22.03.2026
Der GOAT fliegt als Erstes raus
Beim ersten Fanatics Flag Football Classic hat sich Team USA klar gegen Teams mit NFL-Stars durchgesetzt - auch Tom Brady musste sich trotz starker Leistung geschlagen geben.

Dabei begann das Turnier vielversprechend für Brady und sein Team "Founders". Der siebenfache Super-Bowl-Champion zeigte direkt seine Klasse und warf bei seinem ersten kompetitiven Einsatz seit über 1000 Tagen einen Touchdown-Pass auf Stefon Diggs. Kurz darauf folgte eine erfolgreiche Two-Point-Conversion auf Rob Gronkowski zur frühen 8:0-Führung.
Doch danach übernahm Team USA zunehmend die Kontrolle. Das auf Flag Football spezialisierte Team überzeugte mit Tempo, Timing und klaren Abläufen - während die NFL-Auswahl nur wenig gemeinsame Vorbereitung hatte.
Im Round-Robin-Format gewann das Nationalteam seine Spiele deutlich. Zunächst setzte sich die Auswahl mit 39:16 gegen die "Wildcats" um Joe Burrow durch, anschließend folgte ein 43:16-Erfolg gegen Bradys "Founders".
Im direkten Duell der NFL-Teams konnten sich die Wildcats mit 34:26 gegen die Founders durchsetzen. Womit Bradys Team mit einer 0-2-Bilanz bereits nach der Gruppenphase ausschied.
Im Endspiel kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen Team USA und den Wildcats. Dieses Mal blieb die Partie zwar etwas enger, dennoch setzte sich das Flag-Football-Nationalteam auch hier am Ende mit 24:14 durch.
Zum MVP des Turniers wurde Flag-Football-Spezialist Darrell "Housh" Doucette III gewählt.
Im Turnier zeigte sich also deutlich, dass selbst Top-Spieler aus der NFL nicht automatisch im Flag Football dominieren. Unterschiede bei Regeln, Spieltempo und Bewegungsmustern machten sich klar bemerkbar. Zumal viele der NFL-Stars nur wenige Trainingseinheiten gemeinsam absolvieren konnten.
Auch kleinere Details sorgten für ungewohnte Situationen. Brady kassierte unter anderem eine Strafe, weil seine Flagge vor einem Spielzug nicht korrekt angebracht war. Youtuber IShowspeed wurde ein starker Lauf zurückgepfiffen, weil er während seines Runs gesprungen war. Statt großem Jubel sorgte das für gehörige Verwirrung bei Speed & Co.
Mit der Aufnahme von Flag Football ins olympische Programm der Spiele 2028 in Los Angeles erhält das Format durch das Event nun zusätzliche Aufmerksamkeit. Viele NFL-Spieler haben bereits Interesse bekundet, künftig um olympisches Gold zu spielen.
Das Turnier zeigte jedoch auch: Die etablierten Flag-Football-Spieler verfügen über klare Vorteile durch Erfahrung und Spezialisierung.
Team USA setzte beim ersten Fanatics Flag Football Classic jedenfalls ein deutliches Zeichen. Und untermauerte seine Ambitionen mit Blick auf die olympische Premiere.
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mhh