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    NFL

    vor 4 Stunden

    Vertragsfrust in Detroit

    "Zeigen mir keine Liebe": LaPorta spricht über möglichen Lions-Abschied

    Sam LaPorta hat seinem Frust über die stockenden Vertragsgespräche mit Detroit ungewöhnlich offen Luft gemacht. Vor allem seine schwere Rückenverletzung aus dem Vorjahr verleiht den Aussagen zusätzliche Brisanz.

    Detroit-Lions-Tight-End Sam LaPorta hat seinem Frust über die stockenden Vertragsverhandlungen öffentlich Luft gemacht
    Sam LaPorta liefert auf dem Feld - doch vermisst in Detroit offenbar die entsprechende Wertschätzung. Mark J. Rebilas

    Der Ton im Vertragspoker zwischen Sam LaPorta und den Detroit Lions ist deutlich rauer geworden. Nachdem sich der Tight End zuletzt noch optimistisch gezeigt hatte, sprach er in der jüngsten Ausgabe vom Sport-Podcast Pardon My Take ungewöhnlich offen über seine Enttäuschung.

    "Die Mischung daraus, dass mit deinen Gefühlen gespielt wird, und der Brutalität dieses Sports ist einfach beschissen. Es ist enttäuschend, jede Woche rauszugehen und dabei das Risiko einer Verletzung zu tragen", erklärte LaPorta.

    Anschließend wurde der 25-Jährige noch deutlicher: "Vergangenes Jahr habe ich mir in Week 9 oder 10 für dieses Team verdammt noch mal den Rücken gebrochen. Jetzt gehe ich wieder raus, spiele stark - und vielleicht zeigen sie mir einfach nicht die nötige Liebe."

    Schwere Verletzung prägt den Vertragspoker

    LaPorta bezog sich auf den Bandscheibenvorfall, der operiert werden musste und seine vergangene Saison nach neun Einsätzen beendete. Nach acht verpassten Spielen kehrte er 2026 stark zurück: In bislang fünf Partien fing er 27 Pässe für 316 Yards und drei Touchdowns. Besonders in Week 5 gegen die Cardinals stach der Tight End heraus und galt als Hauptfaktor für den wichtigen Auswärtserfolg.

    Auch deshalb befindet sich der frühere Zweitrundenpick in einer starken Verhandlungsposition. LaPorta spielt im letzten Jahr seines Rookievertrags. Anfang Oktober wurde berichtet, dass beide Seiten die Gespräche nach wochenlangen Verhandlungen vorerst auf Eis gelegt hätten. Wenige Tage später bezeichnete er die Situation noch als "Stillstand", zeigte sich aber grundsätzlich optimistisch.

    Dan Campbell spielte einen möglichen Konflikt damals ebenfalls noch herunter. Der Head Coach betonte, dass es bei solchen Verhandlungen immer zwei Seiten gebe, und stellte klar: "Wir lieben LaPorta." Seine Arbeitseinstellung und seine Leistungen sprächen für sich.

    Ein Abschied ist noch lange nicht beschlossen

    LaPortas jüngste Aussagen zeigen dennoch, dass die festgefahrenen Gespräche Spuren hinterlassen haben. Einen möglichen Abschied sprach er erstmals unmissverständlich an. "Ich werde weiter mein Ding machen und abliefern. Und wenn ich in drei Monaten nicht mehr Honolulu Blue trage und nicht mehr für die Lions spiele, ist das auch okay. Dann werde ich eben woanders bezahlt."

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    Eine Trennung steht damit aber keineswegs fest. Detroit kann die Verhandlungen nach der Saison wieder aufnehmen und LaPorta notfalls mit dem Franchise Tag für 2027 halten. Nichtsdestotrotz erhöhen seine Aussagen den öffentlichen Druck auf die Lions, nachdem der Tight End bislang stets deutlich diplomatischer über seine Zukunft gesprochen hatte.

    Einordnung

    Detroits Zögern spricht keineswegs gegen LaPorta. Jahmyr Gibbs wurde erst im Sommer zum bestbezahlten Running Back der NFL, auch Safety Brian Branch steht vor einem teuren zweiten Vertrag. Zwar schufen die Lions zuletzt fast 36 Millionen Dollar an Cap Space, könnten diesen Spielraum angesichts der Probleme in der Secondary aber auch für einen Cornerback-Trade offenhalten.

    Sportlich spricht weiterhin viel für eine Verlängerung. LaPorta gehört zu den besten Tight Ends der Liga und ist für Jared Goff ein wichtiges Sicherheitsnetz. Für General Manager Brad Holmes dürfte es daher vor allem um Preis, Timing und die langfristige Kaderplanung gehen.

    Sportlich will LaPorta die Situation weiter seinem Berater überlassen. Sein nächster Auftritt bietet direkt eine große Bühne: Nach der Bye-Week wartet auf Detroit das wichtige NFC-North-Duell mit den Green Bay Packers.

    Autor: Maximilian von Hoyningen-Huene

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