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    NFL

    vor 1 Tag

    Von Mini-Corner bis Riesen-Tackle

    Die verrücktesten Spieler im NFL Draft 2026

    Der NFL Draft bringt jedes Jahr mehr als nur Talent hervor. Dabei rücken auch Spieler in den Fokus, die nicht ins Schema passen. Ungewöhnliche Profile, besondere Geschichten, seltene Athletik - genau diese Prospects sorgen für die größten Debatten. Und auch dieses Jahr gibt es einige, die herausstechen.

    Defensive Back D’Angelo Ponds von den Indiana Hoosiers reagiert nach einem Spielzug im College Football Playoff National Championship Game gegen die Miami Hurricanes im Hard Rock Stadium (College Football, USA)
    Indiana Hoosiers-Spieler D’Angelo Ponds im College Football Playoff National Championship Game gegen Miami IMAGO/Icon Sportswire

    Während viele Scouts nach dem perfekten Gesamtpaket suchen, gibt es immer wieder Spieler, die aus ganz anderen Gründen herausstechen. Manche sprengen physische Grenzen, andere überraschen mit historischer Athletik oder einer einzigartigen Entwicklung. Diese zehn Namen gehören zu den auffälligsten Erscheinungen des Draft-Jahrgangs 2026.

    D’Angelo Ponds: Elite-Athletik trotz Mini-Maßen

    D’Angelo Ponds gehört zu den ungewöhnlichsten Cornerbacks dieses Jahrgangs. Mit einer Größe von 174 cm (5' 8?") liegt er im 2. Perzentil unter NFL-Cornerbacks. Das bedeutet, dass 98 Prozent aller gemessenen Spieler auf dieser Position größer sind. Sein Gewicht von 82,6 kg (182 lbs) liegt im 11. Perzentil, seine Armlänge von 74,6 cm (29?") ebenfalls im 2. Perzentil.

    Was ihm an physischen Voraussetzungen fehlt, gleicht er mit außergewöhnlicher Athletik aus. Sein Vertical Jump von 110,5 cm (43½") bringt ihn ins 98. Perzentil. Ponds kompensiert seine Größe mit Explosivität und Beweglichkeit auf höchstem Niveau. Nach einer erfolgreichen College-Karriere, die im Championship-Titel mit Indiana gipfelte, gilt er als sicherer Day-2-Pick.

    Defensive Back D’Angelo Ponds von den Indiana Hoosiers jubelt mit der Trophäe nach dem Sieg im College Football Playoff National Championship Game gegen die Miami Hurricanes im Hard Rock Stadium
    Titelgewinn im College Football: Indiana Hoosiers-Spieler D’Angelo Ponds feiert mit der Championship-Trophäe IMAGO/Icon Sportswire

    Caleb Banks: Ein physisches Monster

    Das komplette Gegenteil zu Ponds verkörpert Caleb Banks. Mit 199 cm (6' 6¼") Körpergröße bewegt er sich im 98. Perzentil unter Defensive Tackles, sein Gewicht von 148,3 kg (327 lbs) unterstreicht seine massive Präsenz.

    Seine Armlänge von 88,9 cm (35") liegt im 94. Perzentil, seine Wingspan sogar im 98. Perzentil. Spieler mit diesen Maßen sind selbst in der NFL eine Seltenheit. Noch beeindruckender wird es bei seiner Athletik: 5,04 Sekunden im 40-Yard-Dash, ein Vertical Jump von 81,3 cm (32") und ein Broad Jump von 2,90 m (114").

    Besonders bemerkenswert: Banks absolvierte den Combine mit einer Fußverletzung, die erst danach diagnostiziert wurde und eine Operation erforderlich machte. Ohne diese Einschränkung wären seine Werte womöglich noch spektakulärer gewesen. Trotz Verletzungsrisiko bringt er ein klassisches First-Round-Profil mit.

    Defensive Lineman Caleb Banks von den Florida Gators jubelt nach einem eroberten Fumble im Spiel gegen die Florida State Seminoles im Ben Hill Griffin Stadium
    Florida Gators-Spieler Caleb Banks feiert einen wichtigen Ballgewinn gegen Florida State Getty Images

    Kenyon Sadiq: Der schnellste Tight End der Moderne

    Kenyon Sadiq definiert neu, was auf der Tight-End-Position möglich ist. Mit 1,91 m (6' 3") und 109,3 kg (241 lbs) lief er die 40 Yards in 4,39 Sekunden. Damit stellte er die schnellste Zeit eines Tight Ends seit mindestens 2003 auf.

