03.03.2026
Indiana Jones
Die Quarterbackfrage in Indianapolis ist vorerst geklärt. Die Colts nutzen ihren Transition Tag für Daniel Jones. Damit entschieden sich die Colts für ein teures Risiko.

Nach nur einem Jahr bei den Colts nimmt das Team aus Indianapolis eine Menge Geld in die Hand, um den 28-Jährigen im Team zu halten. Jones hatte in der vergangenen Saison starke Leistungen gezeigt und war nach der ersten Saisonhälfte mit den Colts auf Playoff-Kurs. Mit dem Transition Tag ist Jones allerdings nicht fest an die Colts gebunden.
Die Colts entschieden sich dazu, Daniel Jones mit dem Transition Tag auszustatten und nicht mit dem Franchise Tag. Dadurch erhält Jones für das eine Jahr bei den Colts 37,8 Millionen Dollar. Das Team aus Indianapolis spart durch den Transition Tag etwa sechs Millionen Dollar im Vergleich zum Franchise Tag, der das Franchise 43,9 Millionen Dollar gekostet hätte.
Doch dieses Vorgehen birgt ein Risiko: Durch den Transition Tag hat Jones die Möglichkeit, mit anderen Teams zu verhandeln. Sollte sich der ehemalige First-Round-Pick mit einem anderen Team auf einen Vertrag einigen, können die Colts mit dem Angebot gleichziehen. Sollte sich das Team aus Indianapolis aber dagegen entscheiden, verlieren sie Jones doch an einen Ligakonkurrenten, ohne jegliche Gegenleistung oder Kompensation.
Daniel Jones kam als Konkurrent für Anthony Richardson in der Offseason zu den Colts und unterschrieb einen Einjahresvertrag. Der von den Giants gedraftete Quarterback wurde 2024 von selbigem Team mitten in der Saison entlassen und fungierte den Rest der Saison 2024 bei den Vikings als Backup von Sam Darnold. Nach seinem Wechsel zu den Colts in der Offseason 2025 setzte sich Jones im Trainingscamp und in der Preseason gegen Richardson durch und erhielt den Starting-Job bei den Colts.
Entgegen aller Erwartungen spielte Jones bei den Colts den besten Football seiner Karriere und führte sein Team zu einem zwischenzeitlichen Record von 8-2. In nur 13 Spielen warf Jones die zweitmeisten Yards in seiner Karriere und erzielte 24 Total Touchdowns und warf acht Interceptions. Beendet wurde seine Saison allerdings in Woche 13, als sich Jones, der bereits einen Knochenbruch im Bein erlitten hatte, die Achillessehne riss.
Schon vor der offiziellen Verkündung gab es Kritik an der Möglichkeit, Jones mit dem Franchise Tag zu halten. Jones spielte zwar eine gute Saison, trotzdem bleibt die Frage weiter offen, ob der Quarterback eine solch gute Saison überhaupt wiederholen kann. Zudem ist ein Franchise Tag für Quarterbacks mit Abstand der teuerste Tag in der NFL und selbst der Transition Tag ist höher als jeder Franchise Tag anderer Positionen.
Ebenso kritisch wird der Gesundheitszustand von Jones betrachtet. In Woche 13 der NFL riss er sich die Achillessehne - eine der schwersten Verletzungen im Sport. Ob Jones bis zum Start der neuen Saison komplett fit wird, bleibt weiterhin eine ungeklärte Frage und ob er überhaupt jemals wieder nach einer solch schweren Verletzung zu alter Stärke zurückfinden kann, ist für viele eher unrealistisch.
Neben Daniel Jones beeinflusst die Entscheidung auch noch seinen Teamkollegen Alec Pierce. Der Wide Receiver war hinter Jones der Top-Kandidat auf den Franchise Tag gewesen, der für Wide Receiver nur bei 27,3 Millionen Dollar liegt. Nach der Entscheidung für Jones ist so gut wie klar, dass Pierce in die Free Agency gehen wird, da ein Franchise nur einen Franchise- oder Transition-Tag pro Offseason nutzen darf.
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nhu