05.04.2026
NHL-Team lässt New York allein
Die New York Jets schreiben weiter Negativ-Geschichte im US-Sport. Dass das Franchise nun noch stärker in den Fokus rückt, liegt auch an einem Team aus der NHL.

Die New York Jets stehen inzwischen allein an der Spitze einer Statistik, die kein Team anführen möchte. Nach dem jüngsten Erfolg der Buffalo Sabres besitzt das Team von Head Coach Aaron Glenn nun die längste aktive Playoff-Durststrecke im nordamerikanischen Profisport.
Die Sabres sicherten sich am Wochenende erstmals seit 14 Jahren wieder die Teilnahme an der NHL-Postseason und beendeten ihrerseits damit die längste Playoff-Flaute der Ligageschichte. Während in Buffalo nach Jahren der sportlichen Krise nun also Aufbruchstimmung herrscht, rückt die Situation der Jets umso stärker in den Fokus - in die entgegengesetzte Richtung.
Die letzte Playoff-Teilnahme der Jets datiert zurück ins Jahr 2010 - und liegt damit mittlerweile also eineinhalb Jahrzehnte zurück. Damals erreichte das Team unter Head Coach Rex Ryan sogar das AFC Championship Game gegen die Pittsburgh Steelers, verlor jedoch knapp mit 19:24 und verpasste damit den Einzug in den Super Bowl.
Seitdem blieb der sportliche Erfolg aus, egal welchen Mantel man dem Projekt verpasste: neue Konzepte, neue Gesichter, neue Strategien.
In dieser Zeit standen fünf verschiedene Head Coaches (Todd Bowles, Adam Gase, Robert Saleh, Jeff Ulbrich, Aaron Glenn) an der Seitenlinie, mehrere General Manager verantworteten den sportlichen Kurs, mehr als 500 Spieler trugen das Trikot der Jets - ohne den ersehnten Schritt zurück in die Postseason.

Die Bilanz bestätigt das Bild: 86 Siege bei 160 Niederlagen seit 2010 - ein Niveau, das die Jets in dieser Zeit zu einem der schwächsten Teams der Liga macht. Selbst Teams wie die Cleveland Browns oder Jacksonville Jaguars, die sportlich ebenfalls oft zu kämpfen hatten, haben es in dieser Zeit zumindest gelegentlich in die Playoffs geschafft (Jaguars erst vergangene Saison). Die Jets dagegen warten weiterhin vergeblich.
Glenn hat mehrfach betont, wie sehr ihn die anhaltende Durststrecke beschäftigt. Der ehemalige Jets-Spieler stand 1998 selbst kurz vor dem Super Bowl und verfolgt das ambitionierte Ziel, das Franchise langfristig wieder konkurrenzfähig zu machen und auch wieder regelmäßig in die Postseason zu führen.
Eine zentrale Stütze bei diesem Neustart soll Quarterback Geno Smith sein. Glenn bezeichnete den erfahrenen Spielmacher öffentlich als "den Mann, der die Jets in das gelobte Land führen wird", auch wenn er gerade erst eine sehr enttäuschende und auch individuell durchwachsene Saison bei den Las Vegas Raiders hinter sich gelassen hat.
Bei all der Negativität gibt es aber auch Hoffnung. Denn der Blick auf die Sabres in der NHL verdeutlicht gleichzeitig, wie schnell sich lange Negativserien im Profisport auflösen können. Vor wenigen Monaten schienen Buffalo und die Jets noch eine Zeit lang gemeinsam die längsten Playoff-Durststrecken im US-Sport zu halten.
Nun ist New York der Alleinunterhalter der Negativstatistik. Für die Jets bedeutet das zusätzlichen Druck - aber eben auch die Hoffnung, dass ein sportlicher Turnaround jederzeit möglich ist.