12.01.2025
Sechste Playoff-Niederlage für Pittsburgh in Folge
Die Baltimore Ravens haben die Hürde Pittsburgh Steelers in der Wild-Card-Runde der NFL Playoffs problemlos übersprungen. Die Gäste fanden keine Lösung gegen das dominante Run Game der Ravens, bei denen das Duo Lamar Jackson und Derrick Henry dominierte.

Als größter Favorit nach Wettquoten in dieser Wild-Card-Runde gingen die Baltimore Ravens in das divisionsinterne Duell mit dem AFC-North-Rivalen aus Pittsburgh. Schon in Hälfte eins wurden die Hausherren diesem Favoritenstatus mehr als gerecht.
Baltimore hatte nach den ersten beiden Vierteln eine 21:0-Führung auf dem Konto - und einen mindestens ebenso deutlichen Vorteil auch auf dem Feld. 308:59 Total Yards in der ersten Hälfte lautete die Bilanz für die Ravens, die der Steelers-Defense insbesondere mit ihrem Run Game zusetzten.
Schon im ersten Drive marschierte Baltimore mehr als sieben Minuten lang über 95 Yards über das Feld und sammelte den ersten Touchdown (Pass von Lamar Jackson auf Rashod Bateman über 15 Yards). Im zweiten Viertel legten die Ravens mit einem 85-Yard-Drive - ausschließlich bestehend aus Laufspielzügen und vollendet von einem 8-Yard-Touchdown von Derrick Henry - nach.
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Und im Two-Minute-Drill folgte Touchdown Nummer drei, dieses Mal wieder durch die Luft (Jackson auf Justice Hill über fünf Yards).
Obwohl die Ravens zum Start in die zweite Halbzeit das Ei bekamen und damit die Chancen hatten, schon früh Nägel mit Köpfen zu machen, waren es die Steelers, die verkürzten. Nach einem Ravens-Punt führte Russell Wilson (20/29, 270 Yards, zwei TDs) die Gäste mit einigen guten Passspielzügen zu den ersten Punkten: Van Jefferson fing einen Touchdown-Pass über 30 Yards.
Die Antwort der Ravens ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In nur vier Spielzügen überbrückten sie 70 Yards mit dem Höhepunkt eines zweiten Touchdown-Laufs von "King Henry" über 44 Yards. Auch in dieser Situation, wie so oft in dieser Partie, hatte Pittsburghs Defense keine Antwort auf die Read-Option der Ravens, in der Quarterback Jackson die Defense las und kurzfristig entschied, ob er den Ball zu Henry übergibt oder er selbst läuft.
Jackson kam so neben seinen 175 Yards durch die Luft (16/21, zwei TDs) zusätzlich auf 81 Yards über Laufspielzüge. Etliche Male ließ er dabei Gegner ins Leere laufen. Henry sammelte sogar 186 Rushing Yards - von insgesamt 299 auf Ravens-Seite - und zwei Scores.
Ersteres reichte für einen Ravens-Playoff-Rekord. "Habt ihr den Film 'Cars' gesehen?", fragte Jackson nach der Partie, um mit einem Kompliment für seinen Running Back nachzulegen: "Wenn Lightning McQueen an allen vorbei fliegt, so sah das bei Derrick aus. Er ist an allen vorbeigerannt. Das sah aus wie in einem Film."
Zwar erzielte auch Pittsburgh in der Folge noch einen Touchdown (Wilson auf George Pickens über 36 Yards). Doch Baltimore leistete sich bis zum Spielende kaum mehr entscheidende Fehler, die Steelers mussten noch mehrmals punten und die Ravens brachten den Sieg in die Ziellinie.
Als nächstes geht es für Baltimore nun entweder gegen die Buffalo Bills oder die Houston Texans. "Das ist der erste Schritt", meinte Henry. "Wir freuen uns über diesen Sieg und dann geht die Arbeit weiter." Nicht aber für Pittsburgh, für das die Saison dagegen nun mit fünf Niederlagen in Folge endete. Nur die Playoffs betrachtet war es sogar die sechste Niederlage in Serie für das stolze Franchise aus der "Steel City".