vor 9 Stunden
Star-Defensive-Tackle
Für Fans der Tampa Bay Buccaneers war es eine schockierende Nachricht: Star-Defensive Tackle Vita Vea fordert nach stockenden Vertragsverhandlungen einen Trade. Die restlichen 31 NFL-Teams verfolgen die Situation ganz genau. Zu diesen Franchises würde Vea perfekt passen.

Bei einer Trade-Anfrage stellt sich immer sofort die Frage, zu welchen Teams der Spieler passen würde und in welchem Roster gerade Bedarf herrscht. Als einer der besten Defensive Tackles der Liga weckt Vea Interesse bei allen Teams, aber bei einigen passt einfach alles zusammen.
Vea spielt 2026 unter seinem letzten Vertragsjahr eines Vierjahresvertrags. Etwa 18 Millionen Dollar würde der 31-Jährige verdienen. Vea möchte einen neuen Vertrag und befand sich mit den Bucs lange in Verhandlungen. Bei einem Trade würde er ebenso einen neuen Vertrag verlangen. Mit den 17,5 Millionen Dollar Jahresgehalt seines laufenden Vertrags belegt Vea nur Platz 19 der höchstbezahlten Defensive Linemen. Seine Leistungen sprechen aber eine andere Sprache: Vea erzielte in seiner Karriere 35 Sacks und dominierte auch 2025 gegnerische Offensive Lines: 34 Tackles 4,5 Sacks und sieben Tackles for Loss sprechen für sich.
Daher werden einige Teams das Telefon in die Hand nehmen und die Buccaneers nach dem Preis für den Star-Verteidiger fragen. Welche Franchises das nun in Angriff nehmen sollten, sind die folgenden:
Eine Trade-Forderung ist bei festgefahrenen Vertragsverhandlungen während des Training Camps kein ungewöhnliches Druckmittel. Ob ein Spieler am Ende tatsächlich abgegeben wird, ist damit allerdings keineswegs entschieden. Mit seinem Wunsch nach einem Wechsel erhöht Vea vielmehr den Druck auf die Verantwortlichen der Buccaneers. Dennoch könnte ein Abgang wie im Fall von Dexter Lawrence bei den New York Giants drohen.
Tampa Bay weiß, wie wichtig der Defensive Tackle insbesondere gegen den Lauf ist und dass sein Verlust kaum zu kompensieren wäre. Vor einer richtungsweisenden Saison für die Franchise könnte die neue Eskalationsstufe in den Verhandlungen nun dazu führen, dass die Buccaneers ihrem Leistungsträger finanziell entgegenkommen.
Als mögliches Ziel für Vea werden derzeit die Las Vegas Raiders gehandelt - und ein Wechsel würde durchaus Sinn ergeben. Die Raiders bauen zwar auf einen jungen Kern, benötigen in der Defensive Line aber noch einen erfahrenen Anker, um 2026 den nächsten Schritt zu machen. Gemeinsam mit Star-Pass-Rusher Maxx Crosby könnte Vea eine deutlich ausgeglichenere Defensive Front bilden.
Seine Qualitäten gegen den Lauf würden die Defense stabilisieren und gleichzeitig die noch junge Offense entlasten. Zudem hätte ein Wechsel auch einen persönlichen Reiz für den Defensive Tackle: Der gebürtige Nordkalifornier wäre seiner Heimat deutlich näher.
Zwar könnten die New York Giants mit D.J. Reader als Starting Defensive Tackle in die Saison gehen, doch Vita Vea würde auf dieser Position ein deutliches Upgrade darstellen. Reader, der erst in der Offseason verpflichtet wurde, blieb in der vergangenen Spielzeit erstmals in seiner Karriere ohne einen Tackle for Loss und könnte im Falle einer Verpflichtung Veas in eine Rotationsrolle rücken.
Der Bedarf auf der Interior Defensive Line entstand, nachdem die Giants dem Trade-Wunsch von Dexter Lawrence nachgekommen waren und den All-Pro nach Cincinnati abgegeben hatten. Dessen Qualitäten gegen den Lauf sind nur schwer zu ersetzen. Mit Vea könnte New York diesen Verlust fast vollständig auffangen - auch wenn für eine Verpflichtung von Vea wohl einige Anpassungen des Salary Caps notwendig wären.
Die Los Angeles Rams verfügen bereits über eine hochkarätig besetzte Defense. Dass die Franchise dennoch eine Rückkehr von Aaron Donald aus dem Ruhestand prüfen soll, zeigt jedoch, wie groß der Wunsch nach zusätzlicher Qualität in der Interior Defensive Line ist. Sollte ein Comeback der Franchise-Legende ausbleiben, wäre Vita Vea wohl die beste verfügbare Alternative. Gemeinsam mit Star-Pass-Rusher Myles Garrett könnte der Defensive Tackle eine der gefährlichsten Defensive Lines der NFL bilden.
Die Rams wollen 2026 offensichtlich alles auf eine Karte setzen, um den Super Bowl anzugreifen - ein Trade für Vea würde perfekt zu dieser Strategie passen. Zudem läge Los Angeles für den gebürtigen Nordkalifornier deutlich näher an seiner Heimat. Ein mögliches Hindernis bleibt allerdings die angespannte Salary-Cap-Situation der Rams, die in dieser Offseason bereits erhebliche Investitionen getätigt haben.
Die Konkurrenz in der NFC West für die 49ers dürfte 2026 stärker denn je sein. Die Los Angeles Rams haben ihre ohnehin hochkarätige Defense mit Myles Garrett und Trent McDuffie weiter verstärkt und hoffen zusätzlich auf ein Comeback von Aaron Donald. Titelverteidiger Seattle Seahawks will derweil an den Erfolg der Vorsaison anknüpfen. Auch die San Francisco 49ers könnten deshalb noch einmal aktiv werden.
Zwar verfügt San Francisco mit Fred Warner, Nick Bosa und dem zurückgekehrten Dre Greenlaw bereits über eine der talentiertesten Defensiven der Liga, doch auf der Position des Defensive Tackles besteht weiterhin Verbesserungsbedarf. Das aktuelle Trio um Osa Odighizuwa, Bryson Eason und Kevin Givens gehört nicht zur NFL-Spitze. Vita Vea könnte diese Schwachstelle sofort beheben und Nick Bosa an der Line of Scrimmage deutlich entlasten.
Trotz der erfolgreichen Saison 2025 offenbarte die Defense der Chicago Bears eine klare Schwachstelle: die Laufverteidigung. Mit durchschnittlich 134,5 zugelassenen Rushing Yards pro Partie belegte Chicago in dieser Kategorie lediglich Rang 27 der NFL. Vita Vea würde dieses Problem zwar nicht im Alleingang lösen, könnte die Defensive Line aber deutlich stabilisieren.
Umso überraschender ist, dass die Bears ihren Kader in dieser Offseason zwar mit Safety Coby Bryant, Linebacker Devin Bush und Rookie-Safety Dillon Thieneman verstärkten, auf der Position des Defensive Tackles jedoch keine namhafte Verpflichtung tätigten. Ein Trade für Vea könnte genau die Verstärkung sein, auf die Chicago im Zentrum der Defensive Line seit Längerem wartet - und der Defense den nächsten Schritt in der Saison 2026 ermöglichen.
nhu