11.05.2026
Schwierige Jets-Offense
Frank Reich heuert in der kommenden Saison als Offensive Coordinator bei den New York Jets an. Was ihn mit 64 Jahren dazu bewogen hat, einen der härtesten Jobs der Liga anzunehmen, erklärte er jetzt.

Frank Reich ist definitiv kein Unbekannter in der NFL. Nach den Indianapolis Colts und Carolina Panthers verließ der damalige Head Coach die Liga und coachte 2025 für eine Saison das Team der Stanford University.
Jetzt lockte ihn ein aber eine ganz besondere Herausforderung zurück, ausgerechnet zu einer Offense, die seit Jahren zu den schwächsten zählt: "Vielleicht bin ich ein bisschen altmodisch", erklärte Reich bei ESPN seine Entscheidung, "aber genau das reizt mich."
12 Playcaller in 16 Saisons verschlangen die Jets zuletzt. Ein Grund die Anfrage abzulehnen, war das für ihn dennoch nicht. "Man nimmt eine Situation, die auf den ersten Blick schwierig erscheint, und findet einen Weg, sie zu lösen - in dem Wissen, dass es möglich ist", so Reich. Und weiter: "Deshalb liebe ich dieses Geschäft." Reichs Unit belegte 2025 Platz 29 als Scoring Offense.
Der heute 64-Jährige hätte sich auch ein entspanntes Jahr gönnen können, denn die Carolina Panthers bezahlen ihren ehemaligen Head Coach noch für eine letzte Saison aus dem Vertrag, der 2023 aufgelöst wurde.
Doch dann rief Jets-Head-Coach Aaron Glenn - die beiden kennen sich noch aus Spielerzeiten - an. Und änderte alles. Für Reich war sein alter Freund Glenn das Zünglein an der Waage, wie er ESPN verriet: "Als AG anrief, wusste ich sofort, dass ich das machen wollte." Aber auch die Chance eine Kehrtwende herbeizuführen, reizte den erfahrenen Trainer.
Mit Wide Receiver Garrett Wilson, einer soliden O-Line, sowie Running Back Breece Hall, kann Reich zumindest auf einige Pfeiler bauen. Vor allem die Frage um den passenden Starting Quarterback, dürfte ihn aber beschäftigen. Der scheint zwar mit Geno Smith vorerst gefunden zu sein, doch die Erfahrung zeigt: In New York kommt vieles anders als man denkt. Schließlich standen in der letzten Saison mit Justin Fields, Tyrod Taylor und Brady Cook gleich drei Spielmacher mal auf dem Platz.
Ob Smith, der die letzte Saison 17 Interceptions bei den Las Vegas Raiders warf, wirklich Reichs Mann sein wird - ein Fragezeichen sei erlaubt. Das Ziel der beiden Neuen: "Probleme zu schaffen, die die Verteidigung nicht lösen kann."
tih