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Vorschau auf Woche 9
Nach einem erneut von Upsets geprägten Wochenende bietet Week 9 der College-Football-Saison wieder ein hochkarätiges Programm. Im Zentrum steht die Verlegung der traditionsreichen Rivalität zwischen Georgia und Florida nach Atlanta, dazu trifft Top-Team Miami auf eine starke North-Carolina-Defense unter Bill Belichick, während Lincoln Riley mit USC gegen ein quarterback-loses Ohio State um seine Zukunft kämpft.

Nach acht ereignisreichen acht Wochen hält auch Week 9 wieder einige Partien mit Brisanz bereit. Neben dem Duell zwischen Georgia und Florida steht mit Arizona bei Texas Tech zwar nur ein weiteres Top-25-Duell auf dem Programm. Dennoch ist für Spannung gesorgt: Miami, Ohio State und Ole Miss könnten gegen vermeintliche Außenseiter ins Straucheln geraten.
Die "World’s Largest Outdoor Cocktail Party" findet erstmals seit 31 Jahren nicht in Jacksonville statt - wegen Renovierungsarbeiten am EverBank Stadium wird das Duell zwischen Georgia (Rang #3 nach dem AP Top 25 Ranking) und Florida (#17) ins Mercedes-Benz Stadium nach Atlanta verlegt. Es ist zugleich das erste Mal seit sechs Jahren, dass beide Teams gerankt in die Partie gehen. Georgia will nach der knappen Last-Second-Niederlage gegen Auburn reagieren, während ein Sieg für Florida unter dem starken First-Year-Coach Jon Sumrall nach dem Überraschungscoup gegen Texas bereits den zweiten Sieg in Folge gegen ein Top-Ten-Team bedeuten würde.
Running Back Jadan Baugh, gebürtiger Atlanta-Einwohner und einst von Georgia hart umworben, kehrt in seine Heimatstadt zurück - er führt die SEC mit 13 Rushing-Touchdowns an. Head Coach Kirby Smart lobte ihn ausdrücklich: "Sie haben ein großartiges Laufschema, und sie haben einen großartigen Running Back dazu." Entscheidend könnte zudem werden, ob Georgias zuletzt schwächelnde Run-Defense (6,1 Yards pro Lauf in den vergangenen zwei Spielen) Floridas zuletzt ins Stocken geratenes Laufspiel (nur noch 3,8 Yards pro Carry seit Week 5) in den Griff bekommt.
Mit Ausnahme des ungeschlagenen Utah ist die Big-12-Tabelle hinter der Spitze komplett offen - gleich vier Teams, darunter Arizona (#22) und Texas Tech (#13), stehen bei einer 3:1-Conference-Bilanz. Die Red Raiders kommen von ihrer ersten Saisonniederlage gegen das unranked Cincinnati, während die Wildcats nach ihrer einzigen Pleite gegen BYU in Week 2 bereits fünf Siege in Serie feierten.
Im Mittelpunkt steht Arizona-Quarterback Noah Fifita, der mit einem PFF-Grade von 90,1 zu den landesweit Besten zählt - er trifft jedoch auf eine der stärksten Pass-Defenses des Landes, angeführt von Defensive Tackle A.J. Holmes Jr. Auf der Gegenseite kämpft Texas-Tech-Quarterback Will Hammond mit ebenso vielen Interceptions (6) wie Touchdowns gegen Arizonas manlastige Defense (62 Prozent Man-Coverage, höchster Wert der Liga).
Für USC-Head-Coach Lincoln Riley steht beim Duell gegen das topgerankte Ohio State (#2) einiges auf dem Spiel. Mit nur 14:9 Big-Ten-Siegen seit dem Wechsel in die Conference und bislang keiner einzigen Playoff-Teilnahme in fünf Jahren gerät Riley zunehmend unter Druck - verliert er gegen die Buckeyes, droht angesichts weiterer schwerer Aufgaben gegen Indiana und UCLA das endgültige Aus der Playoff-Hoffnungen.
Ohio State selbst reist dabei erstmals ohne Star-Quarterback Julian Sayin an, der sich beim knappen Sieg gegen Indiana am Wurfarm verletzte und laut Head Coach Ryan Day wohl für den Rest der Saison ausfällt. Wer zwischen den unerfahrenen Backups Luke Fahey und Tavien St. Clair übernimmt, ließ Day offen - die klare Marschroute bleibt jedoch dieselbe: den Ball zu Heisman-Favorit Jeremiah Smith zu bringen, der ligaweit alle Power-Four-Receiver bei Yards und Touchdowns anführt. USC wiederum tut sich nach starkem Saisonstart zuletzt immer schwerer mit tiefen Pässen und kassierte zuletzt beim historisch schwächsten Offensivauftritt unter Riley (nur sieben Punkte gegen Wisconsin) drei Deep-Interceptions binnen vier Spielen.
