26.01.2026
Rematch aus 2015
Die Conference Championship Games haben die letzten offenen Fragen der NFL-Playoffs beantwortet. Nach zwei intensiven Duellen stehen die Teilnehmer für den Super Bowl LX fest: Die New England Patriots vertreten die AFC, die Seattle Seahawks die NFC. Beide Teams setzten sich unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen durch und treffen nun im Endspiel der Saison aufeinander.

Während in der AFC extreme Wetterbedingungen und defensive Disziplin den Ausschlag gaben, entschied in der NFC ein Spiel mit hohem Tempo, Momentumwechseln und einem entscheidenden Fehler in den Special Teams. Die New England Patriots und Seattle Seahawks haben sich damit nicht nur ihre Conference-Titel gesichert, sondern auch das Ticket für das größte Spiel des Jahres gelöst.
Die New England Patriots sicherten sich den AFC-Titel mit einem defensiv geprägten 10:7-Erfolg bei den Denver Broncos und stehen erstmals seit 2019 wieder im Super Bowl. In Denver entwickelte sich ein Spiel unter extremen Bedingungen: Nach früher Führung der Broncos glichen die Patriots noch vor der Pause aus, ehe einsetzender Schneefall das Geschehen im zweiten Durchgang nahezu komplett bestimmte. Mehrere vergebene Field Goals auf beiden Seiten hielten die Partie offen, bevor New England im dritten Viertel mit einem Field Goal die entscheidenden Punkte erzielte und den knappen Vorsprung dank starker Defense und fehlerfreier Schlussphase bis zum Ende verteidigte.

Die Seattle Seahawks haben das NFC Championship Game mit 31:27 gegen die Los Angeles Rams gewonnen. In einer offensiven Achterbahnfahrt setzte sich Seattle dank eines starken Starts, drei Touchdown-Pässen von Sam Darnold und einer entscheidenden Defensivsequenz im Schlussviertel durch. Trotz großer Plays von Matthew Stafford, Puka Nacua und Davante Adams blieb den Rams das Comeback verwehrt. Die Seahawks sicherten sich mit dem Sieg die George-Halas-Trophy und folgen den Patriots in den Super Bowl 60.
Der Super Bowl LX wird am Sonntag, 8. Februar, um 00:30 Uhr MEZ im Levi’s Stadium in Santa Clara, Kalifornien, gespielt. Sportlich bringt das Finale auch eine historische Dimension mit sich: Für die Seattle Seahawks ist es ein Wiedersehen mit einem Gegner aus früheren Super-Bowl-Auftritten. Bereits im Super Bowl XLIX (2015) traf Seattle auf die New England Patriots - ein Spiel, das durch Malcolm Butlers Interception in der Endzone gegen Russell Wilson entschieden wurde und bis heute als einer der schmerzhaftesten Momente der Seahawks-Geschichte gilt.

Beide Organisationen treten nun mit völlig neuen Vorzeichen an: Weder Pete Carroll noch Bill Belichick stehen noch an der Seitenlinie, ebenso gehören Tom Brady und Russell Wilson der aktiven NFL-Vergangenheit an. Stattdessen werden die Teams von vergleichsweise neuen Head Coaches geführt - Mike Vrabel in seiner ersten Saison bei den Patriots und Mike Macdonald in seinem zweiten Jahr in Seattle. Beide Franchises beendeten die Regular Season mit einer Bilanz von 14-3. Für New England ist es bereits die zwölfte Super-Bowl-Teilnahme, ein Ligarekord; sechs Titel bedeuten zudem geteilter Bestwert in der NFL-Historie.
Auch abseits des Feldes ist für großes Aufgebot gesorgt: Bad Bunny tritt in der Halbzeitshow auf, Green Day gestaltet die Eröffnungszeremonie. Die Nationalhymne wird von Charlie Puth gesungen, "America the Beautiful" von Brandi Carlile, und "Lift Every Voice and Sing" von Coco Jones.
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mgs