10.04.2026
Nach neun Jahren in Indy
Nach fast einem Jahrzehnt in Indianapolis könnte die Zusammenarbeit zwischen Kenny Moore II und den Colts enden. Beide Seiten sollen sich darauf verständigt haben, Möglichkeiten für einen Trade zu prüfen.

Die Indianapolis Colts und Kenny Moore II haben sich laut mehreren Berichten darauf verständigt, gemeinsam nach einem Trade-Partner zu suchen. Der 30-jährige Cornerback befindet sich im letzten Jahr seines Vertrags und verfügt über kein garantiertes Restgehalt.
Nach neun Jahren in könnte damit die Zeit des Routiniers beim Franchise aus Indiana zu Ende gehen.
Moore entwickelte sich nach seiner Zeit als Undrafted Free Agent zu einer festen Größe in Indianapolis. Besonders im Slot gehörte er über mehrere Spielzeiten zu den konstantesten Cornerbacks der Liga. Insgesamt sammelte er bislang 649 Tackles und wurde 2021 in den Pro Bowl gewählt.
Auch abseits des Feldes machte sich der Verteidiger einen Namen. Für sein Engagement im sozialen Bereich wurde er mehrfach für den Walter Payton Man of the Year Award nominiert. Mit seiner "Love One Foundation" unterstützt er Projekte rund um Bildung, Jugendförderung und mentale Gesundheit.
Ein möglicher Grund für die Trade-Gedanken dürfte der personelle Umbruch in der Secondary sein. Mit der Verpflichtung von Star-Corner Sauce Gardner haben die Colts ihre Defense neu ausgerichtet und gleichzeitig finanzielle Prioritäten verschoben.
Da Moore ohne garantierte Vertragsbestandteile flexibel verfügbar wäre, könnte ein Trade für beide Seiten Sinn ergeben: Indianapolis würde zumindest Draftkapital erhalten, während ein anderes ambitioniertes Team einen sofort einsatzfähigen Slot-Corner bekommt.
Bedarf im Slot gibt es aktuell unter anderem bei den New England Patriots, Tampa Bay Buccaneers oder Chicago Bears, die ihre Secondary weiter stabilisieren möchten. Auch die Cincinnati Bengals, Pittsburgh Steelers sowie die Detroit Lions gelten als realistische Kandidaten, da sie zuletzt Bedarf auf Cornerback hatten oder zusätzliche Tiefe suchen.
Als realistischer Gegenwert gilt aktuell wohl ein Pick am dritten Draft-Tag. Für die genannten Teams wäre Moore eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, kurzfristig Qualität und Erfahrung in die Secondary zu bringen.
Ob es tatsächlich zu einem Deal kommt, dürfte sich spätestens rund um den Draft entscheiden.
mhh