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    ELF

    08.05.2026

    Neustart nach der Insolvenz

    ELF gerettet - aber wer spielt 2026 überhaupt noch mit?

    Die European League of Football (ELF) scheint wirtschaftlich gerettet - sportlich bleiben jedoch massive Fragezeichen. Denn zahlreiche frühere Top-Franchises haben sich längst neuen Projekten angeschlossen oder den Profibetrieb eingestellt.

    Nach der Insolvenz arbeitet die ELF an einem Neustart - viele frühere Top-Franchises haben sich jedoch bereits neuen Ligen angeschlossen.
    Nach der Insolvenz arbeitet die ELF an einem Neustart - viele frühere Top-Franchises haben sich jedoch bereits neuen Ligen angeschlossen. IMAGO/Foot Bowl

    Als Ende März das Insolvenzverfahren der Liga eröffnet wurde, schien der Traum vom paneuropäischen Profi-Football praktisch beendet. Konflikte zwischen Liga und Franchises, ausstehende Zahlungen und der Verlust mehrerer Top-Teams hatten die ELF an den Rand des Aus gebracht.

    Nun sorgt eine überraschende Wendung für neue Hoffnung: Ein Gesellschafterkonsortium um ELF-Gründer Zeljko Karajica hat sich mit Insolvenzverwalter Andreas Romey auf eine Restrukturierungslösung geeinigt, die die wirtschaftliche Rettung der Liga ermöglichen soll.

    Die Rettung der ELF

    Kern des Plans ist ein Insolvenzplan, über den die hoch verschuldete ELF entschuldet und anschließend auf eine neue Gesellschaft übertragen werden soll.

    Romey kündigte an, den Gläubigern den Plan voraussichtlich im Juni vorzulegen. Erst deren Zustimmung würde die Lösung endgültig absichern.

    Parallel dazu arbeitet die ELF laut eigenen Angaben an strukturellen Anpassungen. Besonders das Franchise-Modell soll überarbeitet werden. Nach der schnellen Expansion auf zuletzt 16 Teams will die Liga künftig stärker auf wirtschaftliche Stabilität und ein verlässlicheres Teilnehmerfeld setzen.

    2026 wird ein Neustart - kein "Weiter so"

    Klar scheint so bereits jetzt: Eine einfache Fortsetzung der alten ELF-Struktur wird es wohl nicht geben.

    Zu viele frühere Aushängeschilder haben sich inzwischen anderen Projekten angeschlossen oder ihren Profibetrieb eingestellt. Vieles deutet deshalb auf einen deutlichen Neustart mit neuem organisatorischem Aufbau hin.

    Die ELF-Teams von 2025 - und wo sie heute stehen

    Zur Saison 2025 gehörten folgende Teams zur ELF:

    - Rhein Fire
    - Berlin Thunder
    - Hamburg Sea Devils
    - Munich Ravens
    - Frankfurt Galaxy
    - Cologne Centurions
    - Stuttgart Surge
    - Vienna Vikings
    - Raiders Tirol
    - Madrid Bravos
    - Panthers Wroclaw
    - Prague Lions
    - Fehérvár Enthroners
    - Helvetic Mercenaries
    - Paris Musketeers
    - Nordic Storm

    Die Stuttgart Surge gewann im September 2025 noch den ELF-Titel - wenige Monate später meldete die Betreibergesellschaft Insolvenz an.
    Die Stuttgart Surge gewann im September 2025 noch den ELF-Titel. IMAGO/Foot Bowl

    Nur ein Jahr später zeigt sich: Ein Großteil dieser Namen wird ab 2026 nicht mehr unter ELF-Label antreten. Viele Franchises haben sich inzwischen einer der beiden neu entstandenen europäischen Ligen angeschlossen, die im Vakuum rund um die Insolvenz der ELF gegründet wurden.

    EFA holt mehrere Ex-ELF-Schwergewichte

    Die neu gegründete European Football Alliance (EFA) setzt auf ein teamgeführtes Modell mit langfristigen Finanzzusagen. Für 2026 gehören so folgende frühere ELF-Teams dazu:

    - Frankfurt Galaxy
    - Munich Ravens
    - Nordic Storm
    - Paris Musketeers
    - Prague Lions
    - Raiders Tirol

    AFLE sichert sich Fire, Vikings und Thunder

    Parallel dazu tritt die American Football League Europe (AFLE) mit einem investorengetriebenen Modell an. Das Teilnehmerfeld für die Premierensaison umfasst:

    - Berlin Thunder
    - Rhein Fire
    - Vienna Vikings
    - Panthers Wroclaw
    - Alpine Rams
    - Paris Lights
    - Firenze Red Lions
    - London Warriors

    Vor allem Rhein Fire, Vienna Vikings und Berlin Thunder galten dabei über Jahre als zentrale Marken der ELF.

    Mehrere Teams ziehen sich komplett zurück

    Zusätzlich haben mehrere frühere ELF-Standorte ihren internationalen Profibetrieb vorerst beendet:

    - Die Madrid Bravos stellten den Spielbetrieb ein
    - Die Fehérvár Enthroners wechselten in die Austrian Football League (Österreichische Bundesliga)
    - Die Betreibergesellschaft der Stuttgart Surge meldete Insolvenz an
    - Die Helvetic Mercenaries zogen sich aus europäischen Wettbewerben zurück

    Damit sind auch diese Standorte 2026 kein Teil einer möglichen neuen ELF.

    Bleiben am Ende nur Hamburg und Köln?

    Nach allen Wechseln und Rückzügen bleiben aus dem ELF-Line-up von 2025 aktuell praktisch nur noch zwei Franchises ohne klare Zukunftszuordnung: Die Hamburg Sea Devils und die Cologne Centurions.

    Gerade bei den Sea Devils gibt es seit Monaten Berichte über finanzielle Probleme und offene Rechnungen. Wie es dort weitergeht, bleibt offen.

    Ebenfalls unklar ist die Lage in Köln: Die Centurions wurden bislang weder offiziell einer neuen Liga zugeordnet noch haben sie ihren Rückzug erklärt. Damit dürften sie derzeit wohl als realistischster Teilnehmer der zukünftigen ELF gelten.

    Drei Ligen kämpfen um denselben Markt

    Mit ELF, EFA und AFLE stehen sich ab 2026 nun also wohl doch gleich drei größere Projekte im europäischen Football gegenüber.

    Für Spieler, Coaches und Fans bedeutet das zwar mehr Möglichkeiten, gleichzeitig aber auch stärkere Konkurrenz um Sponsoren, Medienpartner und Standorte.

    Die wirtschaftliche Rettung der ELF ist ein wichtiger Schritt - doch die entscheidende Frage bleibt offen: Mit welchen Teams wird die Liga zukünftig überhaupt antreten? Denn Stand jetzt scheint zwar die Marke ELF gerettet. Ihr Gesicht für die Zukunft bleibt jedoch ein großes Fragezeichen.

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    mhh