22.04.2026
Bold Predictions
Ein Tag vor dem Start des NFL Drafts deutet vieles darauf hin, dass die erste Runde einige Überraschungen bereithalten könnte. Einige Trends zeichnen sich ab, andere Prognosen wirken auf den ersten Blick gewagt. Doch gerade in einem Draft, der als weniger tief gilt, können sich Dynamiken schnell verändern. Hier sind zehn mutige Prognosen für die erste Runde des NFL Draft 2026.

Das große Highlight der NFL-Offseason steht kurz bevor, und die Gerüchteküche brodelt gewaltig. Während sich in Mock Drafts viele ähnliche Trends abzeichnen, gibt es jedes Jahr Szenarien, die völlig aus dem Rahmen fallen. Genau diese unerwarteten Entwicklungen machen den Draft so faszinierend. Hier sind zehn Prognosen für die erste Runde des NFL Drafts, die unwahrscheinlich, aber nicht unbedingt überraschend wären.
Aktuell gilt Fernando Mendoza als klarer First Overall Pick, während Ty Simpson meist als zweiter Quarterback spät in Runde eins oder früh in Runde zwei gesehen wird. Doch genau hier könnte es spannend werden. Einige Teams könnten ein großes Leistungsgefälle zwischen Simpson und dem dritten Quarterback sehen. Dadurch entsteht Druck, aggressiv hochzutraden.
Die Jets an Position 16 oder die Steelers an 21 könnten Optionen für Simpson sein. Noch interessanter wird es, falls die Cardinals es schaffen, an Position 3 einen Downtrade durchzuführen. Das zusätzliche Kapital könnte in einen zweiten First-Round-Pick für Simpson investiert werden.
Historisch sind aggressive Trades für Quarterbacks keine Seltenheit. In einer schwächeren Draftklasse steigt die Wahrscheinlichkeit für genau solche Moves sogar. Und wenn ein Team mit Quarterback-Bedarf kein Risiko eingehen will und vor die Jets kommen möchte, dann könnte ein Pick in den Top 10 durchaus realistisch sein.
Wide Receiver Jordyn Tyson könnte am Draft-Tag deutlich abrutschen. Verletzungsprobleme, insbesondere Hamstring-Issues, sorgen für Zweifel. Auch wenn seine Qualitäten als Route Runner und seine Produktion überzeugen, könnten Teams andere Receiver wie Carnell Tate, Makai Lemon oder sogar Omar Cooper Jr. vorziehen.
Seine Situation erinnert an Will Johnson im letzten Jahr, der trotz Top-Talent aufgrund von Verletzungsbedenken überraschend in die zweite Runde fiel. Wenn NFL-Teams sich einig sind, dass ein Top-20-Pick mit seiner medizinischen Historie ein zu großes Risiko ist, könnte es dauern, bis Tyson seinen Namen hört.
Rueben Bain Jr. galt lange als einer der sichersten Top-Picks dieses Drafts. Doch seine Projection hat sich spürbar verändert. Von einem potenziellen Top-5-Pick ist er mittlerweile eher im Bereich zwischen Pick 7 und 14 angekommen.
Ein entscheidender Faktor ist dabei seine Armlänge. Einige Teams könnten darin ein so großes Problem sehen, dass sie ihn komplett von ihrem Board streichen könnten, da er selbst von den Mindestanforderungen für die Armlänge noch weit entfernt ist.

