31.07.2026
Sechs Partien in Week 13
Am 13. Spieltag der effect® ENERGY GFL steht der Fight zwischen den Pforzheim Wilddogs und den Munich Cowboys komplett im Fokus. Ab 15:30 Uhr laufen weitere fünf Partien live in der Konferenz bei DF1, auf Twitch und Sporteurope.tv. Im engen Playoff-Rennen entscheidet sich, wer sich im Kampf um den zweiten Platz im Süden die besseren Karten sichert.

Die GFL Süd wird bis zum letzten Spieltag über einen Dreikampf entschieden. Hinter den Schwäbisch Hall Unicorns spielen die Pforzheim Wilddogs (6-3), Munich Cowboys (5-3) und die ifm Razorbacks Ravensburg (5-3) um Platz Zwei und damit ums Heimrecht im Playoff-Viertelfinale.
An diesem Wochenende muss Pforzheim in der eigenen KRAMSKI-Arena unbedingt gewinnen. Dabei stellt sich die Charakterfrage. Die Wilddogs stellen mit nur 13,9 zugelassenen Punkten pro Partie die drittbeste Defense der gesamten Liga, angeführt von Edge-Rusher Antonio Alzheimer und Linebacker Jeremy Conley, der allein sechs Sacks und eine Interception auf dem Konto hat.
Cornerback Nick Oliver mit sechs Interceptions soll dafür sorgen, dass Münchens Passspiel gar nicht erst ins Rollen kommt. Denn die Passing Offense der Cowboys ist gefährlich. Quarterback Nick Semptimphelter zählt mit einer Completion-Rate von 67 Prozent zu den besten seines Fachs. Sein Go-to-Guy Gabriel Boccella hat als erster und bisher einziger Receiver bereits die magische 1000-Yards-Marke geknackt.
Semptimphelter muss allerdings zeigen, dass er die letzte 10-48-Klatsche bei den Dresden Monarchs gut verkraftet hat und keine Sorge vor dem gefährlichen Pass Rush der Wilddogs zeigt.
Auf der anderen Seite bekommt Wilddogs-Quarterback Dre Harris, der mit 25 Touchdown-Pässen und sechs weiteren am Boden für die höchste Produktivität im Süden sorgt, mit dem genesenen Andreas Lehmann eine zusätzliche Waffe im Passspiel zurück. Sollten die Wilddogs ihre Big Plays aus ihrer starken Phase zum Saisonauftakt wiederfinden, ist für Pforzheim alles drin.
Der Tabellenführer aus Dresden eröffnet den Reigen der weiteren Partien standesgemäß. Ungeschlagen mit 8-0 empfangen die Sachsen die Düsseldorf Panther, die nach einem knappen 14-7 gegen Kiel mit breiter Brust anreisen, aber im Hinspiel mit 20-45 eine Lektion erhielten. Nach einem Kantersieg gegen München wollen die Monarchs ihren überzeugenden Lauf fortsetzen. Für die Panther kann es daher nur darum gehen, den Favoriten so lange wie möglich zu ärgern.
Beim Homecoming-Gameday der Regensburg Phoenix, inklusive freiem Eintritt für alle Ehemaligen, empfängt der Aufsteiger die Saarland Hurricanes. Regensburg will nach seinem wichtigen Sieg gegen Allgäu nachlegen, muss sich dafür aber gegen eine kompakte, diszipliniert verteidigende Hurricanes-Defense um Head Coach Craig Kuligowski durchsetzen, die ihre Chancen konsequent nutzt.
Der Südmeister ist noch lange nicht satt. Die Schwäbisch Hall Unicorns reisen mit perfekter 9-0-Bilanz zu den weiter sieglosen Straubing Spiders. Das Hinspiel gewannen die Haller deutlich mit 66-21. Doch Straubing hat sich seitdem vor allem offensiv spürbar stabilisiert. Für die Spiders bleibt es dennoch eine fast aussichtslose Jagd nach dem ersten Saisonsieg.
Im Kilia Stadion erwarten die Kiel Baltic Hurricanes prominenten Besuch. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther gibt beim Flenker Gameday den Ehrengast, wenn das Heimteam (1-6) auf die Berlin Rebels (2:4) trifft. Für beide Teams geht es im direkten Duell um dringend benötigte Punkte im Tabellenkeller der Nordstaffel. Während Berlin noch auf die Playoffs schielt, droht Kiel die Relegation.
Im Süden will Ravensburg den nächsten Schritt Richtung Playoffs machen und den zweiten Platz nicht aus den Augen verlieren. Die ifm Razorbacks (5-3) sind bei den Allgäu Comets (1-7) klarer Favorit, nachdem sie das Hinspiel mit 65-20 deutlich für sich entschieden hatten. Die Comets, zuletzt 6-56 bei Schwäbisch Hall unterlegen, wollen sich vor heimischem Publikum zumindest ordentlich verkaufen.
Sechs Spiele gibt es damit insgesamt am Samstagnachmittag. Dabei geht es am mittlerweile 13. Spieltag um die Playoffs und das nackte Überleben in der GFL. Da ist für jeden etwas dabei - und eines steht jetzt schon fest: Wer die Konferenz ab 15:30 Uhr vor den Bildschirmen verfolgt, ob nun bei DF1, auf Twitch oder Sporteurope.tv, wird es nicht bereuen.
Philipp Forstner