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Vier Picks im Überblick
Wenn man die letzten Drafts von Nick Caserio betrachtet, schwank der GM der Houston Texans zwischen Genie und Wahnsinn. Seit Januar 2021 ist er im Amt und durfte nun seinen sechsten Draft als General Manager leiten.

Schauen wir kurz zurück auf diese Klassen, sticht einem natürlich der Draft von 2023 direkt ins Auge, bei dem Nick Caserio mit C.J Stroud und Will Anderson die Gesichter der Franchise gedraftet hat, aber neben diesen beiden auch mit Tank Dell oder Henry To´o To´o Starter auf deren Positionen gefunden hat.
Was aber besonders auffällt, ist, dass Caserio immer wieder Elite Spieler in den mittleren Runden findet und eher mal einen Bust in den ersten beiden Runden pickt. Nico Collins und Jalean Pitre hörten ihren Namen erst in der dritten Runde. Xavier Hutchinson - immerhin ein solider Rollenspieler - wurde erst in der sechsten Runde gedraftet.
Wenn man dann die hohen Picks wie Kenyon Green ( 15th overall ) oder Blake Fisher ( 59th overall ) sieht, muss man diese nicht nur in Frage stellen, sondern klar als Bust abstempeln. Wie sieht es also im NFL Draft 2026 aus - wer könnte ein potenzieller Star werden oder für wen gilt: NFL = "Not for long".
Das ein hoher Pick der Texans in die Offensiv Line geht, war jedem Fan bewusst, dass es aber ein Guard wird ist trotzdem verwunderlich. Gerade in der Offseason wurden mit Ed Ingram und Wyatt Teller zwei erfahrene Guards für gutes Geld verpflichtet - die beiden werden aber wohl nicht mehr ewig in der NFL spielen - ein guter Nachfolger also auf RT... Oder? Im Laufe der Draft-Interviews sagte Rutledge, er kann auf Center spielen, was er bei wenigen Snaps im Senior Bowl auch tat und damit scheinbar die Verantwortlichen der Houston Texans beeindruckte.
Caserio sagte ebenfalls, dass er den ehemaligen Guard von Georgia Tech auf Center mag, aber das Trainings Camp zeigen würde, wie sich die Line formiert. Wer das Tape von Rutledge sieht, weiß genau, warum Ryans sich in ihn verliebt hat. Er ist genau das, was Houston will, einen physischen Run Blocker, der sein letztes Hemd für Stroud und das Team auf dem Platz lässt und ungemütlich um jedes Gap kämpfen will. Besonders sein Telefonat mit Coach Ryans blieb in Erinnerung, wo er mit den Worten "Let's put some dudes in the dirt" vielen Texans Fans im Gedächtnis geblieben ist und gleich gesagt hat, für was er steht.

Houstons eine Schwachstelle in der Defense vor dem Draft war die Mitte der Line. Mit Kaydon McDonald holt man einen der besten beiden Defensive Tackles des Drafts, um die Lücke zu stopfen - gute Arbeit von Caserio, oder?
McDonald war zum Draft nach Pittsburgh eingeladen und blieb als einziger ungepickter Spieler noch zur zweiten Runde im Draft Room, er wollte seinen Moment auf der Bühne und er bekam diesen. Seine unbestrittene Stärke ist das Stoppen des Laufspiels. Die Präsenz die McDonald in der Mitte der Line zeigt, war auf College Level beeindruckend und passt perfekt zwischen Anderson und Hunter. Sein Spiel wird in der NFL nicht viel Zeit für Anpassung brauchen, da seine Physis und Fähigkeiten auch Double-Teams aufzunehmen im College nicht nur zu sehen war, sondern ihn auch zum First-Team-All-American gemacht haben.
Ein Pick über den sich jeder deutsche NFL-Fan freuen sollte. Der "Kölsche Jung" Marlin Klein geht in der zweiten Runde vom Board und darf seine Zelte nun in Houston aufschlagen. Besonders wir, von der Texans Nation Germany freuen uns auf ihn und hoffen, dass die Texans nun auch im deutschen Markt mehr wahrgenommen werden. Aber was kann Klein den Houston Texans auf dem Feld geben?

Knapp 350 Receiving Yards in seiner Karriere und dazu einen Touchdown, sind nicht gerade Zahlen, die dich zu einem 2nd Round Pick machen. Beobachtet man aber sein Blocking und seine Entwicklung der letzten Jahre, war er ein wichtiger Faktor für die Offense von Michigan. Er spielte fast nur nah an der Offensive Line und fungierte hier als zusätzlicher Blocker. Diese Position wird für die weiteren NFL-Teams scheinbar immer wichtiger, wenn man sich weitere hohe TE-Picks des Drafts anschaut. Klein kann in Houston als Back-Up hinter Schultz lernen sein Receiving weiter zu verbessern und als Blocker sofort Impact haben.
Mit Febechi Nwaiwu kommt ein weiterer Guard nach Houston. Er spielte seine letzten drei Jahre bei den Oklahoma Sooners und wurde dort auf allen drei Interior Positionen der Line eingesetzt. Seine Flexibilität war ausschlaggebend dafür, dass Caserio zugeschlagen hat. Nwaiwu kann in Ruhe hinter Teller, Ingram und auch Rutledge lernen und sich weiterentwickeln. Auch bei ihm sieht man aber ein klares Bild auf was die Texans abfahren. Spieler, die alles auf dem Platz lassen und vom Snap bis zum Abpfiff sich zerreißen für ihr Team. Er hat aber auch noch einige Schwächen und wird sich vor allem erstmal an das Tempo in der NFL gewöhnen müssen.
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Konstantin Thüroff