30.07.2026
Unzufriedenheit
Die Vertragsgespräche zwischen Baker Mayfield und den Tampa Bay Buccaneers sind vorerst gescheitert. Der Quarterback machte zum Start des Trainingscamps deutlich, dass er bis auf Weiteres nicht mehr über eine Verlängerung sprechen wird - und kritisierte den Klub dabei ungewöhnlich deutlich.

Bereits vor Beginn des Trainingscamps hatte Mayfield den Buccaneers eine Frist gesetzt. Da bis dahin keine Einigung erzielt wurde, ist das Thema für den 31-Jährigen vorerst beendet. "Ich wollte den Deal vor dem Trainingscamp abschließen. Die Frist war die Frist. Jetzt geht es nur noch um Football", erklärte Mayfield.
Besonders die Angebote des Klubs sorgen beim Spielmacher für Unverständnis. "Ich habe das Gefühl, ein bisschen respektlos behandelt worden zu sein. Das Enttäuschende ist, dass ich mich unterbewertet fühle, obwohl ich dachte, ich hätte mir etwas anderes verdient", sagte der Quarterback.
Mayfield verwies dabei auch auf seine Leistungen seit seinem Wechsel nach Tampa Bay. Der frühere Nummer-eins-Pick führte die Buccaneers in den Spielzeiten 2023 und 2024 jeweils als NFC-South-Champion in die Playoffs und wurde in beiden Jahren in den Pro Bowl gewählt. Dennoch liegt sein aktueller Vertrag mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 33,33 Millionen US-Dollar nur im Mittelfeld der NFL-Quarterbacks.
"Das ist kein 'Armer ich'-Moment. Aber ich kann mich mit anderen Quarterbacks vergleichen und weiß, was ich für dieses Franchise geleistet habe. Ich bin ein Franchise-Quarterback. Das wurde mir intern und öffentlich mehrfach gesagt. Deshalb ist es enttäuschend, dass wir keine Einigung erzielt haben", erklärte Mayfield.
Sportlich verlief die vergangene Saison wechselhaft. Nach einem starken Saisonstart gehörte Mayfield zwischenzeitlich sogar zum erweiterten Kreis der MVP-Kandidaten. Die Buccaneers verloren jedoch fünf ihrer letzten sechs Partien und verpassten erstmals seit Mayfields Ankunft die Playoffs.
In dieser Schlussphase gelangen dem Quarterback lediglich sieben Touchdowns bei sechs Interceptions. Hinzu kamen zahlreiche Verletzungen, die Mayfield während der Saison begleiteten. In der Netflix-Dokumentation "Quarterback" verriet der Spielmacher später, unter anderem mit einer Verletzung des Innen- und hinteren Kreuzbandes im Knie, einer Bizepsprellung sowie einer Schulterverletzung gespielt zu haben.
Seine bislang beste NFL-Saison lieferte Mayfield 2024 ab. Damals brachte er 71,4 Prozent seiner Pässe an den Mann, warf für 4500 Yards sowie 41 Touchdowns und landete bei der Wahl zum MVP auf Rang elf. Trotz der zuletzt schwächeren Spielzeit sieht sich Mayfield deshalb weiterhin als langfristige Lösung auf der Quarterback-Position der Buccaneers - eine Vertragsverlängerung muss jedoch mindestens bis nach der Saison warten.
nhu