    Sein Broad Jump von 3,38 m (11' 1") und sein Vertical Jump von 110,5 cm (43½") gehören ebenfalls zur absoluten Spitze. Sadiq war damit schneller als viele der besten Wide Receiver vergangener Generationen und kombinierte diese Geschwindigkeit mit explosiver Sprungkraft.

    Zum Vergleich: Er lief schneller als Odell Beckham Jr., sprang höher als Julio Jones und war explosiver als Andre Johnson. Ein einzigartiges Profil, das ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit zum ersten Tight End in Runde eins macht.

    Tight End Kenyon Sadiq von den Oregon Ducks während eines Spiels gegen die Rutgers Scarlet Knights im SHI Stadium in Piscataway
    Oregon Ducks-Tight-End Kenyon Sadiq im Spiel gegen Rutgers IMAGO/ZUMA Press Wire

    Kadyn Proctor: Masse trifft Explosivität

    Kadyn Proctor ist ein physisches Monster auf der Offensive-Tackle-Position. Mit 200 cm (6' 6?") und 159,7 kg (352 lbs) gehört er zu den schwersten Spielern seines Jahrgangs. Sein Gewicht liegt im 97. Perzentil, was bedeutet, dass nur drei Prozent aller Offensive Tackles beim Eintritt in die NFL schwerer waren.

    Trotz dieser Masse bringt Proctor erstaunliche Explosivität mit. Sein Vertical Jump von 82,6 cm (32½") ist für einen Spieler dieser Gewichtsklasse außergewöhnlich. Diese Kombination aus Kraft und Athletik macht ihn zu einem potenziellen First-Round-Pick.

    Offensive Lineman Kadyn Proctor von den Alabama Crimson Tide schützt den Quarterback im Spiel gegen die South Florida Bulls im Raymond James Stadium in Tampa
    Alabama Crimson Tide-Offensive-Liner Kadyn Proctor im Einsatz gegen South Florida IMAGO/ZUMA Wire

    Brenen Thompson: Der leichteste Speedster im Draft

    Brenen Thompson fällt sofort ins Auge. Mit 74,4 kg (164 lbs) liegt er im 1. Perzentil, seine Größe von 175 cm (5' 9") im 6. Perzentil unter Wide Receivern.

    Doch Thompson bringt eine Eigenschaft mit, die alles überstrahlt: Speed. Mit einer Zeit von 4,26 Sekunden über 40 Yards ist er der schnellste Spieler des gesamten Drafts. Dieser Speed wurde nicht nur beim Combine gemessen, sondern ist auch auf Tape klar sichtbar.

    Trotz seiner Größe dominierte er als Outside Receiver auf höchstem College-Niveau in der SEC. Ob er bereits an Tag zwei gezogen wird, bleibt offen. Sein Skillset ist jedoch einzigartig.

    Wide Receiver Brenen Thompson von den Mississippi State Bulldogs läuft nach einem gefangenen Pass zum Touchdown im Spiel gegen die Arizona State Sun Devils im Davis Wade Stadium
    Touchdown für die Mississippi State Bulldogs: Brenen Thompson setzt sich gegen Arizona State durch IMAGO/Imagn Images

    Markel Bell: Gigant mit überraschender Schwäche

    Markel Bell ist einer der größten Spieler dieses Drafts. Mit 206 cm (6' 9¼") liegt er im 99. Perzentil, sein Gewicht von 156,9 kg (346 lbs) im 96. Perzentil.

    Seine Wingspan bewegt sich im 97. Perzentil, was ihn zu einem echten Ausnahmeathleten macht. Kurios ist jedoch ein Detail: Seine Handgröße von 22,9 cm (9") liegt nur im 2. Perzentil.

    Ein bemerkenswerter Fun Fact: Der deutlich kleinere D’Angelo Ponds hat größere Hände als Bell. Dieses ungewöhnliche Profil macht Bell zu einem der faszinierendsten Prospects. Seine Draft-Range reicht aktuell von Tag zwei bis Tag drei.

    Offensive Lineman Markel Bell von den Miami Hurricanes geht in die Blockarbeit im Spiel gegen die SMU Mustangs im Gerald J. Ford Stadium in Dallas
    Miami Hurricanes-Offensive-Liner Markel Bell im Duell mit SMU IMAGO/ZUMA Press Wire

    Caleb Tiernan: Explosivität trotz ungewöhnlicher Maße

    Auch Caleb Tiernan bringt eine seltene Kombination aus Größe und Athletik mit. Mit 203 cm (6' 8") und 146,5 kg (323 lbs) gehört er zu den größten Offensive Tackles im Draft.

