25.01.2026
Ungewisse Zukunft in Pittsburgh
Die Pittsburgh Steelers haben sich entschieden: Nach dem überraschenden Rücktritt von Mike Tomlin wird Mike McCarthy ihr neuer Head Coach. Die Verpflichtung des 62-Jährigen markiert einen bedeutsamen Einschnitt in der NFL-Legende der Franchise, die zuvor lediglich drei Trainer seit 1969 hatte. Gleichzeitig wirft dieser Schritt neue Fragen zur Zukunft von Quarterback Aaron Rodgers auf.

Die zentrale Personalie der Offseason betrifft nicht nur die Trainerbank, sondern auch das mögliche Comeback oder Karriereende eines der größten Spieler der Liga. Rodgers war in der vergangenen Saison in Pittsburgh aktiv, doch sein Vertrag lief aus - und bisher hat er keine Entscheidung über seine Fortsetzung oder seinen Rücktritt getroffen.
Mike McCarthy hat eine lange NFL-Karriere als Head Coach hinter sich. Am längsten war er bei den Green Bay Packers tätig, wo er mit Aaron Rodgers zusammenarbeitete und unter anderem den Super Bowl gewann. Zuletzt coachte er die Dallas Cowboys, bevor er Anfang 2026 als neuer Head Coach der Steelers auserkoren wurde.
McCarthy ist nicht nur aufgrund seiner Erfahrung eine markante Wahl für die Steelers, sondern auch wegen seiner lokalen Wurzeln: Er stammt aus dem Großraum Pittsburgh und gilt als "Sohn der Stadt". Mit ihm an der Spitze ersetzen die Steelers den langjährigen Erfolgstrainer Mike Tomlin, der nach 19 Jahren überraschend zurücktrat.
Welche Rolle spielt McCarthys Verpflichtung für Rodgers’ Zukunft in Pittsburgh? Der 42-jährige Quarterback hatte im Vorjahr bei den Steelers eine solide Saison gespielt, bevor er in der Wild-Card-Runde ausschied.
NFL-Insider Tom Pelissero betonte jüngst, dass es nicht McCarthys alleinige Aufgabe sei, Rodgers zurück nach Pittsburgh zu holen, doch er sieht einen klaren Zusammenhang zwischen den beiden: "Wenn Aaron Rodgers für einen Coach im Jahr 2026 zurückkommen würde, dann wäre es Mike McCarthy." Gleichzeitig wurde in Medienberichten darauf hingewiesen, dass die Verpflichtung McCarthys "nichts mit der Möglichkeit zu tun hat, Aaron Rodgers für 2026 zurückzuholen"
Ex-Steelers-Star Ben Roethlisberger zeigt sich erfreut über McCarthys Verpflichtung und sieht darin auch einen positiven Aspekt für Rodgers: "Er versteht, was es bedeutet, ein Steeler zu sein, und er könnte einen jüngeren Koordinator mitbringen. Das Potenzial Positive wäre, dass Aaron Rodgers zurückkommt. Sie haben eine Beziehung - sie haben einen Super Bowl zusammen gewonnen."
Gleichzeitig stehen die Steelers vor entscheidenden Personalfragen: Ohne klare Zukunft für Rodgers muss das Team auch mögliche Alternativen auf der Quarterback-Position in Betracht ziehen, während McCarthy beginnt, seine Vorstellungen vom Spielsystem zu etablieren.
nkr