29.04.2026
Zwei Schlüsselspieler, zwei Wege
Die Detroit Lions haben über die Fifth-Year-Options von Jahmyr Gibbs und Jack Campbell entschieden. Kurz vor der Deadline fällt damit eine wichtige Weichenstellung für ihre Zukunft in Detroit.

Die Detroit Lions haben ihre Entscheidung zu den Fifth-Year-Options von Running Back Jahmyr Gibbs und Linebacker Jack Campbell getroffen. Wie FOX-2 Detroit berichtet, zieht das Franchise die Option bei Gibbs für die Saison 2026, während sie bei Campbell abgelehnt wird.
Hintergrund der unterschiedlichen Entscheidungen soll vor allem die voneinander abweichende Berechnung der Fifth-Year-Optionen sein. Während Running Backs als eigene Positionsgruppe bewertet werden, werden Linebacker gemeinsam mit Edge-Rushern eingestuft.
Dadurch hätte Campbells Option mit 21,9 Millionen US-Dollar deutlich höher gelegen als marktübliche Verträge für klassische Inside Linebacker. Gibbs’ Option hingegen liegt bei rund 14,3 Millionen US-Dollar für ein vollständig garantiertes Jahr - und gilt damit als marktgerecht für seine Position.
Die Entscheidung verschafft den Lions nun zusätzliche Zeit, um an einer langfristigen Vertragsverlängerung mit ihrem Running Back zu arbeiten.
Der 24-Jährige hat einen der erfolgreichsten Karrierestarts der NFL-Geschichte hingelegt und kommt nach drei Spielzeiten bereits auf 49 Touchdowns - damit ist er längst einer der produktivsten Spieler der Liga.
In der vergangenen Saison kam Gibbs auf ganze 1223 Rushing Yards und 13 Touchdowns am Boden sowie 616 Receiving Yards und fünf weitere Scores. Nach dem Trade von seinem Buddy David Montgomery zu den Houston Texans dürfte seine Rolle im Backfield künftig nur noch weiter wachsen.
Auch die Erwartungen steigen entsprechend: Auf den Wettmärkten gilt er bereits als Favorit auf den Offensive Player of the Year Award für die Saison 2026, vor Spielern wie Puka Nacua, Christian McCaffrey, Jaxon Smith-Njigba und Justin Jefferson.
Auch Campbell bleibt - trotz der abgelehnten Option - wohl ein zentraler Bestandteil der Planungen. Alles andere wäre auch sehr überraschend. So wurde der 25-Jährige 2025 nämlich erstmals in den Pro Bowl gewählt und zusätzlich ins First-Team All-Pro berufen.
Der ehemalige First-Round-Pick (18. Stelle, Draft 2023) hat sich seit seinem Start in die NFL in jeder Saison gesteigert. Mit 176 Tackles, neun Tackles for Loss, fünf Sacks und vier abgewehrten Pässen war er zuletzt die wichtigste Konstante in der Defense der Lions und gilt mittlerweile zurecht als einer der besten Linebacker der Liga.
Ein vergleichbarer Fall ereignete sich erst vor kurzem bei Center Tyler Linderbaum. Die Baltimore Ravens verzichteten aus finanziellen Gründen ebenfalls auf die Fifth-Year-Option, bevor der Pro Bowler später einen hochdotierten Vertrag bei den Las Vegas Raiders unterschrieb. Ein ähnliches Szenario wollen die Lions im Fall Campbell unter allen Umständen vermeiden.
Weshalb General Manager Brad Holmes auch in den vergangenen Tagen immer wieder betonte, langfristig mit beiden Spielern planen zu wollen. Neben Gibbs und Campbell betrifft das übrigens auch Tight End Sam LaPorta und Safety Brian Branch aus derselben Draft-Klasse 2023. Entsprechende Vertragsverlängerungen könnten daher bereits im Laufe der kommenden Monate folgen.
mhh