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    GFL

    28.05.2026

    Erste Favoriten?

    GFL 4. Spieltag: Der Süden zeigt die Zähne

    Vierter Spieltag der effect® ENERGY GFL, sechs Partien und Spitzen-Football, der uns zeigen soll, wer in dieser Saison oben mitspielt. Der Samstag verspricht heiße Duelle quer durch die Republik. Vom Niedersachsen-Derby bis zum Interconference-Kracher in der Hauptstadt. Im Mittelpunkt aber steht ein Aufeinandertreffen im Süden an, das die Tabelle ordentlich durchschütteln könnte.

    Luca Faschian von den Pforzheim Wilddogs läuft bei einem Punt-Fake gegen die  Düsseldorf Panther in der German Football League.
    Auf die Pforzheim Wilddogs kommt mit den ifm Ravensburg Razorbacks eine sehr schwere Aufgabe zu. IMAGO/Foot Bowl

    Pforzheim Wilddogs vs. ifm Ravensburg Razorbacks

    Wenn zwei Teams aufeinandertreffen, die etwas beweisen wollen, entsteht Football auf einem anderen Level. Die ifm Ravensburg Razorbacks kommen nach zwei deutlichen Pflicht-Siegen gegen die Saarland Hurricanes und die Allgäu Comets zu den Pforzheim Wilddogs und treffen dort auf ihren ersten echten Prüfstein der Saison. Ravensburg steht mit 2-0 auf Platz Zwei der Südgruppe, Pforzheim befindet sich mit 2-1 unmittelbar dahinter.

    Die Wilddogs haben sich in der Offseason konsequent verstärkt und gelten als ernsthafter Playoff-Anwärter. Klare Siege gegen Regensburg Phoenix und die Straubing Spiders stehen zu Buche, lediglich eine knappe Niederlage im Interconference-Duell gegen die Berlin Rebels trübt die Bilanz.

    Besonders pikant ist die Tatsache, dass mit Jeremy Conley und Martin Körber zwei frühere Razorbacks in den Reihen der Wilddogs stehen. Das persönliche Wiedersehen verleiht diesem Spiel eine zusätzliche emotionale Note. Sicher werden die beiden Defender diesem Spiel ihren Stempel aufdrücken wollen.

    Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Defensive End Michael Gilmour blickt Pforzheim der Aufgabe mit viel Selbstbewusstsein entgegen. Der Fokus liegt darauf, die passlastige Offense der Gäste zu kontrollieren, während Ersatz-Center Xavier Ventkataya und die gesamte Offensive Line ihrem Quarterback Dre Harris die nötige Zeit verschaffen sollen. Head Coach Michael Lang gibt die Marschroute vor: "Ravensburg ist das Team to beat im Süden. Aber auch wir haben Ambitionen, und daher ist diese Begegnung der erste echte Gradmesser für unsere eigenen Ziele"

    Auf Ravensburger Seite mahnt gerade die Passverteidigung zur Vorsicht. In der zweiten Halbzeit gegen die Allgäu Comets offenbarten sich Abstimmungsprobleme in der Coverage. Gegen eine derart passstarke Pforzheimer Offense kann sich das Team solche Phasen nicht wieder erlauben. Offensive Coordinator Jake Suggett gibt sich dennoch zuversichtlich und lässt keinen Zweifel daran, dass die Razorbacks mit voller Kapelle und voller Entschlossenheit in der KRAMSKI-Arena auflaufen werden. Wer am Samstagabend die Spitze der Südgruppe für sich beanspruchen will, muss hier liefern.

    Braunschweig Lions vs. Hildesheim Invaders

    Im Eintracht-Stadion steigt am Samstag bereits das 23. Aufeinandertreffen zweier niedersächsischer Traditionsklubs. Es ist das mit Spannung erwartete Lokalderby „The Clash", in dem die Braunschweig Lions (0-3) auf die noch ungeschlagenen Hildesheim Invaders (3-0) treffen.

    Für die Lions ist es ein Heimspiel, das angesichts des bisherigen Saisonverlaufs dringend erste Punkte bringen muss. Die Invaders hingegen kommen als Tabellenführer der Nordgruppe und wollen die makellose Bilanz verteidigen. Ein Derby, bei dem die Formkurven kaum weiter auseinanderliegen könnten und deren Vorzeichen eindeutig nach Wachablösung im Süden Niedersachsens schreien.

    Regensburg Phoenix vs. Munich Cowboys

    Das bayerische Duell zwischen Regensburg Phoenix und den Munich Cowboys ist mehr als nur ein regionales Kräftemessen. Die Phoenixe empfangen die Cowboys am Samstag in ihrer Heimstätte, wenn beide Teams im Mittelfeld der Südgruppe darum kämpfen, das endgültige Abrutschen in die Abstiegszone zu verhindern.

    Für Regensburg, zuletzt klar unterlegen gegen die Hildesheim Invaders, ist es eine gute Gelegenheit, in der eigenen Conference Boden gutzumachen. Die Cowboys reisen dabei mit Rückenwind ihrer eigenen Anhängerschaft an und wollen das gegnerische Stadion am Weinweg entern.

    Kiel Baltic Hurricanes vs. Potsdam Royals

    In Kiel steht am Samstag ein besonderer Spieltag auf dem Programm. Die Baltic Hurricanes richten ihren „Salute to Service Gameday 2026" aus und empfangen dabei die Potsdam Royals (2-0). Für Kiel (1-1) ist es die Chance, im eigenen Stadion vor der heimischen Kulisse wieder in die Spur zu finden. Die Royals hingegen reisen als eines der formstärksten Teams der Nordgruppe an und wollen ihrem Anspruch als Titelfavorit gerecht werden.

    Straubing Spiders vs. Saarland Hurricanes

    Im Duell der Enttäuschten stehen zwei Teams nach zwei Niederlagen zum Saisonstart früh unter Zugzwang. Für die Straubing Spiders wie für die Saarland Hurricanes gilt es, die Abstiegsplätze zu verlassen und mit einem Erfolg den Kurs auf die Playoff-Plätze zu setzen. Das Spiel hat daher großes Gewicht, zumal die Saarländer nach einer fast sechsstündigen Anfahrt noch schwere Beine haben werden.

    Berlin Rebels vs. Schwäbisch Hall Unicorns

    Das Interconference-Spiel des Wochenendes hat es in sich. Die Berlin Rebels empfangen die Schwäbisch Hall Unicorns und damit den ungeschlagenen Tabellenführer der Südgruppe (3-0, 167:61 Punkte) in der Hauptstadt. Für die Rebels (1-1) ist das Heimspiel eine Standortbestimmung gegen das beste Team im Süden. Denn die Favoritenrolle ist im Vorfeld unklar. Wer in Berlin-Charlottenburg punktet, darf sich ernsthaft zu den diesjährigen Titelanwärtern zählen.

    >> Viel Dominanz und ein Last-Minute-Sieg: So liefen die Spiele des zweiten Spieltags in der GFL
    >> Die Braunschweig Lions und der Neustart in die Wirklichkeit
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    Philipp Forstner