15.09.2026
NFL Kompakt - mit allen Highlights im Video
Week 1 der NFL hat direkt viele spannende Geschichten geschrieben. Die Buffalo Bills gewannen einen echten Krimi, Amon-Ra St. Brown und die Lions mussten in die Overtime. Dazu sorgten die Cardinals, 49ers und Giants für dicke Überraschungen und die Chiefs zeigen sich schon früh in bestechender Form.

Die NFL ist zurück - und startete direkt mit dem Super-Bowl-Rematch. In der Nacht auf Donnerstag trafen die New England Patriots im Lumen Field auf die Seattle Seahawks. In einem durch die Defense geprägten Spiel setzten sich die Seahawks am Ende knapp durch.
Nach nur wenigen Spielzügen musste Sam Darnold aufgrund von einer Verletzung das Spielfeld verlassen und Backup Drew Lock übernahm. Die Patriots erzielten zuerst einen Touchdown und gingen in Führung. Den Vorsprung konnte das Team bis ins vierte Quarter halten.
Doch dann begann die Fehlerquote bei Drake Maye enorm zu steigen. Zwei Interceptions führten zu mehreren Ballbesitzphasen der Seahawks, die dadurch in Führung gehen konnten. Kurz vor Schluss warf Maye dann auch moch die letzte Chance, das Spiel noch auszugleichen oder zu drehen, durch seine dritte Interception weg.
Die Revanche für die Niederlage im Super Bowl war damit krachend gescheitert - und während die Seahawks mit einem Erfolg starteten, müssen die Patriots in den nächsten anderthalb Wochen einiges aufarbeiten.
Beim ersten Regular-Season-Spiel der NFL in Australien setzten die San Francisco 49ers direkt ein Ausrufezeichen. Im Melbourne Cricket Ground besiegten sie die hoch gehandelten L.A. Rams deutlich mit 27:7.
Brock Purdy warf drei Touchdown-Pässe und führte eine starke Offense inklusive Star-Neuzugang Mike Evans und Heimkehrer Deebo Samuel an. Gleichzeitig hielt San Franciscos starke Defense den amtierenden MVP Matthew Stafford und die hochkarätig besetzte Rams-Offense übers gesamte Spiel in Schach.
Für das mit großen Erwartungen gestartete Rams-Superteam war die Niederlage ein heftiger Realitäts-Check. Die 49ers feierten dagegen einen Statement-Sieg, mussten jedoch erneut mehrere Verletzungssorgen verkraften.
96 Punkte lieferte das Spiel zwischen den Carolina Panthers und den Chicago Bears. Was zur Halbzeit nach einem Thriller aussah, entwickelte sich in der zweiten Halbzeit in eine eindeutige Richtung.
Die Bears gewannen am Ende mit - Achtung, anschnallen: 59:37 - und setzten damit früh in der Saison ein offensives Ausrufezeichen. Madden-Cover-Star Caleb Williams zeigte sich fehlerfrei und sorgte für vier Touchdowns und keine Interception.
Die Cincinnati Bengals gewinnen den Auftakt in die neue Saison gegen die Tampa Bay Buccaneers mit 33:27. Entscheidend für den Sieg war die überragende Defensive der Gastgeber, die für vier Turnover sorgte. Dreimal verlor Quarterback Baker Mayfield den Ball und erwies seiner Mannschaft so einen Bärendienst.
Joe Burrow und seine Offensive mussten kein Feuerwerk zeigen um dieses Spiel zu gewinnen, eine erfreuliche Entwicklung mit Blick auf die abgelaufene Saison.
Was zunächst nach einer eindeutigen Nummer aussah, entwickelte sich in Detroit zu einem regelrechten Thriller. Dabei führten die Lions mit 21:0 und sahen früh wie der klare Sieger aus.
In der Folge wurden die Lions allerdings passiv, defensiv fehleranfällig und ließen die Saints wieder ran. Diese retteten sich kurz vor Schluss in die Overtime.
In dieser mussten die Lions zuerst ran - und erzielten den Touchdown für die 31:24-Führung. New Orleans konnte mit sechs Punkten antworten, scheiterte allerdings dramatisch am Versuch für zwei Punkte. Am Ende steht ein äußerst glücklicher Sieg für Amon-Ra St- Brown und Co.
Die Buffalo Bills gewannen ihren Shootout in Houston und setzten sich em Ende mit 36:31 durch. Von Beginn an war es ein Spiel auf Augenhöhe, das durch ständige Führungswechsel geprägt war.
Mit dem letzten Drive des Spiels hatten die Texans die Chance, das Spiel zu gewinnen. C.J Stroud sorgte mit einem Ballverlust allerdings für die Entscheidung zugunsten der Gäste.
Die Baltimore Ravens zeigten sich bereits im ersten Spiel der Saison in hervorragender Verfassung und gewannen bei den Indianapolis Colts mit 41:23. Derrick Henry war dabei der Held des Spiels.
Die Colts hingegen waren zu keinem Zeitpunkt wirklich in diese Spiel angekommen und liefen bereits früh einem deutlichen Rückstand hinterher. Einzig Jonathan Taylor zeigte sich in Midseason-Form, lief für 98 Yards und zwei Touchdowns.
