10.07.2026
"Play, don't pay"
Eigentlich sollte College Football 27 der nächste große Wurf von EA Sports werden. Statt Jubel dominieren jedoch Pay-to-Win-Vorwürfe und Boykottaufrufe - sogar College-Star Dante Moore schließt sich der Kritik gegenüber des Videospiels an.

Der Start von College Football 27 verlief anders als von EA Sports erhofft. Obwohl das Spiel mit zahlreichen Neuerungen wie einem erweiterten Recruiting-System, NIL-Verträgen, überarbeiteten Dynasty- und Road-to-Glory-Modi sowie neuen Gameplay-Features veröffentlicht wurde, hagelt es wenige Tage nach dem Release massive Kritik aus der Community.
Im Mittelpunkt steht dabei das neue Fortschrittssystem.
Nach Berechnungen vieler Spieler werden rund 2,5 Millionen Erfahrungspunkte (XP) benötigt, um das maximale Level 100 zu erreichen.
Das Problem: Selbst eine komplette Meisterschaftssaison inklusive National Championship bringt den Spielern lediglich rund 16.250 XP ein. Hochgerechnet müsste man also mehr als 150 komplette Saisons absolvieren, um das Maximallevel zu erreichen - ein Aufwand von mehreren tausend Spielstunden.
Viele Fans empfinden das System deshalb als künstlich gestreckt.
Zusätzlichen Ärger löst aus, dass sich der Fortschritt offenbar deutlich schneller über kostenpflichtige Inhalte beschleunigen lässt. Zahlreiche Nutzer werfen EA Sports deshalb ein Pay-to-Win-Modell vor.
Unter dem Hashtag #CFBPlayDontPay rufen Content Creator inzwischen sogar zum Boykott des Spiels auf.
Der Protest gewinnt inzwischen auch prominente Unterstützung. Oregon-Quarterback Dante Moore, einer der bekanntesten Spieler des College Footballs, schloss sich den Boykottaufrufen in den sozialen Medien an. Neben ihm verleihten auch andere Athleten ihrem Unmut bereits Ausdruck.
Ob EA Sports auf die anhaltende Kritik reagiert und das XP-System nachträglich anpasst, bleibt abzuwarten. In der Community wächst der Druck jedoch spürbar.
mhh