18.09.2026
First Round Pick 2027?
Während die Rutgers Scarlet Knights sportlich bislang enttäuschen, sorgt ein einzelner Spieler für landesweites Aufsehen. Wide Receiver KJ Duff steht nach zwei Spielen bei sagenhaften 333 Receiving-Yards und liegt damit ligaweit auf Platz zwei aller Receiver - bei den Touchdowns teilt er sich sogar die Spitzenposition. Der 6'6"-Receiver gilt längst als eines der größten Talente des Colleges und als potenzieller Erstrunden-Pick im NFL Draft 2027.

Die Ausgangslage bei Rutgers könnte kaum widersprüchlicher sein: Mit einer bitteren 21:37-Heimniederlage gegen UMass eröffnete das Team die Saison, anschließend setzte es eine weitere Niederlage bei Boston College. Inmitten dieses schwierigen Starts sticht Duff jedoch als einer der auffälligsten Spieler des gesamten Colleges heraus. Noch vor Week 3 kommt der Junior auf 17 Receptions für 333 Yards und fünf Touchdowns - Werte, die ihn national unter die besten Receiver der Liga katapultieren.
Bereits in seiner Sophomore-Saison hatte Duff mit 60 Receptions für 1084 Yards und sieben Touchdowns bei beeindruckenden 18,1 Yards pro Fang auf sich aufmerksam gemacht. Laut PFF führte er die gesamte Nation zudem mit 22 Contested Catches an - ein Wert, der seine physische Dominanz bei umkämpften Bällen unterstreicht. Die Coaches, Medien und die Associated Press wählten ihn daraufhin ins All-Big-Ten Second Team, Phil Steele bedachte ihn zusätzlich mit einer All-American-Honorable-Mention.
Auch athletisch gehört Duff zur absoluten Spitzenklasse: Im Sommer lief er eine Shuttle-Zeit von 4,16 Sekunden und sprang beim Broad Jump auf 10 Fuß und drei Zoll - Werte, die seine außergewöhnliche Beweglichkeit für einen Spieler seiner Größe untermauern. Für diese Kombination aus Statur, Statistik und Athletik wurde Duff jüngst auf Platz 22 von The Athletics "Freaks List 2026" geführt.
Nach dem NFL-Wechsel von Quarterback Athan Kaliakmanis sowie dem Transfer von Duffs langjährigem Weggefährten Ian Strong nach Stanford rückte Duff in eine noch zentralere Rolle innerhalb des Rutgers-Teams. "Es ist mehr so, dass ich jetzt in mein drittes Jahr gehe, es ist einfach meine Zeit", beschrieb Duff seine neue Position innerhalb der Mannschaft bereits im Frühjahr. Trotz des Verlusts von Strong zeigte sich Duff optimistisch bezüglich der eigenen Receiver-Gruppe, insbesondere mit Blick auf den zurückkehrenden Jourdin Houston.
Wie gefährlich Duff mittlerweile für gegnerische Defenses ist, unterstrich zuletzt auch USC-Head-Coach Lincoln Riley vor dem gemeinsamen Duell in der Big Ten. "Er hat viele Stärken. Er ist ein wirklich guter Route-Runner. Er kann wirklich kompetitive 1-gegen-1-Situationen für sich entscheiden", so Riley. "Er ist stark mit dem Ball in der Hand. Sie setzen ihn offensichtlich sehr oft ein und nutzen ihn auf viele kreative Arten." Duff gilt dabei als einer der stärksten Receiver, auf den die USC-Defense in dieser Saison treffen wird.
Auch mit Blick auf die eigene Zukunft lässt sich Duff nicht aus der Ruhe bringen. Bereits auf Platz 18 von PFFs Big Board für den NFL Draft 2027 geführt, gibt sich der Receiver bodenständig: "Ich versuche nicht, zu weit vorauszudenken, aber das ist natürlich das Ziel. Jeder, der Football spielt, will den nächsten Schritt schaffen, aber ich will nicht zu weit vorausschauen." Sollte Duff sein bisheriges Saisonniveau halten, dürfte er schon bald zu den meistdiskutierten Wide-Receiver-Prospects des kommenden Draft-Jahrgangs zählen - unabhängig vom sportlichen Abschneiden seines Teams.
mgs