23.10.2026
Giants, Seahawks oder Broncos?
Mehrere Teams haben laut ESPN Interesse an einem möglichen Trade für Jonathan Taylor bekundet. Ob die Indianapolis Colts tatsächlich bereit sind, vor der Trade Deadline Spieler abzugeben, bleibt vorerst unklar.

Die Colts entließen am Montag General Manager Chris Ballard, Ed Dodds übernimmt vorerst interimistisch die Personalgeschäfte. Der Schritt nährt Spekulationen über einen möglichen Rebuild der Franchise, in dessen Zuge auch namhafte Spieler zur Disposition stehen könnten. Sollte sich die Situation der Colts (2:4) nicht verbessern, könnte zudem Head Coach Shane Steichen seinen Posten verlieren. Mit Blick auf die kommenden Spiele gegen Minnesota und Jacksonville, die zusammen eine Bilanz von 9:2 vorweisen, dürfte sich die Lage für Indianapolis zunächst kaum entspannen.
Taylor selbst wollte sich auf Nachfrage am Donnerstag nicht zu möglichen Spekulationen äußern: "Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Das wäre gerade verrückt, zumal wir gegen ein großartiges Minnesota-Team antreten müssen. Ich denke, es wäre respektlos und ein Bärendienst gegenüber meinen Teamkollegen und dieser ganzen Organisation, darüber nachzudenken, was passieren könnte, sollte oder vielleicht wird."
Liga-intern gelten unter anderem die New York Giants, Cincinnati Bengals, Minnesota Vikings, Seattle Seahawks, Denver Broncos und Green Bay Packers als mögliche Optionen für einen Taylor-Trade.
Taylor, 2020 als Zweitrunden-Pick von Ballard selbst gedraftet, unterschrieb bereits zweimal eine Vertragsverlängerung bei den Colts - zuletzt im August einen Drei-Jahres-Vertrag mit einem Jahresdurchschnitt von 22 Millionen Dollar, ligaweit der dritthöchste Wert seiner Position.
In der vergangenen Saison führte der 27-Jährige die gesamte Liga bei Carries (323), Touchdowns (18) und First Downs (84) an. In dieser Saison kommt er bislang auf 122 Läufe für 492 Yards und sieben Touchdowns in sechs Spielen, in seiner gesamten Karriere stehen für ihn 1673 Carries, 8090 Yards und 76 Touchdowns zu Buche - der zweitbeste Wert seit seinem Liga-Einstieg hinter Baltimores Derrick Henry.
Autor: Marc Gschwentner