19.03.2026
Kein böses Blut in Tampa
Der Wechsel von Mike Evans zu den San Francisco 49ers sorgt weiter für Gesprächsstoff - vor allem in Tampa Bay. Jetzt hat sich Buccaneers-General-Manager Jason Licht erstmals öffentlich zum Abschied seiner Franchise-Legende geäußert.

"Ich fühle mich nicht verraten. Ich bin eher in Trauer", erklärte Licht. Eine Aussage, die zeigt, welchen Stellenwert Evans für die Organisation hatte.
Der Wide Receiver prägte die Buccaneers über zwölf Jahre hinweg wie kaum ein anderer Spieler. Für Licht war er mehr als nur ein Star - Evans war sein erster Draft-Pick als GM im Jahr 2014 und entwickelte sich schnell zum Gesicht des Franchise.
"Er hat sich das Recht verdient, diese Entscheidung zu treffen", betonte Licht. "Manchmal ist man einfach bereit für ein neues Kapitel."
Der 32-Jährige gilt ohne jeden Zweifel als einer der größten Spieler der Teamgeschichte. Er ist unter anderem der erfolgreichste Scorer des Franchise (662 Punkte) und war ein zentraler Bestandteil des Super-Bowl-Triumphs rund um Quarterback-Legende Tom Brady.
Umso schwerer wiegt der Abschied, auch emotional. Licht sprach von intensiven Gesprächen mit dem Receiver in der Offseason, die teilweise sehr persönlich wurden. "Er bedeutet mir alles. Und der gesamten Organisation genauso", so der GM weiter.
Bemerkenswert: Laut Evans selbst spielte Geld bei seinem Wechsel keine entscheidende Rolle. Vielmehr suchte der Receiver eine neue sportliche Perspektive. Diese fand er schließlich bei den San Francisco 49ers.
Dabei waren die Buccaneers offenbar auch bereit, finanziell nachzulegen. Licht bestätigte, dass Tampa Bay sogar ein höheres Angebot abgegeben habe als die Niners. Dennoch überwiegte für den Receiver am Ende die Aussicht auf eine neue Herausforderung.
Trotz des Abgangs bleibt das Verhältnis zwischen beiden Parteien intakt. Licht stellte klar, dass es keine Spannungen oder Konflikte gegeben habe, die zu der Entscheidung geführt hätten.
"Wir haben alles getan, was wir konnten", sagte er. "Und ich bin glücklich für ihn, dass er einen Ort gefunden hat, an dem er sein möchte."
mhh