vor 4 Stunden
Sechs Partien am Wochenende
Wenn am Samstag um 15:30 Uhr die große Live-Konferenz auf Twitch und Sporteurope.tv startet (DF1 ab 16:45 Uhr), wartet der GFL-Meister Potsdam Royals auf die Kiel Baltic Hurricanes. Die Brandenburger erlaubten in den letzten drei Spielen null Punkte und streben nun nach dem vierten Shutout in Serie.

Kiel kann seit dem letzten Spiel etwas entspannter auf die Abstiegssituation blicken, während die Berlin Rebels in Hildesheim bei den Invaders um den Ligaverbleib kämpfen. Im Süden entscheidet sich währenddessen, wer im Rennen um den zweiten Platz und das Heimspielrecht in den Playoffs noch ein Wörtchen mitreden darf.
Die Bilanz der Potsdamer lautet 464-79. Kein Team in der Liga verteidigt konsequenter und punktet dabei so konstant, wie der amtierende Champion. Nach Shutouts gegen Berlin und Düsseldorf setzte es beim 61-0 in Braunschweig den dritten Sieg in Serie, bei dem der Gegner keinen einzigen Punkt erzielte.
Alle neun eigenen Touchdowns liefen dominant über den Boden. Chrisman Kyei erzielte viermal sechs Punkte, Heiko Bals zweimal. Dazu fanden Jost Bohnhorst, Elias Güther und Peter Martin hinter einer exzellenten Offensive Line ebenfalls die Endzone. Stamm-Quarterback Xeaiver Bullock hat den Verein inzwischen verlassen.
Nun teilen sich die frischen Neuzugänge und Rückkehrer Bay Harvey und Tyrrell Pigrome die wichtigen Aufgaben des Spielmachers. Vom treffsicheren Pocket Passer bis hin zum gefährlichen Dual-Threat ist damit an alles gedacht in der Royals-Offense. Kiel reist nach einem wichtigen Sieg über die Pforzheim Wilddogs mit Rückenwind an.
Trotz eines Records von 3-7 dürfen die Baltic Hurricanes relativ entspannt auf die Situation am Tabellenende blicken. Dank direkter Vergleiche mit den Braunschweig Lions und Berlin Rebels müsste schon eine Menge schief laufen, damit die Ostseestädter mit der Relegation noch etwas zu tun bekommen.
In zwölf Duellen mit Potsdam seit 2018 kassierten die Kieler allerdings elf Niederlagen und erlangten nur ein Unentschieden. Für sie geht es um die Stabilisierung des fünften Platzes, während Potsdam den zweiten Platz endgültig sicher hat. Kickoff ist um 16:00 Uhr im Stadion Luftschiffhafen.
Bei den Hildesheim Invaders gegen die Berlin Rebels könnte die Ausgangslage unterschiedlicher kaum sein. Die Invaders (6-3) stehen als Dritter glänzend da, verloren aber klar gegen die Spitzenreiter Dresden und Potsdam. Währenddessen kämpfen die Rebels (2-7) um den Klassenerhalt. Berlin hat sich, nachdem das erste Aufeinandertreffen am "Hitze-Spieltag" im Juli kurzfristig abgesagt wurde, eine Menge für das Wiedersehen vorgenommen.
In Pforzheim empfangen die Wilddogs die Saarland Hurricanes zum Saisonfinale der Regular Season. Nach der bitteren 22-26-Niederlage in Kiel haben die Wilddogs (7-4) Platz Zwei nicht mehr selbst in der Hand, wollen aber mit einem deutlichen Heimsieg im direkten Vergleich mit den ifm Razorbacks Ravensburg punkten. Saarland (2-8) reist dagegen ohne Druck an. Mit dem Kopf dürften sie schon beim Saisonfinale gegen Allgäu sein, wo es endgültig um den Klassenerhalt gehen wird.
Allgäu Comets gegen Düsseldorf Panther: Ebenfalls ein Duell der Gegensätze. Die Comets (1-9) kassieren mit 48 Punkten pro Spiel die meisten der Liga und führen gleichzeitig die ligaweit schwächste Scoring Offense aufs Feld. Düsseldorf (4-6) reist hier deshalb, trotz negativer Bilanz, als klarer Favorit an - und will auf keinen Fall straucheln und das Playoff-Rennen so nochmal unerwartet spannend machen.
Am Samstagabend, ab 19:00 Uhr im Spiderdome, geht es für die sieglosen Straubing Spiders (0-10) gegen die Munich Cowboys (5-5) um den letzten Strohhalm, den es zu ergreifen gilt. Nur wenn die Straubinger beide letzten Spiele der Saison gewinnen und Allgäu gleichzeitig zweimal verliert, ist der Klassenerhalt noch möglich. Gegen München mit Quarterback Nicholas Semptimphelter und Wide Receiver Gabriel Boccella wird das gegen eines der besten Tandems der Liga ein sehr schwieriges Unterfangen.
Den Abschluss macht am Sonntagnachmittag das Spitzenspiel im Süden zwischen den ifm Razorbacks Ravensburg (7-3) und Regensburg Phoenix (5-5). Mit vier Siegen in Folge darf sich der Aufsteiger aus Regensburg sogar noch geringe Hoffnungen auf die Playoffs machen. Für Ravensburg, angeführt vom produktiven Spielmacher Broghean McGovern, geht es am „Eberhardt Kids Day" um nichts Geringeres als die beste Ausgangsposition im Rennen um Platz Zwei der Südstaffel,
Philipp Forstner