innerhalb von acht Monaten 50 Millionen Dollar gezahlt und dann meine Garantien für 2027 gestrichen (...) Sie tun so, als wären sie sauer auf mich, aber eigentlich sind sie wegen ihrer eigenen Dummheit nur sauer auf sich selbst".
Aiyuk deutete dabei außerdem erneut an, dass seine Zeit in San Francisco wohl bald enden dürfte. "2027 bin ich sowieso bei einem neuen Team", fügte der Receiver hinzu.
Die Spannungen zwischen Aiyuk und den 49ers ziehen sich inzwischen bereits seit fast einem Jahr. Nachdem beide Seiten sich im vergangenen Sommer zunächst monatelang in schwierigen Vertragsverhandlungen befanden, unterschrieb der Receiver schließlich doch eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und 120 Millionen Dollar.
Doch die Situation eskalierte anschließend erneut.
Die Niners strichen im vergangenen Jahr Teile der garantierten Zahlungen aus Aiyuks Vertrag, nachdem dieser laut Teamangaben nicht an vereinbarten Reha-Einheiten nach seinem Kreuzbandriss teilgenommen hatte. Der Receiver hatte sich neben dem Kreuzband auch den Meniskus sowie das Innenband im Knie verletzt.
Später setzte San Francisco Aiyuk sogar auf die sogenannte "reserve/left squad"-Liste, nachdem er laut Head Coach Kyle Shanahan zeitweise nicht mehr im Teamgebäude erschienen war.
Innerhalb der NFL gilt inzwischen als wahrscheinlich, dass beide Seiten langfristig getrennte Wege gehen werden. Besonders hartnäckig halten sich dabei Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu den Washington Commanders.
Aiyuk verbindet eine enge Freundschaft mit Washington-Quarterback Jayden Daniels, mit dem er bereits am College bei Arizona State zusammengespielt hatte. Zuletzt heizte der Receiver die Spekulationen selbst weiter an: Auf Instagram folgte Aiyuk zwischenzeitlich nur noch wenigen Accounts - darunter Daniels und eben die Commanders. Zusätzlich postete er zuletzt Fotos mit einer Cap des Teams aus Washington.
Bislang kam allerdings kein Trade zustande. Das Team aus San Francisco hielt bislang weiterhin an Aiyuk fest - auch weil Shanahan zuletzt betonte, dass man keinen Konkurrenten "einfach so verstärken" wolle. Es bleibt jetzt abzuwarten, wie das Franchise auf die erneuten Anfeindungen reagieren wird.
Zusätzlich sorgt abseits des Feldes aktuell auch ein anderer Vorfall für Schlagzeilen. Anfang Juni wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft im Santa Clara County einen Haftbefehl gegen Aiyuk wegen eines Verkehrsdelikts ausgestellt hatte.
Hintergrund ist ein Video, das der Receiver selbst veröffentlicht hatte und in dem er offenbar deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein soll.
Sportlich bleibt die Situation derweil kompliziert. Da Aiyuk aktuell weiterhin auf der Reserve-Liste steht, erhält er momentan kein Gehalt und blockiert keinen Platz im 90-Mann-Kader der 49ers. Sollte er beim Start des Training Camps Ende Juli weiterhin fehlen, drohen ihm laut NFL-Regularien zusätzliche tägliche Geldstrafen.
mhh