Neue Saison, altes Cleveland. Die Jacksonville Jaguars gewannen ein einseitiges Spiel gegen die Cleveland Browns mit 34:10. Das Team aus Ohio konnte sich dabei glücklich schätzen, dass die Gastgeber beim Stand von 31:0 den Fuß sichtlich vom Gas genommen haben.
Trevor Lawrence zeigte eine fehlerfreie Partie, sorgte für einen Raumgewinn von 245 Yards und erzielte vier Touchdowns. Browns-Quarterback Deshaun Watson hingegen wirkte noch ziemlich eingerostet, erzielte immerhin einen Touchdown, warf aber auch eine Interception.
Die Überraschung in Pittsburgh blieb aus, die Steelers schlugen angeschlagene Falcons mit 20:13, die mit ihrem dritten Quarterback, Cooper Rush, in die Partie gegangen sind.
Eben jener Rush erlebte einen gebrauchten Nachmittag, warf für einen Touchdown und zwei Interceptions. NFL-Oldie und Quarterback-Legende Aaron Rodgers hingegen spielte die Partie sauber runter, sorgte für 221 Yards Raumgewinn und verzeichnete einen Touchdown.
Die New York Jets durften einen gelungenen Start in die Saison feiern und gewannen bei den Tennessee Titans mit 23:10. Die Gäste hatten das Spiel zu jeder Zeit im Griff und ließen früh keinen Zweifel am Ausgang des Spiels.
New York reichte ein fehlerfreies Spiel in der Offense und eine robuste Defense, um völlig harmlose Titans in die Knie zu zwingen. Deren Quarterback Cam Ward zeigte sich besonders blass - und blieb bei unter 200 Yards im Passing Game.
Die Arizona Cardinals haben für die erste dicke Überraschung der neuen Saison gesorgt und mit 26:14 bei den Los Angeles Chargers gewonnen. Der krasse Außenseiter zeigte sich von Beginn an fokussiert und ließ Justin Herbert und den Chargers kaum Möglichkeit zur offensiven Entfaltung.
Auch in der zweiten Halbzeit fanden die Hausherren keine Antworten auf die mutig aufspielenden Gäste und müssen nun direkt zu Beginn der Saison den ersten dicken Dämpfer hinnehmen.
Die Raiders sind ihrer äußerst ungewohnten Rolle als Favorit gerecht geworden und haben die Miami Dolphins deutlich mit 27:13 geschlagen. Die Dolphins zeigten sich von Beginn an zu fehlerhaft und konnten die Fehler der Raiders nur selten in zählbares umwandeln.
Kirk Cousins, der im Depth Chart aktuell noch vor Nummer-Eins-Overall-Pick Fernando Mendoza steht, zeigte ein durchwachsenes Spiel. Am Ende standen drei Touchdowns und zwei Interceptions neben seinem Namen. Neuzugang Malik Willis blieb auf Seiten der Gäste bei einem Touchdown und einer Intercpetion.
Die Minnesota Vikings haben in Week 1 für eine kleine Überraschung gesorgt und die Green Bay Packers mit 39:22 geschlagen. Dabei begann die Partie für die Hausherren denkbar schlecht. Quarterback Kyler Murray musste das Spielfeld nach nur wenigen Minuten aufgrund einer möglichen Gehirnerschütterung verlassen.
Wenig verwunderlich war deshalb die langwierige Führung der Gäste. Im letzten Viertel drehten die Vikings jedoch auf und sorgten für ein unerwartet hohes Ergebnis gegen den Rivalen aus der NFC North.
Die Philadelphia Eagles haben ihre langanhaltende Führung gegen die Washington Commanders über die Zeit gerettet und gewannen den Auftakt in die Saison mit 24:22.
Beim Comeback von Washingtons Quarterback-Sensation Jayden Daniels zeigten sich die Favoriten aus Philadelphia lange zeit dominant, ehe sie die Commanders zurück ins Spiel haben kommen lassen.
Kurz vor Schluss hatten die Gäste sogar die Chance das Spiel auszugleichen, scheiterten allerdings an der Two Point Convention.
Die New York Giants gewannen erstmals seit 2010 wieder einen Saisonauftakt im eigenen Stadion. Beim Regular-Season-Debüt von Head Coach John Harbaugh gegen die Cowboys bestimmten die Hausherren früh das Geschehen.
Jaxson Dart führte die Offense souverän an, während Cam Skattebo seine Rückkehr mit einem Touchdown und dem in der Offseason versprochenen Backflip feierte.
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzte sich New York zunehmend ab. Vor allem Neuzugang Isaiah Likely stellte die neu formierte Defense der Cowboys vor große Probleme. Dallas verkürzte in der Schlussphase noch einmal, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.
Die Kansas City Chiefs haben zum Auftakt in die Saison ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und die Denver Broncos mit 31:10 geschlagen. Der Mann des Abends war Running Back Kenneth Walker, der bei seinem Debüt bei den Chiefs für 173 Yards und zwei Touchdowns lief.
Patrick Mahomes zeigte sich nach seinem Kreuzbandriss wieder beweglich und führte sein Team zu einem verdienten Heimsieg.
red