    Seine Explosivität ist jedoch das eigentliche Highlight. Mit einem Vertikalsprung von 90,2 cm (35½") gehört er zum 98. Perzentil. Gleichzeitig fällt jedoch ein anderer Aspekt auf: Seine Armlänge von 81,9 cm (32¼") liegt nur im 4. Perzentil, hinzu kommen sehr kleine Hände. Für einen Spieler seiner Größe ist das ungewöhnlich wenig Länge.

    Diese Mischung macht ihn zu einem echten Ausreißerprofil, das Scouts vor schwierige Entscheidungen stellt.

    Offensive Lineman Caleb Tiernan von den Northwestern Wildcats im Einsatz während eines Spiels gegen die Nebraska Cornhuskers im Memorial Stadium in Lincoln
    Northwestern Wildcats-Offensive-Liner Caleb Tiernan im Spiel gegen Nebraska IMAGO/ZUMA Wire

    Taylen Green: Historische Athletik auf der Quarterback-Position

    Taylen Green hat beim Combine Geschichte geschrieben. Der Quarterback stellte neue Bestwerte im Vertical Jump und Broad Jump auf und lief die 40 Yards in 4,36 Sekunden.

    Diese Werte sind für einen Quarterback nahezu beispiellos. Seine Athletik wurde sogar mit der von D.K. Metcalf verglichen.

    Mit einem inoffiziellen RAS-Score von 9,99 rangiert Green auf Platz zwei von über 1000 Quarterbacks seit 1987. Ein Profil, das es in dieser Form nur extrem selten gibt.

    Quarterback Taylen Green von den Arkansas Razorbacks läuft aus der Pocket und sucht eine Anspielstation im Spiel gegen die Missouri Tigers in Fayetteville
    Arkansas Razorbacks-Quarterback Taylen Green auf der Suche nach einem Passempfänger gegen Missouri IMAGO/ZUMA Press Wire

    Caleb Downs: Football liegt ihm im Blut

    Caleb Downs bringt eine außergewöhnliche Football-DNA mit. Sein Vater spielte mehrere Jahre in der NFL, ebenso wie sein Onkel. Auch sein Bruder Josh Downs schaffte den Sprung in die Liga und spielt aktuell für die Indianapolis Colts auf der Wide-Receiver-Position.

    Doch Downs überzeugt nicht nur durch seine Herkunft. Schon als Freshman dominierte er auf höchstem Niveau und wurde folgerichtig ins First-Team All-SEC sowie zum Freshman of the Year gewählt. Nach seinem Wechsel zu Ohio State folgten weitere Auszeichnungen, darunter mehrere All-American-Nominierungen.

    Seine Entwicklung war von Anfang an auf Top-Niveau. Alles andere als ein Top-10-Pick wäre eine Überraschung.

    Defensive Back Caleb Downs von den Ohio State Buckeyes analysiert die gegnerische Formation im Spiel gegen die Minnesota Golden Gophers im Ohio Stadium
    Ohio State Buckeyes-Defensive-Back Caleb Downs gilt als einer der besten Spieler im NFL Draft 2026. Joseph Maiorana-Imagn Images

    Garrett Nussmeier: Auf den Spuren seines Vaters

    Garrett Nussmeier bringt eine der interessantesten Geschichten dieses Drafts mit. In seiner Kindheit zog er zwölfmal um, da er der Coaching-Karriere seines Vaters folgte. Doug Nussmeier war selbst ein erfolgreicher Quarterback und ist heute Offensive Coordinator der Saints.

    Mit 23 Starts in fünf College-Jahren ist sein sportlicher Weg nicht klassisch geradlinig. Doch genau diese Erfahrungen machen ihn zu einem der spannendsten Quarterbacks abseits der absoluten Top-Gruppe.

    Quarterback Garrett Nussmeier von den LSU Tigers verlässt die Pocket und läuft im Texas Bowl gegen die Baylor Bears im NRG Stadium in Houston
    LSU Tigers-Quarterback Garrett Nussmeier im Texas Bowl gegen Baylor in Bewegung. IMAGO/ZUMA Press Wire

    Einordnung

    Der NFL Draft 2026 zeigt einmal mehr, dass Talent viele Formen hat. Diese zehn Spieler stehen exemplarisch für das Außergewöhnliche im Football. Nicht jeder von ihnen wird ein Superstar. Doch jeder bringt etwas mit, das ihn einzigartig macht.

    Und genau diese Spieler sind es, die den Draft jedes Jahr so faszinierend machen.

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