17.04.2026
Schwerer Identitätsdiebstahl
Ein spektakulärer Betrugsfall erschüttert die NFL: Ein ehemaliger College-Spieler soll sich als bekannte Profis ausgegeben haben, um Kredite in Millionenhöhe zu erschleichen.

Die betroffenen Spieler wussten offenbar nichts von der kriminellen Masche - die Ermittlungen werfen ein Schlaglicht auf eine neue Dimension digitaler Identitätskriminalität im Spitzensport.
Ein ehemaliger Footballspieler der University of Alabama steht im Zentrum eines groß angelegten Betrugsskandals. Laut Ermittlungsunterlagen soll er sich über Monate hinweg als mehrere NFL-Profis ausgegeben haben, um Kredite in Höhe von fast 20 Millionen US-Dollar zu erhalten.
Im Fokus stehen dabei unter anderem Quarterback Michael Penix Jr., Tight End David Njoku sowie Safety Xavier McKinney. Keiner der Spieler soll in die Vorgänge verwickelt gewesen sein.
Die Ermittler zeichnen das Bild eines raffinierten Systems: Der Beschuldigte soll gefälschte Ausweise, E-Mail-Adressen und Geschäftsunterlagen erstellt haben, um seine Identität zu verschleiern. Teilweise habe er sogar Perücken getragen, um bei Video-Terminen als die jeweiligen Spieler aufzutreten.
Zudem wurden offenbar Firmen gegründet, deren Namen den echten Spielern ähnelten. Mit diesen Konstruktionen konnten Kreditanträge gestellt und schließlich bewilligt werden.
Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen Mai 2023 und Oktober 2024 abgespielt haben. Neben dem ehemaligen Spieler wurde auch ein mutmaßlicher Komplize angeklagt.
Wichtig für die betroffenen Profis: Sie gelten nicht als Verdächtige. Laut Staatsanwaltschaft wurden ihre Identitäten ohne Wissen oder Zustimmung genutzt.
nkr