19.10.2025
Super-Bowl-Champion überzeugt im Passspiel
Nach zwei Niederlagen in Folge haben die Philadelphia Eagles zurück in die Erfolgsspur gefunden. Der amtierende Super-Bowl-Champion gewann sein Auswärtsspiel bei den Minnesota Vikings mit 28:22. Quarterback Jalen Hurts überzeugte mit drei Touchdowns.

Kommt die Offense der Eagles wieder in Fahrt? Nach zwei Niederlagen in Folge und äußerst durchwachsenen Leistungen hatten sich Zweifel rund um den amtierenden Super-Bowl-Sieger in dieser NFL-Woche breitgemacht. Die Antwort gab Philadelphia direkt im ersten Drive: Gleich zweimal spielten die Eagles einen vierten Versuch aus, schafften zunächst die Conversion mit dem gewohnten "Tush Push", dann überraschte Quarterback Jalen Hurts die Vikings-Defense bei einem 4th&4 mit einem weiten Touchdown-Pass auf A.J. Brown.
Danach blieb aber wieder vieles Stückwerk in der Eagles-Offense. Es war eher der Defense zu verdanken, dass es mit einer Führung in die Halbzeit ging. Edge Rusher Jalyx Hunt gelang Anfang des zweiten Viertels ein Pick Six - sein erster Touchdown in der NFL. Und direkt im Anschluss fing auch Rookie-Safety Andrew Mukuba einen Pass von Carson Wentz ab.
Ein äußerst unglückliches "Revenge Game" somit für den 32 Jahre alten Ersatz-Quarterback der Vikings, der erneut für den weiterhin verletzten J.J. McCarthy aufgelaufen war. Mit den Eagles (2016 bis 2020 im Team) hatte Wentz nach einer persönlich herausragenden Regular Season 2017/18 den Super Bowl gewonnen, das große Spiel aber verletzungsbedingt verpasst. 2021 war er von Hurts verdrängt und daraufhin abgegeben worden.
Zwar gelangen Wentz gegen sein Ex-Team gelegentlich Big Plays auf seine Receiver Justin Jefferson und Jordan Addison, insgesamt blieb er aber zu inkonstant. In der ersten Hälfte führte der Routinier sein Team nur zu zwei Field Goals, ein drittes folgte kurz nach der Pause.
Die Eagles-Offense war zu diesem Zeitpunkt wieder ziemlich eingeschlafen, auch der amtierende Offensive Player Of The Year Saquon Barkley fand wie so oft in dieser Saison kaum Running Lanes, kam im gesamten Spiel auf gerade mal magere 44 Yards bei 17 Versuchen.
Doch erneut war es ein langer Hurts-Pass, der die offensive Eagles-Lethargie durchbrach. Tief aus der eigenen Hälfte entwischte Devonta Smith der Vikings-Defense und erzielte einen 79-Yard-Touchdown, den längsten seiner bisherigen Karriere.
mib
Vieles deutete nun auf einen souveränen Eagles-Sieg hin, doch zumindest vorübergehend sorgten die Vikings noch einmal für Spannung, weil Running Back Jordan Mason nach einem langen Drive postwendend auf 21:16 verkürzte und Eagles-Kicker Jake Elliott daraufhin einen Field-Goal-Versuch verschoss. Als dann sein Vikes-Pendant Will Reichard sein bereits viertes Field Goal des Tages verwandelt hatte, führte Philadelphia im vierten Viertel nur noch mit zwei Punkten.
Aber wie so oft in den ersten vier Saisonspielen, die Philadelphia allesamt gewonnen hatte, funktionierte die Offense wieder, als es drauf ankam. Obwohl sich Barkley während des Drives verletzte, nahm Hurts das Ruder in die Hand und warf seinen dritten Touchdown-Pass des Tages, diesmal aus 26 Yards erneut auf den starken Brown.
Wentz (313 Yards, kein Touchdown, zwei Interceptions) und die Vikings-Offense gaben sich nicht geschlagen und machten aus der Partie noch ein One Possession Game - doch erneut entschied die Connection Hurts-Brown die Partie. Bei einem dritten Versuch warf Hurts tief, fand seinen bulligen Star-Receiver für 45 Yards, sodass die Eagles im Anschluss die Uhr ausspielen konnten.
Insgesamt kam Hurts auf beeindruckende 326 Yards und drei Touchdowns, davon alleine 183 Yards auf Smith (ein Score) und 121 auf Brown (zwei TDs).