Es könnten gleich zehn Offensive Linemen in der ersten Runde ausgewählt werden. Eine vergleichsweise schwache Draftklasse trifft auf einen enormen Bedarf vieler Teams, sich in der Offensive Line zu verstärken.
Nach den Top-Spielern auf Tackle und in der Interior Offensive Line fällt das Niveau deutlich ab. Genau dieser Drop-off könnte Franchises dazu zwingen, früh zu investieren, bevor die Qualität spürbar nachlässt.
Noch vor dem Start der College-Saison 2025 galt Peter Woods für viele Experten als sicherer Top-10-Pick, teilweise sogar als bester Spieler des gesamten Jahrgangs.
Nach einer enttäuschenden Saison, sowohl individuell als auch im Teamkontext bei Clemson, hat sich dieses Bild deutlich verändert. Auf dem Consensus Board fiel er von Platz 10 im März auf aktuell Rang 28 und befindet sich weiter im Abwärtstrend. Ein Fall aus der ersten Runde ist plötzlich realistisch.
Jacob Rodriguez von Texas Tech könnte deutlich früher gehen, als viele es erwarten. Nach einer herausragenden Saison als produktivster Linebacker im College Football bringt er ein komplettes Paket mit.
Viele Teams schätzen besonders seine Instinkte, seine Spielintelligenz und seine Playmaking-Fähigkeiten. Sieben erzwungene Fumbles und vier Interceptions allein in der vergangenen Saison sprechen für sich.
Zwar sehen viele Evaluatoren ihn aktuell eher in der zweiten Runde, doch ein Team könnte am Ende von Tag eins den Sprung wagen.

Die Los Angeles Rams haben eine Offseason hingelegt, die klar auf einen All-in-Ansatz hindeutet. Trotz eines Trades ihres eigenen First-Round-Picks für Trent McDuffie verfügen sie weiterhin über den 13. Pick der Falcons.
In der Vergangenheit zeigten sie bereits Bereitschaft für aggressive Uptrades, etwa bei Brock Bowers oder Tetairoa McMillan, auch wenn diese nie Realität wurden.
Gerade in einem Draft mit begrenzter Tiefe an Top-Talenten könnte ein solcher Move diesmal umgesetzt werden, um sich einen sofortigen Impact-Spieler für einen möglichen Super-Bowl-Run zu sichern.
Cornerback Chris Johnson von San Diego State und Edge Rusher Malachi Lawrence von UCF könnten die erste Runde aufmischen. Beide kommen nicht aus klassischen Powerhouse-Programmen, haben aber im Pre-Draft-Prozess stark überzeugt.
Da sie auf Premium-Positionen spielen und ihre Entwicklungskurve, gepaart mit guter Athletik, nach oben zeigt, könnten sie am Ende beide in der ersten Runde landen.
Ein häufig gesehener Mock-Draft-Pick ist Safety Dillon Thieneman an Position 18 zu den Vikings. Doch die Realität könnte anders aussehen.
Auch wenn Safety keine Premium-Position ist, bringt Thieneman in einer schwächeren Draftklasse einen hohen Floor und ein vielseitiges Skillset mit. Mehrere Teams vor Minnesota könnten ihn bereits ins Auge gefasst haben.

Mansoor Delane gehört zu den spannendsten Spielern auf einer Premium-Position. Aktuell bewegt er sich im Bereich der Top 10, doch sein Potenzial könnte Teams zu einem aggressiven Uptrade bewegen. Sollte er an Position 5 noch verfügbar sein, könnten die Giants zugreifen. Gleichzeitig könnten andere Teams versuchen, vor New York zu kommen.
Gerade die Picks 3 und 4 sind dafür interessant, zumal die Cardinals bereits signalisiert haben, für einen Downtrade offen zu sein. In einer Klasse, die davon geprägt ist, wenig Superstar-Talent auf Premium-Positionen zu haben und in der viele der besten Spieler auf nicht klassischen Premium-Positionen wie Linebacker oder Safety spielen, könnte ein Team genau diesen Trade wagen.
Diese zehn Prognosen wirken mutig und sind nicht wahrscheinlich, aber alles andere als unrealistisch. Genau das macht die erste Runde so unberechenbar wie faszinierend.
Denn das Einzige, was man wirklich sicher prognostizieren kann, ist: Jeder Draft schreibt seine eigenen Geschichten.
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val