17.07.2026
Vier Duelle am GFL-Samstag
Am Samstag schaut die Liga nach Pforzheim. Wenn am 10. Spieltag der effect® ENERGY GFL die ungeschlagenen Schwäbisch Hall Unicorns von den Wilddogs empfangen werden, geht es um die Vorentscheidung der GFL Süd. Die Unicorns haben noch eine Rechnung mit den Wilddogs offen. Schließlich verloren sie im letzten Jahr im Pink Bowl vor heimischer Kulisse.

Vor einem Jahr lieferten sich beide Teams beim Pink Bowl in Aalen einen echten Football-Krimi, den die Wilddogs erst nach Verlängerung mit 41:34 für sich entschieden. Seitdem steht die Bilanz bei 1:0 für Pforzheim und will von den Unicorns gegen den letztjährigen Aufsteiger dringend korrigiert werden. Schwäbisch Hall ist im Süden 2026 das Maß aller Dinge.
Angeführt vom explosiven Runningback Kelley Joiner, den Pforzheims Head Coach Michael Lang mit seinen stärksten Defendern Jeremy Conley und Antonio Alzheimer unbedingt limitieren muss, gehen die rachelustigen Unicorns als Favorit in die Partie. Auf der anderen Seite brennt Pforzheim auf die Bestätigung der letzten Saison.
Als Tabellenzweiter will das Team aus der Goldstadt den Vorsprung auf Verfolger Ravensburg ausbauen und sich den begehrten Heimvorteil für die Playoffs sichern. Quarterback Drequan Harris ist dabei der Schlüssel. Er zählt zu den gefährlichsten Spielmachern dieser Liga.
Coach Felix Brenner und Schwäbisch Hall müssen sich für ihn mindestens genauso viel einfallen lassen, wie auf der anderen Seite die Wilddogs-Defense gegen Joiner. Sportlich verspricht das Duell also echte Spitzenklasse.
Menschlich sorgt zudem eine gemeinsame Aktion beider Teams für Gänsehaut. Die Spieler der Wilddogs und Unicorns besuchten vor dem Spiel gemeinsam die Kinderkrebsstation des Stuttgarter Olgahospitals. Viele der Kinder werden die Partie nun über den Livestream verfolgen.
Auch im Norden steigen zwei echte Schwergewichte in den Ring. Die Potsdam Royals empfangen im Sportpark Luftschiffhafen die Hildesheim Invaders. Es ist die Neuauflage jener Hitzeschlacht, die die Royals erst vor wenigen Wochen bei über 30 Grad in Hildesheim mit 44:21 für sich entschieden.
Der amtierende Deutsche Meister reist mit der besten Defense der Liga an, doch Hildesheims Quarterback Nelson Hughes III hat gezeigt, dass er auch gegen Top-Gegner brillieren kann. Für die Invaders, die mit fünf Siegen aus sechs Spielen selbst zu den Überraschungsteams der Saison zählen, wäre ein Sieg in Potsdam die nächste große Duftmarke.
Dafür müssen sie die Royals-Abwehr immer wieder vor schwere Aufgaben durch schnelles und effektives Football-Spiel stellen.
Brisant, aber unter anderen Voraussetzungen, geht es auch im Spiel im Ellenfeldstadion in Neunkirchen am Samstag weiter. Die Saarland Hurricanes warten weiterhin auf ihren ersten Heimsieg der Saison und empfangen mit den Munich Cowboys den aktuellen Tabellendritten.
Neuzugang Gabriel Cunningham übernimmt für die Canes auf Quarterback und soll der Offense neuen Schwung verleihen, während die Cowboys um Nick Semptimphelter ihren Playoff-Platz festigen wollen. Die Historie spricht dabei eher für die Gastgeber.
Von den vergangenen sechs Duellen gewannen die Hurricanes vier, zuletzt 2025 mit einem umjubelten 28:27-Auswärtssieg in München. Es wird Zeit für Sieg Nummer Fünf, um sich am Abstiegsrennen Luft zu machen.
Im Illerstadion in Kempten treffen mit den Allgäu Comets und den Regensburg Phoenix schließlich zwei Teams aufeinander, die beide unbedingt aus dem Tabellenkeller heraus wollen. Die Comets gelten aufgrund ihrer forschen Spielweise auf beiden Seiten des Balles zu Hause dank lautstarker Kulisse als unangenehmer Gegner.
Regensburg braucht in seiner ersten GFL-Saison der Vereinsgeschichte ein fehlerfreies und geduldiges Spiel, um das aggressive Spiel der Comets in Turnover umzumünzen. Jeder Sieg im direkten Duell der Abstiegskandidaten zählt doppelt.
Am Samstag dürfen wir ab 15:30 Uhr live bei DF1, auf Twitch und Sporteurope.tv verfolgen, wer sich durchsetzt und in der GFL Plätze in der Tabelle gutmachen kann!
Philipp Forstner