20.05.2026
Auch Henry sorgt für Schreckmoment
Die Baltimore Ravens mussten beim Start der freiwilligen OTAs überraschend ohne Lamar Jackson auskommen. Head Coach Jesse Minter reagierte zwar gelassen - rund um den Quarterback bleiben dennoch einige Fragen offen.

Die Baltimore Ravens sind in die nächste Phase ihrer Offseason gestartet - allerdings ohne ihren wichtigsten Spieler auf dem Feld. Denn Star-Quarterback Lamar Jackson fehlte am Dienstag bei den freiwilligen Organized Team Activities (OTAs).
Der neue Head Coach Jesse Minter versuchte seine Abwesenheit laut der Associated Press anschließend herunterzuspielen und betonte dabei, dass Jackson schon bald zurückerwartet werde.
"Lamar war einer unserer Leader im gesamten Offseason-Programm", erklärte Minter demnach nach dem Training. Jackson habe "ein paar Dinge zu regeln" gehabt, man stehe jedoch in engem Kontakt.
"Wir hatten sehr gute Gespräche. Ich weiß, wann er zurückkommt - aber das bleibt zwischen mir und Lamar." Warum genau Jackson den medienöffentlichen Trainingstag verpasste, bleibt also erstmal ein Rätsel.
Durch das Fehlen des Quarterbacks rückten bei den Team-Drills seine Backups stärker in den Mittelpunkt. Tyler Huntley, Skylar Thompson und Undrafted Rookie Diego Pavia erhielten deutlich mehr Snaps im 11-gegen-11. Sportlich konnte allerdings keiner von ihnen wirklich nachhaltig herausstechen.
Die Situation sorgt auch deshalb für Diskussionen, weil die Ravens aktuell in eine neue sportliche Ära starten. Nach dem Ende der langen John-Harbaugh-Zeit wird unter Minter und Offensive Coordinator Declan Doyle derzeit an einem neuen Offensivsystem gefeilt.
Gerade in dieser Phase gilt die Präsenz des Quarterbacks eigentlich als besonders wichtig. Jackson hat zwar bereits an einigen Workouts im April teilgenommen, seine wechselhafte Teilnahme an freiwilligen Offseason-Programmen war in Baltimore allerdings schon häufiger Thema.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Situation durch Jacksons Vertrag. Der Deal des Quarterbacks läuft zwar noch zwei Jahre, eine langfristige Verlängerung kam bislang jedoch nicht zustande.
Trotz der Diskussionen stellte sich Minter demonstrativ hinter seinen Starspieler. Der neue Head Coach lobte insbesondere die Kommunikation innerhalb des Teams während des bisherigen Offseason-Programms.
"Die Kommunikation war sehr gut", sagte Minter. "Wir wissen immer, wo die Spieler sind und wann sie zurückkommen." Auch sportlich gilt Jackson weiterhin als unumstrittener Mittelpunkt des Franchise. Der zweimalige MVP soll die Ravens nach mehreren enttäuschenden Jahren endlich zurück in den Super Bowl führen.
Für einen kurzen Aufreger sorgte zudem Running Back Derrick Henry. Der Star-Runner blieb nach einem Zusammenprall kurz am Boden liegen, konnte das Training später jedoch fortsetzen.
Henry nahm die Szene anschließend mit Humor: "Der Boden fühlte sich kurz wie ein Bett an", scherzte der Running Back. "Und ich habe gesehen, wie heiß euch Reportern war. Also dachte ich mir, ich gebe euch wenigstens etwas zum Schreiben."
mhh