22.06.2026
DKB DFFLF
Ein dominanter Auftritt der SG Kelkheim Lizzards Damen prägte den Spieltag der DKB DFFLF in Heidelberg. Mit vier souveränen Siegen untermauerten die Hessinnen ihre Favoritenrolle eindrucksvoll. Die Stuttgart Scorpions Women präsentierten sich als hartnäckigster Verfolger und zwangen den Tabellenführer in einen offensiven Schlagabtausch, der erst in den letzten Sekunden entschieden wurde.

Die SG Kelkheim Lizzards Damen haben beim Heidelberger Spieltag ein unmissverständliches Statement an die gesamte DKB DFFLF gesendet. Mit einer makellosen 4-0 Bilanz und einem erdrückenden Punktverhältnis von 171:37 pflügte die Kelkheimer Offense unaufhaltsam über das Feld. Offensiv glänzte dabei insbesondere Yeliz Seza Baykan, die sich mit 46 erzielten Punkten den geteilten Titel der "Scorerin des Tages" verdiente - ein Spitzenwert, den sie sich an diesem Wochenende nur mit der Mainzerin Luca Mosel teilen musste. Den defensiven Grundstein für den Erfolg legte unterdessen Ballmagnet Nina Barkhausen, die mit drei blitzsauberen Interceptions in der No-Fly-Zone der Lizzards die Turnover-Statistik anführte.
Den einzigen echten Widerstand an diesem Turniertag leisteten die Stuttgart Scorpions Women, die am Ende drei Siege auf ihrem Konto verbuchen konnten und den Ligaprimus am Rande einer Niederlage hatten. Im direkten Aufeinandertreffen beider Top-Teams entwickelte sich ein packender Krimi. Zu Beginn sah alles nach dem gewohnten Durchmarsch der Lizzards aus: Yeliz Seza Baykan, Anna Schuth und Ewa Aichholz schraubten den Spielstand mit einer fehlerfreien Angriffssequenz zügig auf 19:0.
Erst kurz vor der Halbzeitpause fand Stuttgart eine Antwort, als Jacqueline Susan Kuchenbecker den Ball in der Endzone sicherte und auf 19:7 verkürzte. Nach dem Seitenwechsel zogen die Lizzards durch einen weiteren Touchdown von Aichholz zunächst auf 25:7 davon, ehe Cecilie Aarup Nielsen für die Scorpions konterte. Als Laura Grom die Führung für Kelkheim wieder auf ein komfortables 31:13 ausbaute, schien die Partie entschieden. Doch die Stuttgarterinnen gaben sich nicht geschlagen und starteten eine furiose Aufholjagd. Die überragende Touchdown-Maschine Anne Streil (insgesamt sieben Touchdowns am Turniertag) riss das Spiel in der Schlussphase komplett an sich.
Innerhalb der Two-Minute-Warning fand Streil nach exzellentem Clock-Management gleich zweimal den Weg in die gegnerische Endzone und brachte die Scorpions 44 Sekunden vor Abpfiff auf ein dramatisches 31:25 heran. Erst nach dem verpassten Extra-Punkt der Stuttgarterinnen konnte die Kelkheimer Defense endgültig durchatmen und den knappen Sieg über die Zeit retten.
Einen rabenschwarzen Tag erwischte hingegen die SG Pink Panthers. Die Defense der Panthers fand kein Mittel gegen die starken Angriffsreihen der Konkurrenz und kassierte in nur drei Partien brutale 148 Gegenpunkte. Der sportliche Tiefpunkt war dabei das historische 0:70-Shutout gegen die makellos aufspielenden Kelkheim Lizzards.
Auch für die gastgebenden Southern Sparkles DFFLF verlief das Heimturnier enttäuschend. Lediglich ein knapper Erfolg sprang in den drei Partien vor heimischer Kulisse heraus, während die Offense gegen Kelkheim beim 0:28 völlig punktlos blieb. Ein ähnliches sportliches Drama durchlebten die SG Mainz Elecorns. Trotz der herausragenden individuellen Offensiv-Leistungen von Luca Mosel und Greta Engel reichte es für die Mainzerinnen nur zu einem einzigen Sieg. Mit dieser 1-3 Bilanz rutschen die Elecorns in der Tabelle weiter ab.
Das Rennen um das Final4 bei den Finals 2026 in Hannover nimmt damit konkrete Formen an: Mit den Ergebnissen aus Heidelberg sind die Munich Spatzen Women, die Düsseldorf Firecats Women und die SG Kelkheim Lizzards Damen sicher qualifiziert. Die Augsburg Lions müssen noch etwas abwarten, können sich mit einem einzigen Unentschieden aus drei Spielen am kommenden Samstag in München aber direkt das Ticket sichern und schon vor dem letzten Spieltag am 4. Juli in Kelkheim das Lineup komplettieren.
Mainz und die Kiel Baltic Sirens haben nach den Punktverlusten nun nur noch rein theoretische Chancen auf das Ticket und müssen auf ein sportliches Wunder hoffen. Nur wenn Augsburg alle restlichen Spiele verlieren sollte und eines der beiden Teams alles bis zum Saisonende gewinnt, gibt es noch Hoffnung. Doch auch dann müssten hohe Siege gegen die Augsburgerinnen her, da die direkten Hinspiele bereits deutlich an die Löwinnen aus der Fuggerstadt gingen.
| Stuttgart Scorpions Women - SG Pink Panthers 47:13 |
| SG Mainz Elecorns - SG Main Fusion 14:35 |
| Southern Sparkles DFFLF - SG Mainz Elecorns 47:37 |
| SG Kelkheim Lizzards Damen - Stuttgart Scorpions Women 31:25 |
| SG Mainz Elecorns - SG Pink Panthers 31:21 |
| Southern Sparkles DFFLF - Stuttgart Scorpions Women 25:27 |
| SG Kelkheim Lizzards Damen - SG Main Fusion 42:12 |
| SG Mainz Elecorns - Stuttgart Scorpions Women 26:33 |
| SG Kelkheim Lizzards Damen - SG Pink Panthers 70:0 |
| Southern Sparkles DFFLF - SG Kelkheim Lizzards Damen 0:28 |
AFDV