06.05.2026
Zurück in die Postseason
Kurz nach dem Draft sind die wichtigsten Baustellen im Kader der 32 NFL-Teams geschlossen und es lässt sich ein erster Ausblick auf die neue Saison wagen. Diese fünf Teams haben sehr gute Chancen, in die Playoffs zu kommen, obwohl sie es letztes Jahr nicht geschafft haben.

Jedes Jahr hoffen die Fans, dass ihr Team es endlich in die Playoffs schafft. Besonders groß ist der Wunsch bei den Fans, deren Teams im letzten Jahr die Postseason verpassten. Obwohl diese Franchises im vergangenen Jahr nicht gut genug waren, haben sie dennoch Grund zur Hoffnung. Denn in den letzten 35 Jahren sind immer mindestens vier Teams in die Playoffs gekommen, deren Saison im Jahr davor bereits nach der Regular Season zu Ende war. In diesem Jahr hat sich durch die Free Agency und den Draft einiges verändert und diese fünf Teams konnten sich stark weiterentwickeln und haben gute Chancen, in der Saison 2026 in die Playoffs zu kommen:
Die Dallas Cowboys hatten in der vergangenen Saison schon ein starkes Team, das von der eigenen Offensiv-Power lebte. Dak Prescott spielte eine starke Saison und mit George Pickens und CeeDee Lamb hat Americas Team eines der besten Receiver-Duos der gesamten NFL. Größter Schwachpunkt der Cowboys war die Defense - die sieht allerdings nach der Free Agency und dem Draft komplett anders aus als in der letzten Saison.
Mit Christian Parker, Rashan Gary und Jalen Thompson konnten sich die Cowboys massiv in der Defense verstärken und adressierten auch im Draft ihre Needs in der Verteidigung. Mit ihren beiden Erstrundenpicks holten sich die Cowboys Ausnahmetalent Caleb Downs für die Safety-Position und Malachi Lawrence für den Pass-Rush. Mit diesem stark verbesserten Roster können die Cowboys um den Titel in der NFC East mitspielen und sich somit einen Platz in den Playoffs sichern.
Es ist gerade einmal zwei Saisons her, dass die Detroit Lions mit einem Record von 15-2 die NFC dominierten und sicher in die Playoffs einzogen. Ein Teil dieser Dominanz war noch sichtbar zum Beginn der vergangenen Saison, aber nach einem 7-4 Start konnten die Lions den guten Trend nicht ins Ziel bringen und verpassten die Playoffs.
Ein gravierender Grund für den Leistungsabfall waren die vielen Verletzungen, die die Lions zu beklagen hatten. Mit einem sehr starken Kader können die Lions immer ganz oben mit angreifen, wenn das Team weitestgehend fit bleibt. Mit einem extrem jungen und talentierten Kader werden die Lions diese Saison wieder oben in der NFC North mitspielen und um die Playoff-Plätze in der NFC mitkämpfen können.
Die New Orleans Saints könnten ein Geheimfavorit sein, den nur wenige auf dem Zettel haben, denn die vergangene Saison sah übel aus. In den ersten neun Spielen hagelte es acht Niederlagen - einzig ein Sieg gegen die New York Giants konnte das Team einfahren. Doch mit der Übernahme von Zweitrundenpick Tyler Shough als Starting Quarterback wurde es deutlich besser bei den Saints. Zum Ende hin gewannen die Saints unter Shough sogar vier ihrer letzten fünf Spiele und Shough zeigte Leistungen, die von einem Franchise-Quarterback erwartet werden.
In der Offseason konnten sich die Saints zudem weiter verstärken und haben mit Alvin Kamara und Travis Etienne Jr. ein gefährliches Backfield. Zudem wählten sie mit ihrem Erstrundenpick Jordyn Tyson, einen der besten jungen Receiver in der NFL - solange er fit ist. Er und Chris Olave sind perfekte Anspielstationen für einen jungen Quarterback wie Shough, der in sein zweites Jahr geht.

Bei den Baltimore Ravens hat sich in der Offseason viel getan. Das Team musste sich nicht nur von einigen Leistungsträgern wie Tyler Linderbaum, Isaiah Likely und einigen Special Teamern trennen, sondern mussten sich nach der Entlassung von Head Coach John Harbaugh im Coaching Staff komplett neu aufstellen. Jesse Minter übernahm die Stelle des Head Coaches und wird als ehemaliger Defensive Coordinator einen besonderen Fokus auf die Defense legen - und das nicht ohne Grund.
Denn die Offense sollte mit der Qualität an Spielern unter einem jungen Offensive Coordinator wie Declan Doyle gut funktionieren, wenn er frischen Wind in die hochtalentierte Offense der Ravens bringt. Die Lücken, die durch die Abgänge in der Free Agency entstanden sind, haben die Ravens gut geschlossen und mit einem Gespann aus Lamar Jackson und Derrick Henry ist viel möglich.
Die Cincinnati Bengals hatten in den vergangenen Saisons immer zwei große Probleme: Joe Burrow beschützen und defensiv nicht komplett auseinanderfallen. In der Offseason haben die Bengals deshalb enorm in die Defense investiert. Zwar verließ mit Trey Hendrickson der beste Pass-Rusher das Team ausgerechnet zum Divisionsrivalen nach Baltimore, aber sie konnten mit Jonathan Allen, Boye Mafe und Bryan Cook die Lücke sofort wieder schließen und mehr Kadertiefe erzeugen. Mit dem Trade für Dexter Lawrence holten sich die Bengals zudem noch einen der besten D-Liner der Liga ins Team und stellen nun eine gefährliche Defense in der AFC North.
Im Draft investierten die Bengals mit Pass-Rusher Cashius Howell und Cornerback Tacario Davis weiter in die Defense und wählten in den Runden danach noch zwei Offensive Liner. Mit einer generalüberholten Defense können die Bengals wieder in Richtung Playoffs schauen, denn die Offense ist mit Joe Burrow, Ja’Marr Chase und Tee Higgins auf einem sehr hohen Level.
nhu