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    NFL

    vor 21 Stunden

    Nach über 20 Jahren

    Manning erklärt Draft-Drama von 2004

    Es ist eine der ungewöhnlichsten Geschichten der NFL-Draft-Historie. Eli Manning wurde zwar an erster Stelle von den San Diego Chargers ausgewählt, wollte jedoch nie für das Franchise spielen. Nun erklärt der Quarterback erstmals ausführlicher, warum er sich damals gegen die Chargers entschied.

    Quarterback Eli Manning hält das Trikot der San Diego Chargers hoch, nachdem er im Draft an erste Stelle von ihnen ausgewählt wurde.
    Bevor Eli Manning zu den Giants ging, hielt er nach dem Draft noch das Trikot der Chargers in den Händen. Getty Images

    Der Draft

    Beim NFL Draft 2004 galt Eli Manning als sicherer First-Overall-Pick und wurde schließlich von den San Diego Chargers als erstes ausgewählt. Für viele junge Spieler wäre damit ein Traum in Erfüllung gegangen - doch Manning wollte nie für die Chargers spielen. Nur 45 Minuten nach dem Draft wurde der Quarterback schließlich zu den New York Giants getradet.

    Im Podcast Bussin' with the Boys erklärt er nun, was eigentlich dahintersteckte - und dass es dabei um mehr ging als reine persönliche Vorlieben: „Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass sie damals voll auf Erfolg ausgerichtet waren", sagt Manning im Podcast, "Marty Schottenheimer war der Head Coach, er war großartig, ich hatte großen Respekt vor ihm", erklärt er weiter.

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    Ein Abendessen mit Folgen

    Im Vorfeld des Drafts soll es zwischen den Chargers und Manning ein gemeinsames Abendessen gegeben haben. Eigentlich sollte das Treffen dazu dienen, den möglichen Franchise-Quarterback besser kennenzulernen - doch der Abend verlief offenbar anders als geplant.

    Laut Manning habe es Spannungen zwischen Head Coach, General Manager und den Besitzern gegeben: "Sie haben sich angeschrien, fast schon gestritten. Wir saßen in einem Marriott-Restaurant. Schottenheimer war wütend und meinte: 'Wir sind in New Orleans und essen in einem Marriott?‘ Er war richtig genervt", schilderte Manning die Situation.

    Neben dem aus seiner Sicht fehlenden klaren Erfolgswillen dürften Manning auch die Spannungen innerhalb der Franchise abgeschreckt haben: "Es schien einfach keine Einigkeit zu geben und auch nicht das klare Ziel, zu diesem Zeitpunkt eine wirklich erfolgreiche Franchise aufzubauen."

    Vater im Fokus

    Lange Zeit galt vor allem Vater Archie Manning als treibende Kraft hinter der Entscheidung, nicht für die Chargers zu spielen. Auch mit diesen Vorwürfen räumte Eli Manning nun auf: "Mein Vater war nicht begeistert von der Idee", erklärte Manning. Nachdem die öffentliche Diskussion entbrannt war, verteidigte Archie aber seinen Sohn öffentlich - und zog dadurch einen Großteil der Kritik auf sich.

    Nach dem Trade-Chaos folgte eine erfolgreiche Karriere für Manning bei den Giants. Insgesamt konnte er mit dem Franchise zwei Super Bowls gegen Quarterback-Legende Tom Brady gewinnen. Auch Philip Rivers, der Teil des Trades mit Manning war, verbrachte erfolgreiche Jahre bei den Chargers.

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