10.05.2026
Tarifvertrag der NFL
Das Collective Bargaining Agreement ist für viele ein eher unbekannter Begriff. Dabei bildet es eine zentrale Grundlage für den Spielbetrieb in der NFL ab. Dieser Text erklärt, was genau hinter dem CBA steckt und warum es für Spieler und Schiedsrichter so wichtig ist.

Verträge bestimmen den Alltag im Profisport - einer davon ist besonders entscheidend: das Collective Bargaining Agreement. Es bildet die Basis für die Zusammenarbeit zwischen Liga, Spielern und Schiedsrichtern.
Das Collective Bargaining Agreement (CBA) ist ein Tarifvertrag, der zwischen zwei Parteien ausgehandelt wird. In der NFL geschieht das zwischen der Liga mit ihren 32 Teambesitzern und den jeweiligen Interessenvertretungen - entweder der Spielergewerkschaft (NFLPA) oder der Schiedsrichtergewerkschaft (NFLRA).
Ein solches Abkommen regelt grundlegende Rahmenbedingungen und legt fest, unter welchen Voraussetzungen gearbeitet wird. Dazu gehören unter anderem Rechte, Pflichten und organisatorische Abläufe. Da sich die Anforderungen im Profisport ständig verändern, ist ein CBA kein dauerhaft gültiger Vertrag. Stattdessen wird er in regelmäßigen Abständen neu verhandelt und angepasst.
Ein weiterer wichtiger Zweck dieser Verhandlungen ist es, Konflikte zu vermeiden. Durch klare Regelungen sollen Streiks verhindert werden - auch wenn das nicht immer gelingt. 1968 gab es den ersten Spielerstreik der NFLPA, da sie für mehr Rechte einstehen wollten. Elf Tage später wurde aus dem Streik das erste CBA unterzeichnet. Es regelte damals zum Beispiel ein Mindestgehalt von 9000 US-Dollar.
Wichtig ist: Nicht jedes CBA ist gleich. Spieler und Schiedsrichter unterschreiben unterschiedliche Tarifverträge - es gibt nicht einen für alle. Das liegt an den unterschiedlichen Inhalten. Ein Spieler in der NFL braucht nicht die gleichen Voraussetzungen wie ein Schiedsrichter. In beiden Fällen verhandeln die Gewerkschaften jedoch mit der NFL.
Das CBA der Spieler behandelt Themen wie beispielsweise Arbeitsbedingungen, Mindestgehälter, Salary Cap und gesundheitliche Standards. Die letzten Verhandlungen haben 2020 stattgefunden. Dort wurde unter anderem beschlossen, dass die Liga von 16 auf insgesamt 17 reguläre Spiele aufgestockt wird.
Die Verhandlungen zwischen der NFL und den Schiedsrichtern in dieser Offseason waren ein Beispiel genau für diesen Prozess. Auch wenn die Verhandlungen lange stockten und es fraglich war, ob sich beide Seiten einigen können, wurde sich kürzlich auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt. Im Tarifvertrag der Referees geht es meistens um Gehälter, Altersvorsorge und Schulungen.
lgr