vor 11 Stunden
Verteidiger droht noch größerer Ärger
Die juristischen Probleme von Denver-Broncos-Linebacker Jonathon Cooper verschärfen sich weiter. Nachdem der Pass Rusher zunächst wegen häuslicher Gewalt angeklagt worden war, kommen nun weitere Vorwürfe hinzu - darunter auch ein schwerwiegender Straftatbestand.

Der juristische Druck auf Broncos-Pass-Rusher Jonathon Cooper nimmt weiter zu. Nur wenige Tage nach seiner ersten Festnahme wurde der 28-Jährige am Donnerstagabend erneut von der Polizei in Parker, Colorado, inhaftiert.
Cooper wurde gegen 22:07 Uhr Ortszeit in das Douglas County Jail eingeliefert. Bereits am Freitag soll sich der Broncos-Verteidiger erneut vor Gericht verantworten.
Die Denver Broncos reagierten kurz darauf mit einem Statement: "Wir sind enttäuscht, von der Festnahme Coopers am Donnerstag erfahren zu haben, und prüfen die Angelegenheit weiterhin." Auch die NFL verfolgt den Fall und steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit dem Team.
Anfang Juni waren der Pass Rusher und seine Freundin nach einem eskalierten Streit von der Polizei festgenommen worden.
Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, muss sich Cooper nun unter anderem wegen Körperverletzung durch mutmaßliche Strangulation verantworten. Dabei handelt es sich nach dem Recht des Bundesstaates Colorado um ein Verbrechen („Felony“). Zudem wurde ein weiterer Körperverletzungsvorwurf erhoben.
Die Schilderungen der Beteiligten gehen dabei deutlich auseinander. Während Cooper gegenüber den Ermittlern von einem Gerangel im Zuge eines Streits sprach, beschuldigte ihn seine Freundin, sie unter anderem am Hals gepackt und gegen eine Wand gedrückt zu haben. Die neuen Vorwürfe basieren auf den laufenden Ermittlungen zu diesem Vorfall.
Broncos-Head-Coach Sean Payton bestätigte zuletzt, dass er ein längeres Gespräch mit seinem Spieler geführt habe. "Jetzt muss der Prozess seinen Lauf nehmen", erklärte der 62-Jährige. "Wir werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen und uns an die Vorgaben der Liga halten."
Trotz der laufenden Ermittlungen nahm Cooper zuletzt weiterhin am Offseason-Programm der Broncos teil.
Für den 28-Jährigen steht am 6. Juli zunächst eine weitere Anhörung an. Ein möglicher Geschworenenprozess könnte laut Gerichtsunterlagen am 22. Juli beginnen. Das wäre nur wenige Tage vor dem Start des Broncos-Trainingslagers.
Der Linebacker zählt sportlich zu den wichtigsten Verteidigern des Teams und hatte erst 2024 eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und 60 Millionen Dollar unterschrieben.
In der vergangenen Saison gelangen ihm acht Sacks, womit er zu den Leistungsträgern einer historisch starken Broncos-Defense gehörte, die einen neuen Franchise-Rekord für die meisten Sacks in einer Saison aufstellte.
mhh