vor 21 Stunden
College Preview - Week 2
Das College-Football-Wochenende bietet bereits in Week 2 mehrere echte Kracher. Während Ohio State und Texas im Top-Five-Duell aufeinandertreffen, steht Michigan gegen Oklahoma unter Druck. In Iowa geht es derweil um weit mehr als einen gewöhnlichen Sieg.

Die College-Football-Saison ist gerade erst gestartet, da warten bereits die ersten richtungsweisenden Duelle. Ein Playoff-Titelanwärter trifft auf den nächsten, Michigan muss nach einem beinahe historischen Fehlstart eine Reaktion zeigen - und im Bundesstaat Iowa wird der wichtigste Sieg des Jahres ausgespielt.
Kickoff: Samstag, 12. September, 18 Uhr deutscher Zeit
Viel dramatischer hätte die Ära von Michigans neuem Head Coach Kyle Whittingham kaum beginnen können. Die Wolverines retteten sich gegen Western Michigan erst mit einer Hail Mary in letzter Sekunde zu einem glücklichen 13:12 und flogen anschließend aus den AP Top 25.
Gegen die an Nummer elf geführten Oklahoma Sooners muss also, egal ob der skandalöse Week-1-Sieg am Ende zählt oder nicht, eine deutliche Steigerung her.
OU fertigte UTEP zum Auftakt mit 51:0 ab und reist mit einem wieder fitten Dual-Threat-Quarterback John Mateer nach Ann Arbor. Auf der anderen Seite steht Michigans Bryce Underwood nach einer Interception und einem späten Fumble besonders unter Beobachtung.
Für die Wolverines ist es zugleich eine Chance zur Revanche: Oklahoma gewann das Duell im vergangenen Jahr mit 24:13. Nun bekommen Underwood und Co. erstmals unter Whittingham die Gelegenheit, sich vor heimischer Kulisse gegen einen gerankten Gegner zu beweisen.
Kickoff: Sonntag, 13. September, 1.30 Uhr deutscher Zeit
Das unumstrittene Topspiel des Wochenendes steigt Samstagnacht in Austin: Der Weltranglistenerste Ohio State fordert die an Nummer vier gesetzten Texas Longhorns. Beide Teams ließen zum Auftakt nichts anbrennen. Die Buckeyes schlugen Ball State mit 56:3, Texas fertigte Texas State mit 59:7 ab.
Im Mittelpunkt steht natürlich das Quarterback-Duell zwischen Julian Sayin und Arch Manning. Sayin warf in Week 1 für 320 Yards und drei Touchdowns, während Superstar Jeremiah Smith acht Pässe für 151 Yards und zwei Scores fing. Manning antwortete mit 305 Yards und vier Touchdownpässen.
Für Texas ist es auch eine Gelegenheit zur Revanche. Im vergangenen Jahr gewann Ohio State das defensiv geprägte Hinspiel mit 14:7. Dieses Mal besitzen die Longhorns den Heimvorteil - und beide Offenses gehen mit deutlich mehr Schwung in das Duell. Der Gewinner setzt jedenfalls schon früh ein gewaltiges Statement im Rennen um die College Football Playoffs.
Kickoff: Sonntag, 13. September, 1.30 Uhr deutscher Zeit
Auf dem Papier fehlt dem Cy-Hawk-Duell der ganz große Glamour. Dafür besitzt jedoch kaum ein Spiel an diesem Wochenende mehr Rivalität. Wenn Iowa und Iowa State aufeinandertreffen, sind Spektakel und schöne Offensivserien traditionell zweitrangig - weshalb die Partie liebevoll-spöttisch auch "El Assico" genannt wird.
Die an Nummer 21 geführten Hawkeyes starteten mit einem 40:0 gegen Northern Illinois und produzierten dabei starke 507 Yards. Iowa State gewann das erste Spiel unter Head Coach Jimmy Rogers mit 38:10 gegen Southeast Missouri. Quarterback Jaylen Raynor steuerte zwei Touchdowns durch die Luft und zwei weitere am Boden bei.
Iowa geht zwar als Favorit in das ausverkaufte Heimspiel, doch die jüngste Geschichte spricht für die Cyclones: Iowa State gewann die vergangenen beiden Duelle sowie drei der letzten vier. Nun möchte das Team erstmals seit 2002 drei Auswärtssiege in Serie gegen den Rivalen feiern.
Besonders im Fokus steht auch die neue Nummer acht des Landes: LSU empfängt in der Nacht zum Sonntag Louisiana Tech. Die Tigers sorgten zum Auftakt mit einem 51:10 gegen Clemson für eines der größten Ausrufezeichen der gesamten Week 1 und rückten dadurch ganze drei Plätze nach oben.
Abseits des Feldes sorgte LSU zuletzt wegen des Eligibility-Streits um Dae’Quan Wright und Zxavian Harris für Schlagzeilen. Die beiden ehemaligen NFL-Rookies wollten nach ihren kurzen Profi-Stationen in den College Football zurückkehren. LSU nahm sie nach dem Konflikt mit der SEC letztlich nicht in den Kader auf; unmittelbare Sanktionen gegen die Universität wurden am Freitag nicht beschlossen.
Und auch sonst lohnt sich das Einschalten: Nummer sechs Oregon muss auswärts bei Oklahoma State ran, während Arizona State die zehntplatzierten Texas A&M Aggies fordert. Hinzu kommen Alabama bei Kentucky, Tennessee bei Georgia Tech und Arizona bei BYU. Nachtschwärter bekommen zum Abschluss mit Arkansas bei Utah ein weiteres Duell zweier Power-Conference-Teams geboten.
mhh