06.04.2026
Pass-Rusher
Bald stehen die Stars von morgen auf der großen Draft-Bühne und werden sich einem Team der NFL anschließen. Bevor der Draft so richtig startet, gibt es zahlreiche Einschätzungen zu den Spielern. Was sind Stärken, was sind Schwächen, wann könnte er gepickt werden? Einer der wohl interessantesten Anwärter ist David Bailey.

„Offense wins games, defense wins championships”. Ein Satz, der häufig in aller Munde ist, wenn es um starke Defensiven geht. David Bailey will als Defensive End genau diese Championships in der NFL gewinnen.
Bailey kommt ursprünglich aus Kalifornien. Dort war er an der Mater Dei High School, eine Schule, die schon den ein oder anderen NFL-Star hervorgebracht hat. Namen wie Trent McDuffie, Bryce Young oder der deutsche Amon-Ra St. Brown führen die lange Liste an. Kein schlechtes Sprungbrett also für Bailey.
An der High School wurde der heute 22-Jährige zum Defensive Player of the Year und brachte seinem Team die Division State Championship. Mit überragenden Statistiken von 20 Tackles und 14,5 Sacks, konnte er sich für einige Colleges entscheiden und ging schließlich an die Stanford University.
Momentan steht Bailey auf Nummer drei des Consensus Boards. Diese Position kommt nicht von irgendwo her, sondern ist das Zeugnis starker Leistungen im College und im diesjährigen Combine.
Bereits in seinen ersten Jahren an der Stanford University, hat er einen großen Einfluss auf das Team gehabt. In seinem Freshman-Year wurde er zum Freshman All-American Defensive Player of the Year. Insgesamt spielte er 33 Spiele für Stanford, in denen er 111 Tackles, und 14,5 Sacks für sich verbuchen konnte.
2025 wechselte er an die Texas Tech University, wo er seine Leistungen und seine Qualität weiter bestätigen konnte. Mit 52 Total Tackles und 13,5 Sacks gehörte er zu den besten des Landes und wurde zum Big 12 Defensive Lineman of the Year.
Beim Combine 2026 überzeugte er erneut mit starken Werten - unter anderem einem 4,5 Sekunden 40-Yard-Dash und einem Relative Athletic Score (RAS) von 9,67. Damit gehört er zu den stärksten Athleten des Combines.

Er verfügt über eine außergewöhnliche Explosivität beim ersten Schritt, mit der er sich Raum verschafft, noch bevor die Offensive Tackles ihre Hände hochbekommen. Wie beim Combine bewiesen, verfügt der 22-Jährige über eine enorme Athletik, welche bereits auf NFL-Niveau ist. Außerdem zeichnet er sich durch seine starken Pass-Rush-Fähigkeiten aus und kann dabei eine hohe Geschwindigkeit auf den Rasen bringen. Der Defensive End erzwingt viele Fumbles. Ganze sieben forcierte er in seiner Zeit bei Stanford.
Während seine Stärken klar überwiegen, gibt es dennoch Aspekte, an denen Bailey arbeiten kann und muss. Bei einem Gewicht von 114 kg scheint Bailey ziemlich an der Grenze seiner Möglichkeiten angekommen zu sein. Es bleibt fraglich, ob er genug an Muskelmasse aufbauen kann, um kraftvollen Spielzügen standzuhalten. Dazu kommt, dass er oft Probleme hat seine Geschwindigkeit in Kraft umzuwandeln und so seinen Gegner zu dominieren. Schließlich schafft er häufiger durch zu aggressives Verhalten und unentschlossene Reaktionen zu viel Raum für die Offense des Gegners.
Geht man nach dem aktuellen Consensus Board, geht Bailey als dritter von der Liste und könnte somit von den Cardinals gewählt werden. Die Cardinals hätten somit die Möglichkeit ihre Abwehrreihe zu verstärken. Zusätzliche Unterstützung in der Defensive Line bräuchten ebenfalls die New Orleans Saints. Laut den letzten Mock Drafts stehen sie ebenfalls oben auf der Liste, wenn es um den Draft von Bailey geht. Die Saints könnten ihn mit dem achten Pick bekommen.
lgr