Ole Miss (#12) steht nach der Niederlage gegen Texas bereits bei zwei Saisonpleiten - noch nie hat ein Team mit drei Niederlagen den Sprung ins College Football Playoff als At-large-Team geschafft. Gegen Auburn, das selbst erst vor wenigen Wochen für die Überraschung gegen das damals drittplatzierte Georgia sorgte, muss Ole Miss deshalb zurück in die Spur finden.
Quarterback Trinidad Chambliss musste zuletzt gegen Texas mit drei Interceptions und nur 47,2 Prozent Completion Rate die gesamte offensive Last allein stemmen, da Star-Running-Back Kewan Lacy weiterhin mit einer Schulterverletzung kämpft.
Das topgerankte Miami (#1) trifft bei North Carolina auf eine überraschend solide Defense unter NFL-Legende Bill Belichick, angeführt von den beiden besten Tacklern der ACC sowie Lineman Xavier Lewis (sieben Sacks). Die Hurricanes bringen dagegen die mit Abstand produktivste Offense des Landes mit (49,0 Punkte, 551,9 Yards pro Spiel im Schnitt) - angetrieben vom Duo Darian Mensah und Malachi Toney, das bereits offiziell als Heisman-Kandidaten-Pärchen vermarktet wird. Toney stellte zuletzt gegen Pittsburgh mit 16 Catches für 194 Yards und drei Touchdowns einen Programmrekord auf; Belichick selbst zeigte sich beeindruckt: "Er kann dich mit einem Screen Pass töten, er kann dich auf dem Intermediate-Level töten, er kann dich mit tiefen Bällen töten... Ich sehe in seinem Spiel eigentlich keine Schwachstellen."
Die eigentliche Gefahr für Miami liegt jedoch woanders: Bereits eine Woche später wartet mit dem Auswärtsspiel beim fünftplatzierten Notre Dame - einem Rematch des vorjährigen CFP-Spiels - eines der größten Duelle der gesamten Saison. Head Coach Mario Cristobal betonte dennoch, den Fokus voll auf North Carolina zu legen: "Wir haben uns nur den Film von North Carolina angeschaut. An der Line of Scrimmage verprügeln sie jeden, gegen den sie spielen." Historisch spricht zudem einiges für die Tar Heels: Miami verlor die vergangenen fünf direkten Duelle in Serie, während UNC allerdings noch nie in der eigenen Geschichte gegen ein Nummer-eins-Team gewinnen konnte (0:11).
| Heimteam | Auswärtsteam | Kickoff |
|---|---|---|
| Navy | Notre Dame (#5) | 31.10., 17:00 Uhr |
| Texas Tech (#13) | Arizona (#22) | 31.10., 17:00 Uhr |
| Syracuse | SMU (#19) | 31.10., 17:00 Uhr |
| Iowa | Wisconsin (#25) | 31.10., 17:00 Uhr |
| Ole Miss (#12) | Auburn | 31.10., 17:45 Uhr |
| Georgia (#3) | Florida (#17) | 31.10., 20:30 Uhr |
| Indiana (#4) | Minnesota | 31.10., 20:30 Uhr |
| BYU (#8) | Arizona State | 31.10., 20:30 Uhr |
| Oregon | Northwestern (#20) | 31.10., 20:30 Uhr |
| Cincinnati | Utah (#6) | 31.10., 20:45 Uhr |
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Autor: Marc Gschwentner
| Wake Forest (#14) |
| Virginia |
| 31.10., 20:45 Uhr |
| UCLA (#7) | Nevada | 31.10., 21:15 Uhr |
| Iowa State | Oklahoma State (#24) | 01.11., 00:00 Uhr |
| North Carolina | Miami (#1) | 01.11., 00:30 Uhr |
| USC | Ohio State (#2) | 01.11., 00:30 Uhr |
| Texas (#11) | Mississippi State | 01.11., 00:30 Uhr |
| Arkansas | Missouri (#23) | 01.11., 00:45 Uhr |
| Boise State (#20) | Texas State | 01.11., 03:00 Uhr |